Ist was dran?: Trinkmythen auf dem Prüfstand

Lecker, die zwei Süßen!
Erst Kirschen, dann Wasser – für <br /> einen sensiblen Magen tabu

Durst ist schlimmer als Heimweh. Trotzdem sollten Sie nicht blindlings drauflostrinken. Die gängigsten Mythen im Check

Bier auf Wein, lass es sein
Falsch! Alkohol immer in Maßen genießen, die Reihenfolge ist egal. Bier hat allerdings weniger Alkohol als Wein (4 Gramm pro 0,1 Liter, Wein 10 Gramm) und löscht Durst besser. Durstig Wein zu trinken ist nicht ungefährlich.

Bloß kein Wasser nach frischem Obst
Richtig! Für sensible Mägen ist die Kombi aus frisch gepflücktem Steinobst (Pflaumen, Kirschen …) und Wasser tabu. „Die Schale ist mit Keimen belastet“, so Hanna-Kathrin Kraibek, Ernährungswissenschaftlerin aus Münster. Wasser treibt Gärungsprozesse voran, senkt die Konzentration der Magensäure. Folgen: Übelkeit, Blähungen, Durchfall. Also: Obst gut waschen, abtrocknen, nur in Maßen verdrücken.

Red Bull verleiht Ihnen Flügel
Falsch! Energy-Drinks protzen mit viel Zucker sowie Farb- und Aromastoffen. Der Koffeingehalt ist jedoch gering, die Wirkung des Fitmachers Taurin wissenschaftlich nicht erwiesen. Effektiver ist ein Tässchen Kaffee.

Niemals mit Milch Pillen schlucken
Richtig! „Milch ist kein Getränk, sondern ein Lebensmittel. Sie ist schwer verdaulich, liegt entsprechend länger im Magen als andere Flüssigkeiten“, sagt die Ernährungswissenschaftlerin Christine Krebs aus Ingolstadt. Die Wirkung von mit Milch eingenommenen Medikamenten verzögert sich oder wird beeinträchtigt.

Nach dem Sport etwas Kaltes trinken
Falsch! „Das bringt überhaupt nichts“, sagt Expertin Christine Krebs. Flüssigkeit geht vom Magen aus nur dann in den Darm, wenn sie Körpertemperatur hat. Ist das Getränk zu kalt, muss Ihr erhitzter Body den Temperaturunterschied erst mal ausgleichen. Das verzögert die Flüssigkeitszufuhr. Mögliche Folgen sind Krämpfe, Kraftlosigkeit und Konzentrationsstörungen. Besser: Getränke in Zimmertemperatur genießen, dabei langsam und in kleinen Schlucken trinken. Mehr als 800 Milliliter pro Stunde kann Ihr Magen nicht aufnehmen.

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