Jake Gyllenhaal boxt sich durch : Unser Filmtipp "Southpaw"

Im Box-Drama „Southpaw“ versucht Jake Gyllenhaal als Underdog-Fighter gegen eine allzu kitschige Story anzukämpfen. Was ihm nicht immer gelingt
Trailer zum Boxfilm "Southpaw"

Im Box-Drama „Southpaw“ versucht Jake Gyllenhaal als Underdog-Fighter gegen eine allzu kitschige Story anzukämpfen. Was ihm nicht immer gelingt

Boxfilme gehen eigentlich immer. Kein Wunder, seit Rocky (1976) hat die Geschichte vom Aufstieg und Fall eines Underdog-Boxers viele sehenswerte und erfolgreiche Filme hervorgebracht. Zuletzt konnte Mark Wahlberg mit The Fighter (2011) einen weiteren Volltreffer landen. Daran versucht nun auch Antoine Fuquas Kämpfer-Drama Southpaw (steht für einen Linkshänder beim Boxen) anzuknüpfen. Größter Pluspunkt: ein grandioser Jake Gyllenhaal in der Hauptrolle, der 2 Stunden lang versucht, gegen eine mit Kitsch, Pathos und Klischees überladene Story anzukämpfen. Was ihm leider nicht immer gelingt.

"Southpaw" kann nicht mit einer einfallsreichen Story, aber mit exzellenten Kampfszenen punkten

Darum geht’s in Southpaw: Der simpel gestrickte Außenseiter Billy Hope (Jake Gyllenhaal) hat es geschafft. Er kann von seinen Box-Fights gut leben, wohnt mit Frau und Tochter prunkvoll in einer Villa. Als Billys Frau bei einem Handgemenge erschossen wird, beginnt sein Absturz. Beherrscht von Wut und Trauer verliert Billy erst Haus und Vermögen, dann Karriere und Sponsoren und schließlich sogar das Sorgerecht für seine Tochter. Um wieder auf die Beine zu kommen und vor allem seine Tochter wieder sehen zu dürfen, übernimmt er einen Aushilfsjob beim abgehalfterten Boxtrainer Tick Wills (Forest Whitaker).

Ex-Boxstar Billy Hope (Jake Gyllenhaal) findet einen Job beim abgehalfterten Boxtrainer Tick Wills (Forest Whitaker)
Ex-Boxstar Billy Hope (Jake Gyllenhaal) findet einen Job beim abgehalfterten Boxtrainer Tick Wills (Forest Whitaker)

Jake Gyllenhaal vs. Langeweile
Southpaw
versucht den Zuschauer mit einer schon hundertfach gesehenen und vorhersehbaren Erlösungsgeschichte bei Laune zu halten. Und schreckt weder vor Kitsch noch Klischee zurück. Immerhin: Regisseur Antoine Fuquas Familiendrama gewährt authentische Einblicke in den Boxsport und das knallharte Sponsorengeschäft. Auch die Kampfszenen sind exzellent. Plus: Hauptdarsteller Jake Gyllenhaal spielt die gebeutelte Kampfmaschine schon fast oscarreif und versucht zumindest, sich gegen die gefühlsduselige Langeweile der Handlung durchzuboxen. Southpaw schickt trotzdem keinen der Boxfilmklassiker auf die Bretter. Vor allem, weil es bei Rocky, Wie ein wilder Stier und Co. nie nur allein um Boxer und Boxen ging.

Fazit:Southpaw wird Sie nicht umhauen. Ein richtiger Tiefschlag ist das Boxdrama aber auch nicht, dafür spielt Gyllenhaal zu gut. Zumindest Boxfans werden von den Fights begeistert sein.

Southpaw (USA 2015)
Regie: Antoine Fuqua
Drehbuch: Kurt Sutter
Darsteller: Jake Gyllenhaal, Rachel McAdams, Forest Whitaker
Länge: 124 Minuten
Start: 20. August 2015

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