Harry Potter wärmt sich fürs Finale auf: Unser Filmtipp "Harry Potter 7"

Die Filmtipps der Redaktion

Der Abschluss der Harry Potter-Reihe kommt in zwei Teilen ins Kino – wir verraten, ob das erste Häppchen Lust auf mehr macht

Da ist er nun endlich, der lang ersehnte siebte Film über den berühmtesten Zauberschüler der Welt. Und alle Fans, welche die Wälzer von J.K. Rowling in- und auswendig kennen, werden auf ihre Kosten kommen. Denn immerhin nehmen sich die Macher um Regisseur David Yates (war auch schon für die Teile 5 und 6 verantwortlich) diesmal gleich zwei abendfüllende Streifen Zeit, um den siebten Potter-Roman zu verfilmen – und können so jedes noch so kleine Detail aus den Bücher auf die Leinwand transportieren. Hört sich ja an sich nicht schlecht an. Doch zieht diese Strategie "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1" auch tierisch in die Länge, und alle, die sich nicht unbedingt als Potter-Jünger bezeichnen würden und einfach nur Lust auf gute Kinounterhaltung haben, werden sich langweilen.

Alles wie immer
Die Story müsste eigentlich, schließlich bietet sie ja Stoff für zwei Teile, sehr komplex und kompliziert sein – aber eigentlich ist alles wie immer. Harry kämpft gegen den bösen Lord Voldemort und wird dabei vom etwas schussseligen Ron und dem hellen Köpfchen (böse Zungen würden Klugscheißerin sagen) Hermine begleitet. Das Trio macht sich diesmal auf die Suche nach den "Horkruxen", Gegenständen mit Voldemorts Seele – während dieser dabei ist, sich den mächtigsten Zauberstab überhaupt, eines der drei "Heiligtümer des Todes", zu besorgen.

So weit, so gut. Nur leider läuft das Ganze recht monoton ab: Harry, Ron und Hermine laufen, zelten, zaubern und diskutieren hier, laufen, zelten, zaubern und diskutieren da – und das gefühlte 50-mal. Die Action- und sehr düster inszenierten Gruselszenen zwischendurch sorgen zwar für den ein oder anderen spannenden Moment, insgesamt kommt der Film aber sehr zäh daher. Die drei Protagonisten agieren gewohnt solide, nur Daniel Radcliffe bleibt als Harry auch diesmal wieder etwas blass und fällt vor allem gegenüber Hermine-Darstellerin Emma Watson ab.

Fazit: Harry Potter-Fans werden diesen ersten Teil des großen Finales mögen, schließlich ist er detailverliebter als alle bisherigen Verfilmungen – was diesen Streifen auf der anderen Seite sehr langatmig und gerade für die Kinogänger, die die Bücher nicht gelesen haben, nur schwer erträglich macht.

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 1 (USA/ GB 2010)
Regie: David Yates
Drehbuch: Steve Kloves nach dem Roman von J.K. Rowling
Darsteller: Daniel Radcliffe, Rupert Grint, Emma Watson, Ralph Fiennes, Brendan Gleeson, Alan Rickman
Länge: 142 Minuten
Start: 18. November 2010

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