Irrenhaus Hollywood: Unser Filmtipp "Hail, Caesar!"

In „Hail, Caesar!“ huldigen die Gebüder Coen der Filmbranche in den 50ern
Trailer zur Komödie "Hail, Caesar!"

In „Hail, Caesar!“ huldigen die Gebüder Coen der Filmbranche in den 50ern. Mit Tanzmatrosen, Synchronschwimm-Diven und herrlich dekadenten Superstars. Ein Riesen-Spaß!

Hollywood war und ist eine herrlich absurde Scheinwelt. Das ist kein großes Geheimnis. Wie absurd es in den 50er-Jahren hinter den Kulissen der großen Studios zuging, zeigen die Gebrüder Ethan und Joel Coen  jetzt in Hail, Caesar!. Darin darf sich eine ganze Armada an Megastars in knallbunten Studiokulissen mal richtig zum Deppen machen. Scarlett Johansson plantscht als zickige Badenixen-Diva im Meerjungfrauenanzug zwischen Dutzenden Synchronschwimmerinnen durch einen überdimensionierten Pool. Channing Tatum hopst und steppt sich als Tanzmatrose durch die Barkulissen. Und immer wieder stolpert ein leicht begriffsstutziger George Clooney im Römer-Lendenschurz mit Zahnpastagrinsen durch eine Strandvilla in Malibu. Das ist alles furchtbar lustig. So lustig, dass kaum auffällt, dass es eigentlich gar keine Story gibt. 

Produktionschef Eddie Mannix (Josh Brolin) sucht für  Schwimmfilmstar DeeAnna (Scarlett Johansson) einen Ehemann
Troubleshooter Mannix (Josh Brolin) sucht für Schwimmfilm-Diva DeeAnna (Scarlett Johansson) einen Ehemann

Darum geht’s in Hail, Caesar!:

Eddie Mannix (Josh Brolin) ist 1951 ist Produktionschef eines großen Filmstudios. Sein Job: die Traumfabrik am Laufen halten. Er kümmert sich darum, dass die Klatschkolumnisten zufrieden sind, der schnöselige Regisseur eines anspruchsvollen Liebesdramas einen Cowboystar als Hauptdarsteller akzeptiert und der unverheiratete schwangere Schwimmfilmstar keinen Skandal verursacht. Mannix‘ größte Baustelle: Kurz vor Drehschluss des monumentalen Sandalenfilms „Hail, Caesar!“ wird Hauptdarsteller und Kassenmagnet Baird Whitlock (George Clooney) von einer mysteriösen Gruppe namens „Die Zukunft“ gekidnappt. Jetzt muss Mannix 100.000 Dollar Lösegeld besorgen.

Channing Tatum hopst und steppt sich als Tanzmatrose durch die Barkulissen
Channing Tatum hopst und steppt sich als Tanzmatrose durch die Barkulissen

Ein Irrenhaus voller liebenswerter Trottel

Hollywood ist in Hail, Caesar! eine Art Irrenhaus voller liebenswerter Trottel. Alles hier ist grellbunt, nicht nur das Haar von Badenixe Scarlett Johansson und das Kostüm von Klatschkolumnistin Tilda Swinton. Zwischendrin gibt’s gelungene Seitenhiebe auf Filmbranche, Kapitalismus, Kommunismus und Kunst. Einziges Problem: Handlung? Spannung? Fehlanzeige. So bleibt Hail, Caesar! eine sehr witzige und unterhaltsame Anekdotensammlung, die in seinen besten Momenten an die skurrilen Sketche von Monty Python erinnert.

Fazit:Hail, Caesar! ist eine herrlich komische und charmante Hommage ans Kino der 50er. Es gibt zwar keine nennenswerte Story, aber viel zu lachen.

Hail, Caesar! (USA/Großbritannien 2016)

Regie:

Ethan Coen, Joel Coen

Drehbuch:

Ethan Coen, Joel Coen

Darsteller:

Josh Brolin, George Clooney, Scarlett Johansson, Channing Tatum, Tilda Swinton, Ralph Fiennes

Länge: 

106 Minuten

Start: 

18. Februar 2016

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