Western von Morgen: Unser Filmtipp "Cowboys & Aliens"

Die Filmtipps der Redaktion

In "Cowboys & Aliens" brennt eine Bande Revolverhelden garstigen Außerirdischen eins auf den Pelz. Knaller oder Schuss in den Ofen? Wir verraten’s

Ein Mann wacht 1873 mitten in der Wüste auf. Ohne Erinnerung, ohne Schuhe, aber mit einem seltsam futuristischen Armband am Handgelenk. Was dann folgt, ist wohl eines der absurdesten Genre-Crossover der Filmgeschichte. Denn "Cowboys & Aliens" hält, was der Titel verspricht: Ein Haufen Revolverhelden brennen garstigen Außerirdischen eins auf den Pelz. Ein großartig grummeliger Harrison Ford und ein gewohnt einsilbiger Daniel Craig lassen dabei ordentlich die Colts rauchen. Fragen? Sollten Sie am besten nicht stellen. Denn nur dann macht der Sci-Fi-Western-Mix auch Spaß.

Darum geht’s:
Ein gedächtnisloser Revolverheld (Daniel Craig) mit einer metallenen Apparatur am Arm landet im kleinen Wüstenstädtchen Absolution in Arizona. Dort stellt sich heraus, dass der Fremde der gesuchte Ganove Jake Lonergan ist, worauf ihn der dortige Sheriff erst mal festsetzt. Als Lonergan den Bundesbehörden übergeben werden soll, ballert eine Staffel Ufos die Stadt in Brand und entführt auch noch dessen Bewohner. Das lassen sich die gestandenen Cowboys allerdings nicht bieten und reiten am nächsten Morgen los, um die Gefangenen zu befreien und die fiesen Aliens in die Flucht zu schlagen. Mit dabei: Der herrische Rinderbaron Woodrow Dolarhyde (Harrison Ford), die undurchschaubare Ella (Olivia Wilde) und Lonergan, dessen mysteriöses Armband sich als nützliche Laserkanone entpuppt.

Volltreffer aus der Klischeekiste
So skurril und innovativ die Film-Idee zunächst klingt, neu ist sie dennoch nicht. Wie so viele Blockbuster-Produktionen der letzten Jahre basiert auch "Cowboys & Aliens" auf einem Comic. Regisseur Jon Favreau ("Iron Man" (2008)) bedient sich bei der Kinoadaption bei vielen Film-Klassikern ("Aliens" (1986), "Spiel mir das Lied vom Tod" (1968)), aber auch reichlich aus der Klischeekiste der zwei Genres. Das funktioniert durchweg gut, allerdings hätte der Film an einigen Stellen etwas mehr Humor vertragen können. Fazit: Charmante Nebenrollen (Sam Rockwell als moralischer Saloonbesitzer), packende Actionszenen und ordentlich Testosteron – "Cowboys & Aliens" ist zwar eine vorhersehbare Mischung, die sich aber zumindest fürs kurzweilige Sommerkino als Volltreffer entpuppt.

Cowboys & Aliens (USA 2011)
Regie: Jon Favreau
Drehbuch: Roberto Orci, Alex Kurtzman, Damon Lindelof, Mark Fergus, Hawk Ostby, Scott Mitchell Rosenberg (Comic-Vorlage)
Darsteller: Daniel Craig, Harrison Ford, Olivia Wilde, Sam Rockwell
Länge: 118 Minuten
Start: 25. August

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