Traumhafte Panoramastraßen : Top 16 der schönsten Autostrecken der Welt

Highway 1
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Über diese Straßen sollen Sie fahren: Men’s Health zeigt Ihnen die schönsten (und spektakulärsten) Autostrecken der Welt

Schöne Autostrecken: California State Route 1 aka Highway 1 (Big Sur)

Wo: Kalifornien, USA

Schon Beatnik Jack Kerouac wanderte nachts nur mit einer Taschenlampe bestückt über die neblige Art dèco Bixby Bridge und lauschte unter ihm dem stöhnenden Pazifik. Die Route ist legendär.

Wenn Sie von Los Angeles starten, sehen Sie das pittoreske Teilstück des Highway 1. Es ist aber unbedingt ratsam nach 700 Kilometern nicht in San Francisco das Auto abzustellen. Fahren Sie weiter! Die Strecke ist fast 1100 Kilometer lang.

Nördlich von San Francisco ragen die majestätischen Redwood Mammutbäume über 100 Meter in den Himmel; und noch weiter nördlich sitzt auf einer Klippe die bekannte Künstlerkommune Mendocino sowie das schaurige-schöne Fort Bragg, in dessen Straßen tagsüber der Pazifiknebel einzieht und die Häuser in trübes Licht taucht.

Die nordkalifornische Ortschaft Garberville gilt als offizieller Anfang des Highway 1; hier gibt es die Avenue of the Giants, eine Alle der höchsten Redwoods.

 Conor Pass
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Schöne Autostrecken: Conor Pass

Wo: Irland

Irland ist immer eine Erkundung mit dem Auto wert, solange man es mit den Exkusionen zu den Pubs nicht übertreibt. Der Conor Pass liegt im Südwesten auf der 50 Kilometer langen und nur neun Meter breiten Halbinsel Dingle.

Der höchste Punkt ist 456 Meter. Dort oben muss man auf der einspurigen Fahrbahn bei Gegenverkehr in Buchten ausweichen, die in den moosbewachsenen Fels gehauen sind. Genießen Sie während des Wartens den Blick hinunter auf eine Märchenwelt aus grünen Tälern und Seen. Hören Sie schon die Tin Whistle pfeifen?

Amalfitana (Almalfiküste)
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Schöne Autostrecken: Amalfitana (Almalfiküste)

Wo: Italien

Die Strada Statale 163 Amalfitana ist nur 50 Kilometer lang, aber man benötigt Stunden für die Distanz. Die vielen Kurven lassen einen nicht schneller als 40 km/h fahren. Erfreuen Sie sich an der Aussicht 100 Meter über dem Meer, oder steigen Sie eine der Felstreppen zu den kleinen Orten Positano und Ravello hinunter.

Die Gegend, sagte einmal der amerikanische Essayist und Ehrenbürger Ravellos, Gore Vidal, habe eine reinigende Wirkung auf die Augen. Fahren und sehen Sie selbst. 

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Schöne Autostrecken: Atlantikstraße

Wo: Norwegen

2005 wurde die Atlantikstraße zum „norwegischen Bauwerk des Jahrhunderts“ erklärt. Der 8 Kilometer kurze Lauf zwischen Molde und Kristiansund verbindet via 8 Brücken mehrere kleine Inseln. Aussichtsplattformen und Angelspots sind während des Tidenwechsels gesperrt, weil die auftretenden Strömungen zwischen Fjord und Atlantik als zu gefährlich gelten.

5 / 16 | Guoliang Tunnelstraße

Schöne Autostrecken: Guoliang Tunnelstraße

Wo: China

Die Guoliang Tunnelstraße, 450 Kilometer südlich von Beijing, verbindet seit 1977 ein kleines Dorf im Taihang Shan Gebirge mit der Außenwelt. Die Einwohner selbst sollen die nur 1,2 Kilometer kurze Strecke in den Fels gehauen haben, angeblich wurden dabei über 4000 Hämmer verschlissen.

Fünf Jahre dauerte das Bauvorhaben. Anders als die Konstrukteure des irisches Conor Pass waren die zähen Dorfbewohner so weitsichtig und hämmerten statt einer Fahrbahn zwei ins Gestein mit einer Gesamtbreite von vier Metern. Die nur gut ein Dutzend Arbeiter schlugen dabei 30 Löcher in die Wände. Aber nicht, weil sie den Ausblick genießen wollten, sondern weil sich auf diesem Wege der Bauschutt leichter entsorgen ließ.

6 / 16 | Karakorum Highway

Schöne Autostrecken: Karakorum Highway

Wo: von China nach Pakistan

30 Stunden auf den Pfaden der alten Handelsroute Seidenstraße. Solange braucht man um die 1300 Kilometer der hauptsächlich noch aus Sand und Schotter bestehenden Passage zwischen China und Pakistan zu bezwingen - vorausgesetzt Sie sind zwischendurch für einen Aufstieg auf fast 4700 Meter konditioniert. 20 Jahre benötigte die Errichtung des Karakorum Highway, dabei starben fast 900 Menschen. Der KKH führt am Himalaya vorbei und gilt als die höchstgelegenste Fernstraße der Welt.

7 / 16 | Kolyma Highway

Schöne Autostrecken: Kolyma Highway

Wo: Russland

Über diese Brücke müssen Sie nur gehen, wenn Sie unbedingt wollen. Der Kolyma Highway soll buchstäblich mit den Skeletten von Gulag-Insassen gepflastert sein. Der während der Stalin-Diktatur erbaute Kolyma Highway trägt daher den Beinamen „Straße der Gebeine“. Die fast 2000 Kilometer durch Sibirien bis an die Pazifikküste sind am besten in den Wintermonaten zu befahren, wenn der Boden gefroren ist.

Ein lokales Sprichwort soll lauten: Je langsamer du fährst, desto schneller kommst du an. Der Durchgangsverkehr kann rar sein. Wer nicht im Konvoi unterwegs ist, läuft Gefahr nach einem Motorschaden auf Hilfe wartend zu erfrieren. Dafür ist die Landschaft einmalig schön. Fazit: nur was für lebensmüde Abenteurer.

8 / 16 | Nürburgring Nordschleife

Schöne Autostrecken: Nürburgring Nordschleife

Wo: Nürburgring, Rheinland-Pfalz, Deutschland

Die „grüne Hölle“ nannte Rennlegende Jackie Stewart den Kurs. Vielmehr muss zu dieser seit 1927 bestehenden Rennstrecke, auf der auch Touristen einen Ausritt wagen dürfen, nicht gesagt werden. Schön ist sie, aber auch gefährlich. Wer es nicht glaubt: Eine Runde über 20 Kilometer dauert 15 Minuten und kostet 27 Euro.

9 / 16 | Ruta Nacional 40

Schöne Autostrecken: Ruta Nacional 40

Wo: Argentinien

Die deutschen Autobahnen sind Ihnen zu kurz? Dann rauf auf die argentinische Ruta 40. Sie beginnt an der nördlichen Grenze zu Bolivien und schlängelt sich südlich über 5000 Kilometer bis nach Patagonien. Keine Ampel, jeder Bodenbelag, immer Spanisch; entlang der Anden durch etliche Nationalparks und über den fast 4800 Meter hohen Gebirgspass Abra del Acay. Sie gilt mit der Panamericana als eine der längsten Fernstraßen der Welt.

10 / 16 | San Juan Skyway

Schöne Autostrecken: San Juan Skyway

Wo: Colorado, USA

375 Kilometer durch die spektakuläre Berge- und Wälderlandschaft südwest Colorados, durch Geisterstädte und die roten Berge des Red Mountain Pass. Besonders im Herbst bietet die Fahrt ein unvergesslich farbreiches Naturschauspiel.

Das Gute an dieser Route: Sie verläuft in einer Schleife. Sie können zunächst beim bekannten Telluride Film Festival vorbeischauen, von dort südlich Richtung Dolores abbiegen, und von Durango wieder nördlich auf ein Bad in den Hot Springs einkehren. Die Straße führt über eine Vielzahl von ü-4000 Meter hohen Bergen. Der Blick ist beeindruckt und bisweilen beängstigend, denn nicht alle Abschnitte haben eine Leitplanke.

Die Strecke wird im Volksmund auch "Million Dollar Highway" genannt. Grund dafür soll der Wert des vielen Eisenerz gewesen sein, das im Asphalt verbaut wurde.

11 / 16 | The Blue Ridge Parkway

Schöne Autostrecken: The Blue Ridge Parkway

Wo: USA, von North Carolina bis nach Virginia

Diese Traumstraße ist das Resultat einer Arbeitslosenbeschaffungsmaßnahme: US-Präsident Franklin D. Roosevelt ließ den Blue Ridge Parkway in den 1930er Jahren im Zuge der Großen Depression und des New Deal bauen; beendet jedoch wurden die 755 Kilometer durch das Mittelgebirge der Appalachen erst 1987, weil zwischendurch immer wieder Gelder für eine Fertigstellung fehlten.

Der Blue Ridge Parkway steht auf der Liste der historischen Meilensteine der Ingenieurbaukunst. Amerikanische Servicekultur par excellence: Sie bekommen das Idyll der US-amerikanischen Ostküste zu sehen während Sie zeitgleich Kraft durch eine „entspannende“ (National Park Service) Autofahrt tanken. Was will man mehr? Auf der Straße herrscht eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 70 km/h.

12 / 16 | The Milford Road

Schöne Autostrecken: The Milford Road

Wo: Neuseeland

Die gesamte Etappe über 231 Kilometer von Queenstown nach Milford Sound kann bis zu sieben Stunden dauern. Entlohnt werden Sie mit einigen der malerischen Herr der Ringe Filmlocations, wie dem Fjordland um Te Anau und dem „Fangorn Forest“ bei Milford Sound.

Auf den britischen Dichter Rudyard Kipling soll Milford Sound einen so nachhaltigen Eindruck gemacht haben, dass dieser den Ort als das „achte Weltwunder“ bezeichnete -  obwohl es dort nahezu die Hälfte des Jahres regnet. Für Briten offenkundig kein Ausschlusskriterium.

13 / 16 | Tōge Fuji

Schöne Autostrecken: Touge zum Mount Fuji

Wo: Japan

Tokyo Drift? Angeblich liegt hier, auf diesen von Kirschblüten gesäumten Pässen (japanisch: Touge) hinauf zum heiligen Mount Fuji, der Ursprung des Driften, wie man ihn aus dem Motorsport kennt.

Ein Gruppe von Rennfahrern mit dem Namen Rolling Zoku begann in den 1960er Jahren die haarscharfen Kurven zum Zwecke des Trainings zu befahren - bis die ersten Reifen begannen ihre Haftung zu verlieren, und die Fahrer bemerkten, dass sich ihre Boliden in dieser Situation dennoch weiterhin lenken ließen. Wer es etwas langsamer angeht, der kann sich von der Panoramastraße aus an der atemberaubenden Aussicht und den Kirschblüte laben. Das ist vitalisierender als jede Tasse Grüner Tee.

14 / 16 | Transfogarasche Hochstraße

Schöne Autostrecken: Transfogarasche Hochstraße

Wo: Rumänien

Die „Straße in den Wolken“ wird diese Gebirgsstraße wegen der oftmals tiefhängenden Wolken auch genannt. Sie misst 90 Kilometer, der höchster Punkt ist der 2042 m hohe Bălea-Pass. Der Weg hinauf in die Karpaten führt über enge Kurven und offenbart ein wunderschönes Panorama aus Nadelwäldern und Berglandschaften.

Ein Kontrastprogramm zur Historie: Anfang der 1970er Jahre veranlasste Diktator Nicolae Ceaușescu den Pfad zu erweitern und zu asphaltieren. Die Verbindung der Region Transsilvanien (Siebenbürgen) mit der Walachei war eine militärstrategische Reaktion auf die sowjetische Invasion des Nachbarstaates Tschechoslowakei. Die Transfogarasche Hochstraße ist wegen schwiedriger Witterungsverhältnisse nur wenige Monate im Jahr geöffnet.

15 / 16 | Tremola

Schöne Autostrecken: Tremola

Wo: Schweiz

Vom relaxten Cruisen zu den Serpentinen der Schweizer Alpen. Die Strasse hinauf zum Gotthardpass wird seit 1977 nicht mehr als Hauptverkehrsachse benutz und steht mittlerweile unter Denkmalschutz. Wen 34 Kurven nicht abschrecken, der ist hier richtig. Wer einen schwachem Magen hat, der kann sein Auto in Andermatt abstellen und das alpine Panorama sitzend in einer der historischen Postkutschen an sich vorbei ziehen lassen. Reisedauer: einen Tag.

16 / 16 | Yungas Road

Schöne Autostrecken: Yungas Road

Wo: Bolivien

Da wird einem schon beim Hinsehen schlecht. Was macht der Fahrradfahrer dort?! Die Yungas Road trägt den Spitznamen El Camino de la Muerte, Straße des Todes. Sie ist 65 matschige Kilometern lang und manchmal erkennt man auf dem Weg Reifenspuren, die ins Leere führen.

Men’s Health rät jedem davon ab, diese Straße zu benutzen. Sogar den Haudegen von Top Gear stand der Angstschweiß auf der Stirn, obwohl entgegen bolivianischen Verkehrsrechts bergseitig links gefahren wird. Denn: Auf der Talseite geht es bisweilen 600 Meter in die Tiefe, auf der einspurigen Schotterstrecke gibt es keine Leitplanken, und wenn es nicht regnet, ist die Sicht verstaubt. Kurzum: Je näher der Fahrer am Abgrund sitzt, desto besser kann er den Abstand nach unten bei Gegenverkehr einschätzen. Der kleinste Fahrfehler und man gehört zu den jährlich 200 bis 300 Unfalltoten (BBC-Report).

1995 taufte die Interamerikanische Entwicklungsbank (IDB) den 1930 von Gefangenen aus Paraguay gebauten Weg zur „gefährlichsten Straße der Welt“. Seit 2006 existiert eine asphaltierte Umgehung. Aber Superlative bleiben selten lange unbesetzt: Die afghanische Kabul–Jalalabad Fernstraße über Gebirgspässe und scharfe Kehren ist das andere Trauerspiel von Afghanistan: Die vielen Unfalltoten zähle schon lange niemand mehr, berichtet die New York Times. Die Straße ist zwar asphaltiert, jedoch besitzen viele PKW und LKW-Fahrer keinen Führerschein . . .

 
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