Agentin in Übergröße: Unser Filmtipp "Spy: Susan Cooper Undercover"

In „Spy: Susan Cooper Undercover” macht sich Melissa McCarthy als übergewichtige CIA-Analystin über eitle Topspione und vorlaute Haudrauf-Agenten lustig. Gelungene Actionkomödie mit herrlich skurrilen Gags
Trailer zur Action-Komödie "Spy: Susan Cooper Undercover"

In „Spy: Susan Cooper Undercover” macht sich Melissa McCarthy als übergewichtige CIA-Analystin über eitle Topspione und vorlaute Haudrauf-Agenten lustig. Gelungene Actionkomödie mit herrlich skurrilen Gags

Strickjacke, Übergewicht, Katzenfan. Das sind nicht gerade typische Merkmale einer Topagentin. Doch warum kann eine pummelige Schreibtischtäterin nicht auch Superspionin sein? Fragt Regisseur Paul Feig in Spy: Susan Cooper Undercover. Und nimmt dabei jede Menge Geschlechter- und Genre-Klischees aufs Korn. Tatsächlich ist Feigs Agenten-Komödie richtig witzig, mit coolen Actionszenen und vor allem richtig gelungenen Gags. Vermutlich weil Spy: Susan Cooper Undercover auf allzu ausgelutschte Witze-Klischees verzichtet und mit originellen und teilweise sehr skurrilen Ideen überrascht.

Schreibtischagentin Susan (Melissa McCarthy) soll jetzt Bösewichte jagen
Schreibtischagentin Susan (Melissa McCarthy) soll jetzt Bösewichte jagen

Darum geht’s in Spy: Susan Cooper Undercover: Susan Cooper (Melissa McCarthy) arbeitet als Analystin in einem Kellerbüro der CIA. Dort versorgt sie Agenten über Satellit mit überlebenswichtigen Informationen. Ihr Außendienst-Partner Bradley Fine (Jude Law) ist eigentlich nur so erfolgreich, weil Cooper seine Missionen immer voll im Griff hat. Viel Anerkennung bekommt sie dafür nicht – nicht einmal vom eitlen Fine, in den sie auch noch verknallt ist. Als dieser von bulgarischen Waffenhändlern aus dem Weg geräumt wird, schickt die CIA mangels Alternativen Cooper an vorderste Front. Ihre Mission: Waffenhändlerin Raina (Rose Byrne) beobachten, um eine verlorene Atombombe wiederzufinden. Sehr zum Missfallen des mürrischen Macho-Spions Richard Ford (Jason Statham), der sich an Coopers Fersen heftet.

Großmäuliger Agentenrüpel: Jason Statham parodiert sich selbst
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Jude Law als grandios aufgeblasene 007-Parodie
Normalerweise scheitern Genre-Kreuzungen wie die Action-Komödie daran, dass beide Elemente quasi unvereinbar sind. In Spy: Susan Cooper Undercover schafft Regisseur Feig eine nahezu perfekte Mischung: Eine gute Pointe vollendet  eine actiongeladene Prügelei,  ein bizarrer Gag ergänzt eine packende Verfolgungsjagd. Dabei wird Spy: Susan Cooper Undercover nie zu albern. Feig hat ein gutes Gespür für Pointen und Timing und legt Wert auf Details. Es sind die vielen kuriosen Kleinigkeiten und die hohe Gagdichte, die Spy: Susan Cooper Undercover so unterhaltsam machen. Plus: Jude Law gibt eine grandios aufgeblasene 007-Parodie ab. Und selbst Jason Statham schafft es, sein Großkotz-Actionmacho-Image ordentlich durch den Kakao zu ziehen.

Fazit: Schmierige Gentleman-Spione und Action-Großmäuler können einpacken. Vorerst zumindest. Melissa McCarthy stiehlt ihnen in Spy: Susan Cooper Undercover gehörig die Show. Eine gelungene, klamaukige Agentenparodie, über die auch echte Kerle lachen werden.

Spy: Susan Cooper Undercover (USA 2015)
Regie: Paul Feig
Drehbuch: Paul Feig
Darsteller: Melissa McCarthy, Rose Byrne, Jude Law, Jason Statham
Länge: 120 Minuten
Start: 4. Juni 2015

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