Energiespender: Traubenzucker sinnvoll?

Frage: Ich spiele Fußball im Verein. Ist es da ratsam, in der Spielpause aufgelösten Traubenzucker zu sich zu nehmen? Angeblich soll das die Kohlenhydratspeicher schonen, so dem Leistungstief in der zweiten Halbzeit vorbeugen
Marius Seifert, per E-Mail
Vorsicht: Zu viel Traubenzucker kann sich der Effekt umkehren
Das beste Rezept für den Energiehaushalt: Fruchtsaftschorle zu gleichen Teilen

Unsere Antwort:

Zucker ist grundsätzlich richtig. Doch Vorsicht: Nehmen Sie zu viel von dem süßen Stoff auf, kann sich der Effekt umkehren. Wenn nämlich der Blutzuckerspiegel über Normal steigt, wird Insulin ausgeschüttet und Blutzucker zu den Muskeln transportiert.

Dies kann im Extremfall sogar den Pegel unter den normalen Stand senken, eine so genannte reaktive Hypoglykämie tritt ein. "Sie sollten keine Nahrung mit einem Kohlenhydratgehalt von mehr als acht Prozent aufnehmen. Und pro Liter Flüssigkeit dürfen nicht mehr als 60 Gramm Zucker enthalten sein", rät Günter Wagner, Diplom-Ökotrophologe am Institut für Sporternährung in Bad Nauheim. Das heißt konkret: Am besten Fruchtsaftschorle im Verhältnis 1:1, also nicht mehr Saft als Wasser und keinesfalls Fruchtsaft pur. Optimal sind 0,3 bis 0,5 Liter.

Zum Essen gibt’s eine Banane oder einen Fruchtriegel. Wenn Sie allerdings doch lieber reinen Traubenzucker (beispielsweise in Form von Dextro Energen) einnehmen möchten, dann zweimal ein halbes Täfelchen, dazwischen eine kurze Pause einlegen.

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