Superheld aus 1001 Nacht: Unser Filmtipp "Prince of Persia"

Die Filmtipps der Redaktion

In der Game-Adaption "Prince of Persia" hüpft, säbelt und kämpft sich Jake Gyllenhaal durch den Orient – lesen Sie hier, wieso Sie unserem Filmtipp nachgehen sollten

Ein Tipp vorweg: Sollte ein Kino in Ihrer Nähe Sitze mit Sicherheitsgurt anbieten, schauen Sie sich "Prince of Persia" unbedingt dort an. Denn das knapp zweistündige Actionfeuerwerk, produziert vom Krawumm-König Jerry Bruckheimer, macht es einem nicht leicht, ruhig sitzen zu bleiben.

Abgedrehtes Popcorn-Kino
Wie in der Vorlage, dem gleichnamigen Game-Klassiker, geht es pausenlos auf und ab, rechts, links, fliegt der Protagonist von der einen Ecke der Leinwand zur anderen, schießt, säbelt, schlägt und tritt dabei mehrere Gegner gleichzeitig um. Puh, ist ja total übertrieben, denken Sie? Stimmt! Bringt aber auch jede Menge Spaß – und ist in Blockbuster-Zeiten, in denen Iron Man und Robin Hood nachdenklich beziehungsweise düster 'rüber kommen, erfreulich lockeres, abgedrehtes Popcorn-Kino.

Die Story: Persien im sechsten Jahrhundert. Draufgänger Prinz Dastan (Jake Gyllenhaal) kommt zufällig in Besitz eines sagenhaften Dolches, der es seinem Besitzer erlaubt, die Zeit zurück zu drehen. Als Prinz Dastans Vater stirbt, drängt dessen fieser Bruder Nazam (Ben Kingsley) an die Macht – und braucht dazu den magischen Dolch. Gemeinsam mit der ebenso hübschen wie geheimnisvollen und selbstbewussten Prinzessin Tarmina (Gemma Arterton) macht sich der "Prince of Persia" auf den abenteuerlichen Weg, den Dolch in Sicherheit zu bringen...

Bestens aufgelegte Hauptdarsteller
So plump die Handlung klingen mag, "Prince of Persia" ist keine hohle, sinnbefreite Aneinanderreihung von wilden Stunts und Verfolgungsjagden. Denn der Plot weist einige kleine, feine Wendungen auf, und das Scharmützel zwischen Prinz und Prinzessin sorgt ebenso für Lacher wie die vielen pointierten Sprüche und guten Gags. Dass das Ganze insgesamt so gute Laune macht, liegt auch an den bestens aufgelegten Hauptdarstellern. Jake Gyllenhaal ("Brokeback Mountain") macht sich gut als muskelbepackter Unkaputtbarer, und auch Gemma Arterton zeigt, dass sie mehr sein kann als die Schöne an der Seite eines starken Mannes (wie in "007 – Ein Quantum Trost"). Als Prinzessin Tarmina ist sie, klar, zwar auch wieder supersexy, aber eben diesmal auch extrem schlagfertig – in zweierlei Hinsicht. Fazit: "Prince of Persia – Der Sand der Zeit" ist absolut perfektes Popcorn-Kino. Punkt.

Prince of Persia – Der Sand der Zeit (USA 2010)
Regie: Mike Newell
Drehbuch: Carlo Bernard, Doug Miro, Boaz Yakin, Jordan Mechner; basierend auf der Videospielreihe "Prince of Persia"
Darsteller: Jake Gyllenhaal, Gemma Arterton, Ben Kingsley, Alfred Molina
Länge: 116 Minuten
Start: 20. Mai

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