Schlaflabor: Träumen hilft bei Traumata

Gönnen Sie sich bei Ärger eine Mütze Schlaf
Bei Sorgen am besten einfach mal eine Nacht drüber schlafen

Sorgen vertreiben über Nacht: Träume sollen uns helfen, schlechte Erinnerungen besser zu bewältigen

Wer träumt, kann Sorgen und schlechte Erlebnisse offenbar besser verarbeiten. So lautet jedenfalls das Ergebnis einer Studie der Berkeley University of California. Verantwortlich sei wahrscheinlich der so genannte REM-Schlaf. Er mache rund 20 Prozent des Schlafes aus und sei die Phase, in der wir am intensivsten träumen.

Die Forscher teilten 34 Probanden in zwei Gruppen auf. Die Teilnehmer betrachteten insgesamt 150 Bilder mit emotional aufgeladenen Motiven. Anschließend durfte eine Gruppe zunächst eine Nacht ruhig schlafen, die andere sah sich die Bilder ohne Nachtruhe ein zweites Mal an.

Mittels Magnetresonanztomographie untersuchten die Wissenschaftler die Hirnregionen der Tester. Diejenigen, die erst am nächsten Morgen den zweiten Bilddurchlauf hatten, zeigten in dem Bereich des Gehirns, das für die Emotionen zuständig ist, weniger Aktivität. Die Großhirnrinde – verantwortlich für rationales Denken – war hingegen in reger Aktion.

Offensichtlich konnten die aufwühlenden Eindrücke im Schlaf besser verarbeitet werden. Die Erklärung der Forscher: Während wir schlafen, schüttet das Mittelhirn eine niedrigere Menge des Stresshormons Noradrenalin aus. Der gedrosselte Pegel lässt uns Dinge offenbar gelassener verarbeiten, als im Wachzustand. Weitere Studien sollen nun zeigen, inwiefern sich Schlaf beispielsweise auf das Posttraumatische Stress-Syndrom auswirkt.

Sponsored SectionAnzeige