Sportler-Heimweh

Von wegen neues Stadion, neues Glück: Amerikanischen Erkenntnissen zufolge büßen Sportteams rund ein Viertel ihres Heimvorteils ein, wenn sie umziehen.

Forscher von der California Polytechnic State University hatten die Leistungen von 17 Baseball-, Basketball- und Eishockey-Teams analysiert, die in neue Stadien umgezogen waren. In der ersten Spielsaison nach dem Umzug hätten alle Mannschaften deutlich an Heimstärke eingebüßt, berichtet das „Journal of Sports Science“. Im Schnitt sei die Leistung um 24 Prozent zurück gegangen.

Ohne Heimatgefühle weniger Hormone
Über die Gründe wird noch diskutiert: Die Anzahl der Zuschauer spielt nach Ansicht der Forscher keine Rolle. Verantwortlich für die Umzugs-Schlappe seien vermutlich der ungewohnte neue Untergrund und die veränderte Größe des Stadions.

Schuld könnte aber auch der Testosteronspiegel der Spieler sein: Der nämlich steige bei Heimspielen deutlich stärker an als bei Auswärtsspielen, berichtet das Magazin „New Scientist“. Fühle sich ein Team also im neuen Stadion noch nicht heimisch, sei der Testosteronspiegel der Spieler niedriger. Das Ergebnis: Die Sportler bleiben weniger am Ball.

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