In der Welt der Lagerfelds: Traumberuf Modedesigner

Wie wird man eigentlich Mode-Designer? Ganz einfach: Zunächst geht man zur Schule, dann entwirft man seine erste Kollektion

Auch Karl Lagerfeld hat mal klein angefangen, mögen sich viele angehende Modedesigner sagen. Doch auch wer es nicht nach Paris schafft, kann als Modeschöpfer ein kreatives UND gesichertes Leben führen. In drei Stufen zeigen wir Ihnen, wir man vom Studenten zum Mode-Designer mit eigener Kollektion wird.

Nachwuchsdesignerin Bentje Graumann

DAS STUDIUM
Früher wollte Bentje Wirtschaftsprüferin werden – heute will sie Mode erschaffen
"Ich muss nicht als Designerin weltberühmt und reich werden, glücklich aber schon", sagt Bentje. Bentje Graumann ist 22, Hamburgerin und studiert im dritten Semester an der Akademie Mode und Design (AMD) in ihrer Heimatstadt. Lange ist das noch gar nicht ihr Traumberif. Anfangs wollte sie Steuerberaterin werden. Dann Maskenbildnerin, dann Friseurin, und dann einmal sogar Wirtschaftsprüferin.

Und warum jetzt auf einmal Modedesignerin? "Ich wollte das Handwerkliche und Kreative mit einem logischen und mathematischen Bereich kombinieren", sagt Bentje. "Modedesign hat diese Bereiche am besten miteinander verknüpft. Es ist einfach ein Mix aus allem". Hier prallen für sie Handfertigkeit, Design und Schnitttechnik aufeinander.

Nach einem viermonatigen Vorbereitungsstudium an der AMD und einem Praktikum bei einer Designerin, fing sie mit dem Studium an. Die Entscheidung bereut sie bis heute nicht. „Ich bin zufrieden mit meiner Uni". Ihre Zukunftsziele sind ebenso klar wie ihr ganzes Auftreten. "Ich muss nicht die Laufstege der Welt erobern. Was zählt ist, dass ich zufrieden mit meiner Arbeit bin".

Entwürfe von Bentje Graumann
Entwurf von Bentje Graumann

Konkurrenz gehört dazu
Die Branche bringt es mit sich, das Konkurrenz und Eifersucht nicht selten vorkommen. "Natürlich will jeder besser sein als der andere", sagt Bentje, relativiert dieses Verhalten aber gleich: "Konkurrenz gehört schon dazu, um sich selbst zu motivieren und um sein Bestes zu geben. Ich verstehe mich aber mit meinen Kommilitonen sehr gut, wir sind ein eingespieltes Team."

Viele Nachwuchsdesigner, legen sich schon während der Studienzeit fest, ob sie später Damen-, Herren- oder Kindermode entwerfen. Bentje dagegen kann sich vorstellen, in allen Bereichen zu arbeiten – obwohl sie sehr unterschiedlich sind. "Jeder Bereich hat unterschiedliche Ansprüche, die mich reizen. Daher kann ich mich jetzt noch nicht konkret festlegen."

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