Shrek in der Midlife-Crisis: Unser Filmtipp "Für Immer Shrek"

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In "Für immer Shrek" hat der grüne Oger keine Lust aufs Windelwechseln und darf sich noch einmal über Märchen & Co. lustig machen. Ein Filmtipp, der für Lacher sorgt

Shrek ist in Teil 4 in der ganz normalen Familienhölle angekommen. Windelwechseln, Kinder füttern, einkaufen. Das sind die Probleme des modernen Mannes/Ogers. Abgesehen davon bietet Dreamworks Animationsabenteuer allerdings nicht viel Neues. Zum Glück ist es nicht so erschreckend lahm wie sein Vorgänger "Shrek der Dritte". Denn frech und originell geht’s in "Für immer Shrek" immer noch nicht zu, aber zumindest sorgen Slapstick und Situationskomik wieder für ein paar unterhaltsame Schmunzler. Richtig punkten kann der Film nur mit seinen 3D-Effekten.

Der ganz normale Elternzeit-Wahnsinn
Nach der Drehbuch-Sackgasse Familienleben in Teil 3, konnte nur ein radikaler Schritt die Geschichte noch einmal beleben. Den gibt’s jetzt in Form eines Zeitsprungs: Shrek befindet sich in der Midlife-Crisis, sein harmonisches Dasein mit seiner Familie geht ihm auf die Nerven. Rumbrüllen und Bauern erschrecken? Fehlanzeige. Stattdessen muss er den Müll rausbringen und volle Windeln wechseln. Der ganz normale Elternzeit-Wahnsinn. Gefrustet schließt er einen Pakt mit Rumpelstilzchen, der Shrek in ein Paralleluniversum befördert. Dort werden Oger gejagt, Rumpelstilzchen ist König, der gestiefelter Kater hat ein paar Kilo zu viel auf den Rippen und ach ja: Shrek hat nur eine Nacht Zeit, den Spuk zu beenden und sich von Fiona küssen zu lassen. Die ist allerdings die knallharte Anführerin einer Oger-Bande und hat ganz andere Sorgen.

"Für immer Shrek" setzt trotz brisanter Familienthematik auf Action und 3D-Verfolgungsjagden. Das ist ok, macht aber aus dem ursprünglich intelligenten Erwachsenenkino (Teil 1 und 2) einen typischen Animationsspaß für die ganze Familie. Ironischerweise ist dies genau die Herangehensweise, über die sich die ersten Filme so herrlich lustig gemacht haben. Fazit: Unterhaltsamer 3D-Spaß für verregnete Wochenenden.

Für immer Shrek (USA 2010)
Regie: Mike Mitchell
Buch: Josh Klausner, Darren Lemke
Sprecher: Sascha Hehn, Esther Schweins, Benno Fürmann, Bernhard Hoëcker
Länge: 93 Minuten
Start: 30. Juni 2010

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