Fettleibigkeit: Übergewicht größtes Gesundheitsrisko in Europa

Europas Bürger werden immer dicker
Wenn Europäer auf die Waage steigen, zeigt sich oft ein klares Ergebnis: Übergewicht

In der EU verbindet uns nicht nur die Währung, sondern auch die Wampe – über ein Viertel der Männer leidet unter Übergewicht

Zu viel Schnitzel, Pasta und Gyros: so lecker diese Länderspezialitäten auch sind – sie machen Europa dick. Ein Viertel der europäischen Männer und jede vierte europäische Frau leiden unter Übergewicht. Fettleibigkeit ist so in den letzen 20 Jahren zum Krankmacher Nummer eins auf dem Kontinent geworden, teilte die Europäische Kommission mit.

Demnach hat sich die Zahl der Übergewichtigen in den letzen zwei Jahrzehnten verdreifacht. Nach einer Meldung der Agentur Reuters sprechen Experten hier von einer Art Epidemie, die sich über Europa ausbreitet.

Eine teure Entwicklung: Die Behandlung von Krankheiten, die durch Übergewicht ausgelöst werden – beispielsweise Bluthochdruck oder Herzprobleme – verursacht zunehmende Kosten für das Gesundheitssystem. Und auch die Wirtschaft leidet: Dicke Arbeiter sind häufiger krank und können ihre Aufgaben nicht angemessen erledigen. Das bremst die wirtschaftliche Entwicklung der Staaten, so die Experten.

Europaweit sind die deutschen Männer allerdings nicht die dicksten. Den Spitzenplatz belegen hier die Tschechen knapp vor den Griechen.

Kampagne gegen dicke Kinder
Um diesen Trend aufzuhalten, müssen vor allem die Kinder für eine gesunde Ernährung und Sport begeistert werden. Untersuchungen der EU haben ergeben, dass bereits heute drei Millionen europäische Schulkinder unter Fettleibigkeit leiden – jährlich kommen fast 100.000 neue hinzu. Gemeinsam mit dem Fußballverband UEFA hat die EU eine Kampagne gestartet, die Erwachsene und Kinder zu mehr Bewegung motivieren soll.

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