Workout-Check im Video: Training mit Powerbands im Test

Training mit Powerbands im Test
Video-Test: Powerbands, das wohl kleinste Gym der Welt

Bunte Powerbands sollten Kollege Thomas rundum fitter machen. Lesen und sehen Sie im Video, ob das geklappt hat

Puh! Noch nie ist es mir derart schwer gefallen, nur einen Fuß vor den anderen zu setzen. Alles brennt, jeder Schritt tut weh, mein ganzer Körper steht unter Spannung. Der Grund für dieses etwas andere Laufgefühl sind die 3 Gummibänder, die um meine Fuß-, Knie- und Handgelenke gespannt sind. Apropos – auch ich bin gespannt: Worauf habe ich mich beim Training mit den Powerbands bloß eingelassen?

Ziemlich unter Zugzwang
„Dies hier ist das wohl kleinste Gym der Welt“, sagt Coach Niko Schmitz. Aber damit meint der Mann nicht das Zanshin Dojo in Hamburg, wo wir trainieren, sondern 5 farbige Gummibänder in seiner Hand: 3 kurze, je eines in Gelb (leicht), Grün (mittel) und Blau (schwer), dazu 2 lange, die auch unterschiedlich Widerstand leisten. „Ob Ausdauer-, Koordinations-, Schnelligkeits- oder Krafttraining, Powerbands eignen sich für verschiedenste Trainingsziele“, sagt der Coach (www.valeo-studio.de). Meine persönlichen Ziele für heute: Schwitzen, Spaß haben – und eine knackige Ganzkörper-Einheit bis zum Ende durchziehen.

Fitter durch Fesseln
Schon nach knapp 10 Minuten habe ich das erste Ziel erreicht, denn das Training mit diesen Bändern schlaucht mehr, als ich dachte. Die Übungen sehen auf den ersten Blick gar nicht mal so schwer aus. Aber dass ich immer gegen die Zugkraft der Bänder arbeiten muss, macht es total anstrengend. Womit ich wieder am Anfang dieses Textes wäre. Die Herausforderung: vorwärts gehen. Klingt lächerlich einfach? Stimmt, aber mit je einem Band um Hand-, Knie- und Fußgelenk ist das megahart – irgendwie aber auch megaspaßig, denn ob Kniebeuge, Standwaage, Sprint oder Klassiker wie Bizeps-Curls und Trizepsstrecken: Die Bänder katapultieren jede Übung auf das nächsthöhere Level. Alles wird viel intensiver und macht mehr Spaß. Alles in allem also eine wirklich coole Nummer!

Endspurt mit Expansion
Nach knapp 45 Minuten kündigt Niko als Endspurt einen kurzen Zirkel an. Wie jetzt, noch mehr? Ich krieche doch schon auf dem Zahnfleisch! Aber egal – jetzt heißt es kämpfen! Von meinen Mitstreitern um mich herum wirft auch keiner das Handtuch. Noch mal 3 Übungen, jeweils 1 Minute Belastung, nur kurze Pausen, davon 2 Durchgänge. Das knallt, bringt mich an meine Grenzen. Fazit: Das Training ist extrem abwechslungsreich, es geht auf die Pumpe und fordert mich koordinativ ebenso wie kraft- und ausdauertechnisch. Es ist also genau das erhoffte knackige Ganzkörper-Training. Und normal zu laufen fühlt sich hinterher sooo leicht an ...

Übung 1 mit Powerbands
Übung 1 mit Powerbands

Zwei Top-Übungen mit Powerbands

Übung 1:
A.
Füße etwas weiter als schulterbreit. Sie stehen im langen Powerband, oben greifen Sie mit beiden Händen von unten ins Band. In die Knie gehen und das Band unter Spannung setzen.

B.  Richten Sie sich mit geradem Rücken auf, strecken Sie die Arme nach oben. Kurz halten, zurück in die Ausgangsposition.

Übung 2 mit Powerbands
Übung 2 mit Powerbands

Übung 2:
A. Das kurze grüne Band ums Fuß-, das blaue um das Kniegelenk legen. Das gelbe mit den Händen greifen, Daumen nach außen. In die Knie gehen. Alle Bänder stehen unter Spannung.

B. Knie nach innen drehen und zurück. Stets Spannung halten.

Training mit Powerbands im Test
Powerbands wirken als zusätzlicher Widerstand bei vielen Übungen

Powerbands: Außer Rand dank Band
So geht das Training mit Powerbands:
Die 5 Gummibänder wirken als zusätzlicher Widerstand bei vielen Übungen. Jede Einheit hat eine feste Reihenfolge, so dass der gesamte Körper trainiert wird: Aufwärmen, plyometrische Übungen, Schnellkraft, Kraftzirkel.

So lange dauertdas Training mit Powerbands: Eine Einheit dauert 45 bis 60 Minuten; Empfehlung: als Ergänzung zum Sportpensum 1-mal, als alleiniger Sport 3-mal pro Woche.

So viel kostetdas Training mit Powerbands: Die Kurse in lizenzierten Studios sind im Mitgliedsbeitrag enthalten. Powerbands für zu Hause kosten zirka 35 Euro (www.letsbands.com).

Spaß  ★ ★ ★ ★ ★    
Muskeln  ★ ★ ★ ✩ ✩
Koordination  ★ ★ ★ ★ ✩    
Ausdauer  ★ ★ ★ ★ ✩

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