Überbeanspruchung: Training für den Penis?

Frage: Ich habe gehört, das bei häufigen (täglichen) langanhaltenden Erektionen die Penismuskulatur überlastet wird und im Laufe der Zeit an Kraft verlieren kann. Stimmt das?
M. B., Köln
Penis zu klein?
"Eine Schädigung der Muskulatur ist nur bei krankhaften oder künstlich hervorgerufenen Erektionen zu befürchten."

Unsere Antwort:

"Eine Schädigung der Muskulatur ist nur bei krankhaften oder künstlich hervorgerufenen Erektionen zu befürchten", sagt Dr. Haydar Karatepe, Facharzt für Männerheilkunde, Frankfurt. Männer, so Karatepe, die an Durchblutungsstörungen leiden, können durch Einspritzen eines gefäßerweiternden Medikamentes eine Erektion hervorrufen. Eine zu hohe Dosis kann zu einer verlängerten Erektion und in der Folge zu Sauerstoffmangel im Schwellkörper führen. Als Faustregel gilt daher: Die künstlich hervorgerufene Erektion sollte keinesfalls länger als vier Stunden anhalten. Krankhaft sind vom Mann unerwünschte, langanhaltende und schmerzhafte Erektionen, die nicht auf eine Stimulierung von außen zurückzuführen sind. Auch bei diesen kommt es zu einem gefährlichen Sauerstoffmangel im Schwellkörper. In diesem Fall sollten Sie unbedingt und schnell einen Arzt aufsuchen.

Bei Erektionen, die durch körperliche Erregung ausgelöst werden, sind keine negativen Folgen zu erwarten. Egal, ob die Erregung durch optische oder körperliche Stimulierung erfolgt: Die Zu- und Abfuhr von Blut und Sauerstoff regelt der Körper so, dass hierbei keine Nebenwirkungen auftreten. Dabei spielt es keine Rolle, wie häufig die Erektionen auftreten.

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