Allergie-Tipps: Tropfen mit Langzeitwirkung

Das häufigste Symptom

Wer zur langfristigen Behandlung Anti-Allergie-Spritzen vermeiden will: In einigen Ländern, etwa Großbritannien, schwört man auf die sublinguale Immuntherapie, kurz: SLIT (www.sublinguale-immuntherapie.info).

Drei Jahre lang muss der Patient SLIT-Tropfen einnehmen (täglich unter die Zunge träufeln). Der physiologische Effekt ist dem der Spritzen ähnlich: Wenn man dem Körper immer wieder geringste Mengen des Allergieauslösers (so genanntes Allergen) zuführt, baut er eine natürliche Resistenz auf. Diesen Prozess nennt man Hyposensibilisierung (früher auch Desensibilisierung).

Als Forscher am Imperial College of Medicine in London kürzlich 22 klinische Tests überprüften, stellten sie fest, dass die Behandlung mit SLIT-Tropfen durchschnittlich zu einem 34-prozentigen Rückgang der Symptome führte. Und die Tropfen senken zudem den Bedarf nach weiterer medikamentöser Behandlung in signifikantem Maße. In Deutschland kommt die sublinguale Immuntherapie hauptsächlich bei Kindern und Jugendlichen zur Anwendung, hat allerdings auch unter erwachsenen Allergiepatienten ihre Anhänger. In besonders schweren Fällen reicht ihre Wirkung aber häufig nicht aus.

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