Dämonenjagd der alten Schule: Unser Filmtipp "Insidious"

Die Filmtipps der Redaktion

Quietschende Türen, mysteriöse Schatten hinter Gardinen, haufenweise Schockmomente – "Insidious" ist erfreulich altmodisch. Nervenkitzel garantiert!

Es gibt sie also doch noch! Filme, die angenehm unblutig und ohne fiese Splattermomente daherkommen, den Zuschauer aber vom ersten Moment an in ihren Bann ziehen. Hinter "Insidious" stecken die Macher von "Saw" und "Paranormal Activity". Und wieder kriegen die Zuschauer ein spannungsgeladenes Werk angeboten, das sie so schnell nicht vergessen werden – im Gegensatz zu "Saw" aber komplett ohne perverse Gewaltausbrüche, das Grausame spielt sich vor allem im Kopf des Betrachters ab.

Die Story: Als Lehrer Josh Lambert (Patrick Wilson) mit seiner Frau Renai (Rose Byrne) und seinen drei Kindern ins neue Haus zieht, scheint ihr Glück perfekt. Doch schnell merkt vor allem Renai, dass irgendwas nicht stimmt. Dinge verschwinden, das Babyfon macht seltsame Geräusche, Fenster, die vorher noch geschlossen waren, stehen plötzlich offen. Als Sohn Dalton nach einem Sturz von einer Leiter in ein mysteriöses Koma fällt, das alle Ärzte vor ein Rätsel stellt, entschließen sich die Lamberts umzuziehen. Denn Renai wird das Gefühl nicht los, dass das Haus verflucht ist. Doch als der Spuk auch im neuen Heim weiter geht, wird schnell klar, dass nicht das Haus verflucht ist – sondern Dalton...

Schocker der alten Schule
Die Handlung wirkt nur auf den ersten Blick wie Gruselfilm-Durchschnitt, durch überraschende Wendungen hebt sie sich aber vom Genre-Allerlei ab. Eigentlich ist die Handlung aber fast egal, denn der Film lebt von seiner ungeheuren Spannung, den genial-grausam inszenierten und platzierten Schockmomenten und dem eindringlichen Spiel der Darsteller. Da stört auch die etwas überladen wirkende letzte Viertelstunde nicht, in Erinnerung bleibt "Insidious" als großartiges, packendes Gruselvergnügen.

Fazit: Wenig Blut, viel Spannung: "Insidious" ist ein Gruselkino der ganz alten Schule, an der (nicht nur) Genre-Fans ihren Spaß haben werden.

Insidious (USA 2010)
Regie: James Wan
Drehbuch: Leigh Wannell
Darsteller: Patrick Wilson, Rose Byrne, Barbara Hershey
Länge: 102 Minuten
Start: 21. Juli

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