Die Heim-Video-Dämonen kommen: Unser Filmtipp "Paranormal Activity 3"

Die fiesen Poltergeister sind zurück. Wir verraten, ob der dritte Teil der Grusel-Serie mit rumpliger Heim-Kamera-Optik auch echte Kerle erschrecken kann
Trailer zum Film "Paranormal Activity 3"

Die fiesen Poltergeister sind zurück. Wir verraten, ob der dritte Teil der Grusel-Serie mit rumpliger Heim-Kamera-Optik auch echte Kerle erschrecken kann

Es ist kaum zu glauben, dass ein verwackeltes Video so viel Angst und Schrecken verbreiten kann – schon wieder. Denn jetzt kommt bereits das zweite Prequel des erfolgreichen Low-Budget-Films "Paranormal Activity" ins Kino. Und das Konzept mit absichtlich rumpliger Heim-Kamera-Optik sitzt. Immer noch schaffen es gut gemachte Fake-Doku-Filme a la "Blair Witch Project", den Zuschauern einen gehörigen Schrecken einzujagen – und das mit ein paar grieseligen Bildern, billigen Toneffekten und wackliger Hand-Kamera. "Paranormal Activity 3" ist da keine Ausnahme. Der völlig unblutige Horrorstreifen wird Sie trotzdem das Fürchten lehren!

Die Schwestern Katie (Chloe Csengery, links) und Kristi (Jessica Tyler Brown) werden wieder von Dämonen heimgesucht
Die Schwestern Katie (Chloe Csengery, links) und Kristi (Jessica Tyler Brown) werden wieder von Dämonen heimgesucht

Darum geht’s:  Während in Teil 1 Katie und ihr Freund Micah von Dämonen heimgesucht werden, müssen in Teil 2 Katies Schwester Kristi  und ihre Familie die bösen Poltergeister ertragen. „Paranormal Activity 3“ besteht aus Familienaufnahmen von 1988 – der Kindheit der jungen Schwestern Katie (Chloe Csengery) und Kristi (Jessica Tyler Brown), die mit ihrer Mutter Julie (Lauren Bittner) und deren Freund Dennis (Christopher Nicholas Smith) in einem Haus in Santa Rosa in Kalifornien wohnen. Als Dennis beim Dreh eines missglückten Sexvideos mit seiner Freundin eine merkwürdige Erscheinung entdeckt, stellt er in der ganzen Wohnung Kameras auf. Und natürlich werden die unerklärlichen Ereignisse von Nacht zu Nacht schlimmer: Gegenstände bewegen sich von selbst und die kleine Kristi spricht immer häufiger mit ihrem unsichtbarem Freund Tobi.

Die Grusel-Effekte in
Grusel mit der Heim-Kamera: Die unerklärlichen Ereignisse werden von Nacht zu Nacht schlimmer

Nervenaufreibende Geduldsproben mit Schwenkkamera
Die Grusel-Effekte in "Paranormal Activity 3" sind so simpel wie effektiv: zuklappende Türen, umfallende Möbel, plötzliche Erscheinungen und eine auf einen Drehventilator geschraubte Kamera, die in endlos scheinenden 15 Sekunden immer wieder Küche und Wohnzimmer abschwenkt und den Zuschauern nervenaufreibende Geduldsproben abverlangt.  

Trotz des bekannten Schemas ist "Paranormal Activity 3" nie langweilig. Was wohl auch daran liegt, dass sich der Gruselschocker im durchweg gelungenen 80er-Jahre-Look manchmal nicht so ganz ernst nimmt: Bevor der echte Spuk losgeht gibt’s ein paar herrliche Schreckmomente, die weder etwas mit Geistern noch mit übernatürlichen Kräften zu tun haben.

Fazit: Wer jetzt immer noch zweifelt, ob "Paranormal Activity 3" echte Kerle wirklich erschrecken kann, sei folgende Beobachtung bei der Preview des Films ans Herz gelegt: Die augenscheinlich coolsten Macker, die vor der Vorführung noch große Töne gespuckt haben, waren mit die ersten, die kreischend in ihren Sitzen zusammengezuckt sind.

Paranormal Activity 3 (USA 2011)
Regie: Henry Joost, Ariel Schulman
Drehbuch: Christopher B. Landon, Oren Peli
Darsteller: Chloe Csengery, Jessica Tyler Brown, Christopher Nicholas Smith, Lauren Bittner
Länge: 84 Minuten
Start: 3. November

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