Bruce Wills leitet schießwütige Rentnertruppe: Unser Filmtipp "R.E.D."

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Bruce Willis, John Malkovich und Morgan Freeman ballern sich in unserem Filmtipp "R.E.D." als CIA-Rentner durch den Ruhestand

Eine Stellenausschreibung mit Bruce Willis als idealen Bewerber dürfte in etwa so lauten: "Was Sie können müssen? Cool gucken, rumballern, dabei möglichst viel Radau machen und eine zahlenmäßig gnadenlos überlegene Gegnerschaft besiegen." In "R.E.D.", der Verfilmung der gleichnamigen Comic-Reihe, lässt der deutsche Regisseur Tobias Schwentke ("Die Frau des Zeitreisenden") den guten, alten Bruce genau das alles tun – aber diesmal ist er nicht Stirb-langsam-mäßig auf sich allein gestellt, sondern kriegt hochkarätige Unterstützung. Die Hollywoodgrößen John Malkovich, Morgan Freeman und Helen Mirren komplettieren die wahrscheinlich schlagkräftigste und vor allem schießfreudigste Rentnertruppe der Filmgeschichte.

Worum es in "R.E.D." geht? Bei dieser Besetzung scheint das fast egal, allein das launige, selbstironische Spiel der Superstars rechtfertigt den Kauf der Kinokarte. Aber der Vollständigkeit halber hier die Story: Frank Moses (Willis), früher der beste CIA-Geheimagent überhaupt, setzt sich mit der härtesten Aufgabe seines Lebens auseinander: dem Ruhestand. In einem öden Vorort langweilt sich Frank so durch den Tag, zu den wenigen Höhepunkten zählen die Telefonate mit der Rentensachbearbeiterin Sarah (Mary-Louise Parker). Doch eines Abends versuchen drei vermummte Gestalten ihn zu töten – was sich gegen den unkaputtbaren Ex-Agenten als Mission Impossible herausstellt. Moses hat schnell den Verdacht, dass die CIA hinter dem Anschlag steht und startet einen Rachefeldzug. Da er Telefonistin Sarah auch in Gefahr wittert, nimmt er sie gegen ihren Willen einfach mit – und sammelt zudem seine Kumpanen von damals ein: Joe (Freeman), Marvin (Malkovich) und Victoria (Mirren). Gemeinsam kommen sie einer großen Verschwörung auf die Spur...

Gut gelaunte Altstars retten schwaches Drehbuch
"R.E.D." (steht übrigens für "Retired, Extremely Dangerous" – "im Ruhestand, extrem gefährlich") ist sehr kurzweilig und lebt von den gut gelaunt agierenden Altstars. Leider ist die Handlung etwas wirr und auch nicht besonders spannend, und selbst die Actionsequenzen überzeugen nicht voll, irgendwie hat man diese ganzen Baller-Orgien schon mal besser gesehen. Das trübt das Kinovergnügen zwar etwas, aber unter anderem die witzigen Dialoge, kleine Slapstick-Momente, ein grandios irre-debil dreinblickender John Malkovich und das Tempo, das "R.E.D." vorlegt, entschädigen für die Drehbuchschwächen und teilweise biedere Regie.

Fazit: "R.E.D." ist actionreiches Gute-Laune-Kino. Also zurücklehnen, über die unoriginelle Handlung hinwegsehen und das Zusammenspiel der vier Hollywood-Altstars genießen.

R.E.D. (USA 2010)
Regie: Robert Schwentke
Drehbuch: Jon Hoeber, Erich Hoeber
Darsteller: Bruce Willis, Morgen Freeman, John Malkovich, Helen Mirren, Mary-Louise Parker, Karl Urban, Ernest Borgnine
Länge: 111 Minuten
Start: 28. Oktober

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