Vom Straßenkind zum Bollywood-Millionär: Unser Filmtipp "Slumdog Millionär"

Die Filmtipps der Redaktion

Im Oscar-Film "Slumdog Millionär" steht ein Junge aus den Armenvierteln Mumbais im Finale von "Wer wird Millionär". Warum Sie mitraten sollten

Wie schafft es ein 18-jähriger Slumbewohner bis zur finalen Frage der indischen Ausgabe von "Wer wird Millionär"? A) Er hat betrogen. B) Er hat Glück. C) Er ist ein Genie. D) Es ist Schicksal. Im mit acht Oscars ausgezeichneten Film "Slumdog Millionär" gibt‘s die Antwort. Ganz nebenbei zeigt Regisseur Danny Boyle schonungslos die Armut, Kinderarbeit, Gewalt und Polizeiwillkür Indiens. "Slumdog Millionär" ist ein bewegender Genre-Mix aus Bollywood-Märchen und bitterer Slum-Realität.

Die Story: Jamal Malik (Dev Patel), in den Slums der Millionenmetropole Mumbai aufgewachsen, ist beim indischen "Wer wird Millionär" nur eine Frage vom Hauptgewinn entfernt. Allerdings ist der Moderator – ein diabolischer Günther Jauch – fest davon überzeugt, dass Jamal betrügt. Warum? Ein Slumkind kann schließlich nicht so clever sein. Oder doch? Der Anti-Jauch lässt Jamal verhaften. Auf der Polzeiwache erzählt dieser den prügelnden Beamten seine Lebensgeschichte. Überraschend: Das Geld ist Jamal gar nicht so wichtig, er will seine große Liebe Latika (Freida Pinto) wiederfinden.

Am Ende tanzen alle
"Slumdog Millionär" basiert auf dem Roman "Rupien! Rupien!" von Vikas Swarup. Regisseur Boyle erzählt die klassische Oliver-Twist-Geschichte anhand der Quizfragen. Jamals Antworten erzählen sein Leben. Das Märchenhafte wird mit der Realität verbunden. Der Film ist mal komödiantisch, mal dramatisch und ergreifend. Offensichtlich unvermeidbar: Am Ende tanzen alle – in bester Bollywood-Manier. Das muss Sie aber jetzt aber nicht abschrecken. Denn "Slumdog Millionär" ist absolut sehenswert – und verdient den Publikumsjoker.

Slumdog Millionär (Großbritannien 2008
Regie: Danny Boyle
Buch: Simon Beaufoy, Vikas Swarup (Buchvorlage)
Darsteller: Dev Patel, Freida Pinto, Anil Kapoor
Länge: 120 Minuten
Start: 19. März 2009

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