Vom Pizzaboten zum Bankräuber: Unser Filmtipp "30 Minuten oder weniger"

Zwei Möchtegernganoven zwingen einen Pizzalieferanten, für sie Geld zu klauen. Wir verraten, ob
Trailer zum Film "30 Minuten oder länger"

Zwei Möchtegernganoven zwingen einen Pizzalieferanten, für sie Geld zu klauen. Wir verraten, ob "30 Minuten oder weniger" Ihnen auch noch die Zeit stiehlt

Wenn man dringend Geld braucht, beispielsweise um einen Auftragskiller anzuheuern, denken vermutlich nur sehr unterbelichtete Gangster daran, mal eben eine Bank auszurauben. Oder besser: ausrauben zu lassen. Und zwar von einem nichtsahnenden Pizzalieferanten, den man entführt und per Bombengürtel mit Zeitzünder gefügig macht. Regisseur Ruben Fleischers (Zombieland, 2009) neuer Film30 Minuten oder weniger ist daher nicht ganz ernst zu nehmen. Fragen zur Logik oder Handlung sollten Sie besser nicht stellen, denn sonst macht die etwas durchgeknallte Bankraub-Action-Komödie nur halb so viel Spaß.

Nick (Jesse Eisenberg, links) und sein Kumpel Chet (Aziz Ansari) müssen eine Bank ausrauben
Nick (Jesse Eisenberg, links) und sein bester Kumpel Chet (Aziz Ansari) werden gezwungen, eine Bank ausrauben

Die schräge Story: Nick (Jesse Eisenberg) ist Pizzabote und liefert in 30 Minuten oder weniger. Dwayne (Danny McBride) und Travis (Nick Swardson), zwei zurückgebliebene Kleinkriminelle, sind beindruckt, kidnappen Nick bei einer Liefertour und schnallen ihm eine Bombe mit Zeitzünder um die Hüfte. Ihr Ziel: Nick soll für sie eine Bank ausrauben, damit sie mit dem erbeuteten Geld einen Killer anheuern können, um Dwaynes steinreichen Vater aus dem Weg zu räumen. Klingt wirr? Es wird noch besser: Während Nick zusammen mit seinem besten Kumpel Chet (Aziz Ansari) in den nächsten Supermarkt fährt, um sich mit einem "Bankraub-Kit für Anfänger" auszustatten, träumt Schmalspurganove Dwayne schon davon, mit seinem Erbe in spe ein Sonnenstudio-Bordell zu eröffnen.

Die unterbelichteten Ganoven Dwayne (Danny McBride) und Travis (Nick Swardson) erpressen einen Pizzaboten
Brauchen dringend Geld: Dwayne (Danny McBride) und Travis (Nick Swardson) lassen eine Bank ausrauben

Klar, die Handlung ist aberwitzig und unlogisch. Dennoch funktioniert die rasant inszenierte Mischung aus Action und Klamauk recht gut – trotz einiger kleiner Hänger. Das Tempo stimmt meistens und auch ein Großteil der Gags zündet. 30 Minuten oder weniger erinnert ein bisschen an Actionkomödien der 80er: Damals hat es schon ausgereicht, dass ein talentierter Komiker ein paar flotte Sprüche zu einer absurden, aber halbwegs rasanten Story ablässt, um für gute Kinounterhaltung zu sorgen (siehe: Beverly Hills Cop (1984)).

Fazit:30 Minuten oder weniger ist bei weitem kein Meisterwerk, sondern eher eine durchschnittliche Buddy-Komödie. Aber immerhin: witzig, kurzweilig und perfekt geeignet für das nächste Treffen mit dem besten Kumpel.

30 Minuten oder weniger (USA 2011)
Regie:
Ruben Fleischer
Drehbuch: Michael Diliberti, Matthew Sullivan
Darsteller: Jesse Eisenberg, Aziz Ansari, Danny McBride, Nick Swardson
Länge: 83 Minuten
Start: 24. November

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