Abschied aus Mittelerde: Unser Filmtipp „Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere“

Im Finale von Peter Jacksons Hobbit-Trilogie geht’s noch mal richtig zur Sache. Die Fantasy-Verfilmung ist zwar kein großes Erzählkino, aber immerhin das Action-Highlight des Jahres

Es ist geschafft. Mit Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere hat Regisseur Peter Jackson J.R.R. Tolkiens berühmte Mittelerde-Romane (Der Herr der Ringe und Der kleine Hobbit) nun komplett auf die Leinwand gebracht. Dabei ist zwar aus dem beliebten Kinderbuch Der kleine Hobbit mit knapp 400 Seiten ein episches, sehr düsteres Action-Spektakel geworden. Auch dass der Stoff für 3 Kinofilme mit insgesamt über 8 Stunden Laufzeit eigentlich zu wenig hergibt, ist nicht weiter schlimm. Die relevante Frage ist: Soll ich mir das Hobbit-Finale wirklich im Kino ansehen? Die Antwort: Auf jeden Fall! Denn der Film setzt wie seine 2 Vorgänger Maßstäbe in Sachen Fantasy und Action. Trotz fast 2,5 Stunden ist Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere keine Sekunde zu lang. Action, Kämpfe und Schlachten sind derart halsbrecherisch und atemberaubend inszeniert, dass man die fehlende Story locker übersieht.

Der Zauberer Gandalf (Ian McKellen) versucht die Schlacht vor den Toren der Zwergenstadt zu verhindern
Der Zauberer Gandalf (Ian McKellen) versucht die Schlacht vor den Toren der Zwergenstadt zu verhindern

Darum geht’s in Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere: Der Zauberer Gandalf (Ian McKellen) ist mit 13 Zwergen und dem Hobbit Bilbo Beutlin (Martin Freeman) unterwegs zu einer verwüsteten Zwergenstadt tief in einem Berg, um einen Zwergenschatz vom Drachen Smaug zu klauen. Allerdings ist Smaug hellwach und macht nicht nur Bilbo und den Zwergen zu schaffen, sondern verwüstet auch die nahegelegene Seestadt der Menschen. Im Berg verfällt Zwergenanführer Thorin (Richard Armitage) einem mörderischen Besitzwahn des im Berg gelagerten Goldes. Und vor dem Berg treffen Armeen der Elfen, Menschen und Zwerge ein, um Anspruch auf die Reichtümer zu stellen. Das Problem: Ein riesiges Ork-Heer ist auf dem Weg, um alle zu vernichten.

Action ohne Unterlass: Der Drache Smaug verwüstet schon nach wenigen Sekunden die Seestadt der Menschen
Action ohne Unterlass: Der Drache Smaug verwüstet schon nach wenigen Sekunden die Seestadt der Menschen

Bombast-Action ohne Unterlass
Regisseur Peter Jackson kommt in Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere ohne Umschweife zur Sache, lässt es schon nach wenigen Sekunden mit dem Drachenangriff auf die Seestadt so richtig krachen. Und diese Tempo hält er bis kurz vor Ende, bis zu den obligatorischen Abschiedsszenen, knallhart durch: Riesige Armeen, die aufeinander prallen, spektakuläre Zweikämpfe mit Schwert und Axt, brennende Städte, überall surrende Pfeile, umwerfende Spezialeffekte. Das macht selbst in 3D einiges her. Plus: Der dritte Hobbit-Film endet jetzt exakt dort, wo die Herr der Ringe-Trilogie beginnt. Eine gute Gelegenheit, noch einmal die DVD-Box mit Jacksons Fantasy-Meisterwerken von 2001 bis 2003 aus dem Schrank zu holen…

Fazit:Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere ist kein großes Erzählkino. Denn außer 2 Schlachten, ein paar Kämpfen und einem Epilog gibt es nicht viel zu erzählen. Der Film weiß jedoch mit spektakulären Schauwerten und Bombast-Effekten zu begeistern. Für Action-Fans ist Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere schlichtweg das Highlight des Jahres.

Der Hobbit – Die Schlacht der fünf Heere (USA, Neuseeland 2014)
Regie:
Peter Jackson
Drehbuch: Fran Walsh, Philippa Boyens, Peter Jackson, Guillermo del Toro
Darsteller: Ian McKellen, Martin Freeman, Richard Armitage, Orlando Bloom, Lee Pace
Länge: 144 Minuten
Start: 10. Dezember 2014

Seite 2 von 32

Sponsored SectionAnzeige