Jean Reno rechnet ab: Unser Filmtipp "22 Bullets"

Die Filmtipps der Redaktion

Der coole Killer ist zurück: Jean Reno spielt in "22 Bullets" einen Mafiapaten auf Rachefeldzug – und das wieder einmal gekonnt souverän und wortkarg

Kaum jemand kann geradlinige und knallharte Krimis so konsequent umsetzen wie Produzent und Regisseur Luc Besson (Nikita, Das fünfte Element). "22 Bullets" ist ein weiteres Beispiel aus der Actionfilmschmiede des Franzosen. Zwar schaffen es viele seiner Filme in Deutschland nicht mehr ins Kino, da das Angebot an Rache-Storys mit eiskalten Killern oder Cops groß und meistens nur von durchschnittlicher Qualität ist. "22 Bullets" ist dennoch eine Ausnahme. Schuld daran sind die Schauspieler-Größen Jean Reno (Léon – der Profi (1994)) und Kad Merad (Willkommen bei den Sch’tis (2008)), die auch hier wieder durchweg überzeugen und aus einem klassischen Rachefeldzug-Drama einen richtig coolen Action-Thriller machen.

Die Story:
Charly Matteï (Reno) hat sich aus dem Mafiageschäft in Marseille zurückgezogen. Trotzdem wird er von einem achtköpfigen Killerkommando überfallen und mit 22 Kugeln durchlöchert. Der Täter: Charlys ehemaliger Partner und Jugendfreund Tony Zacchia (Kad Merad). Doch Charly überlebt schwerverletzt und muss bald einsehen, dass er mit seiner Strategie des Gewaltverzichts sich und seine Familie nicht schützen kann.

Cool wie einst in "Léon – der Profi"
"22 Bullets" ist ein geradliniger und stellenweise brutaler Genrefilm. Darüber hinaus gibt’s nicht viel Neues: die Handlung ist wenig überraschend, ebenso wie der Ausgang des Thrillers. Es ist der typische Konflikt zwischen einem ehrenhaften Gangster mit Kodex und einem skrupellosen Mafiosi ohne moralische Bedenken. Das allein reicht leider nicht. Doch Merad als stotternder Hypochonder und vor allem Reno als wortkarger Rächer lohnen den Kinobesuch. Allein Jean Renos Präsenz – cool, souverän, lakonisch wie einst in "Léon – der Profi" – trägt den Film. Und das reicht für einen gelungenen Kinoabend allemal.

22 Bullets (Frankreich 2010)
Regie: Richard Berry
Drehbuch: Eric Assous, Richard Berry, Mathieu Delaporte, Alexandre de La Patellière, Franz-Olivier Giesbert (Buchvorlage)
Darsteller: Jean Reno, Kad Merad, Richard Berry, Gabriella Wright
Länge: 117 Minuten
Start: 2. Dezember 2010

Sponsored SectionAnzeige