Materialschlacht mit Pixel-Arnie: Unser Filmtipp "Terminator - Die Erlösung"

Die Filmtipps der Redaktion

Die Terminatoren ballern wieder. Diesmal in der postapokalyptischen Zukunft. Wir sagen, ob sich die lang erwartete Fortsetzung lohnt

Arnold Schwarzenegger hat es ja in vorigen Terminator-Teilen mehrmals angedroht: "Ich komme wieder." Jetzt ist es mal wieder so weit. In "Terminator – die Erlösung" stiefelt der grimmige Österreicher allerdings nur kurz als Computeranimation durchs Bild. Warum? Schwer zu sagen. Warum gibt es überhaupt einen neuen Terminator? Schließlich hatte Arnie mit dem misslungenen dritten Teil dem Terminator-Kult höchstpersönlich den Garaus gemacht. Den Rest hat die Action-Serie "Sarah Connor Chronicles" erledigt, die kürzlich nach nur zwei Staffeln eingestellt wurde.

Die Latte liegt also tief. Die gute Nachricht: "Terminator – die Erlösung" ist ein großartiger Actionfilm. Die schlechte: Leider bleiben Story und Originalität vollends auf der Strecke. Das Rekord-Budget von 200 Millionen Dollar wurde hauptsächlich für aufwendige Actionszenen und eine düstere, dreckige Optik verballert. Das ist zwar schön anzusehen, aber eben auch kein Meilenstein der Filmgeschichte wie "Terminator 2 – Judgement Day".

Die größtenteils bekannte Story: Im Jahr 2018 kämpfen die letzten Menschen gegen die Maschinen. Insgeheimer Anführer der Rebellen ist John Connor (Christian Bale). Neben seinem Kampf gegen die künstliche Intelligenz Skynet sucht Connor nach Kyle Reese (Anton Yelchin), dem Mann, den er in einigen Jahren per Zeitmaschine in die Vergangenheit schicken wird, damit er seine Mutter Sarah Connor beschützt (siehe "Terminator 1"). Ach ja: Reese ist zudem sein Vater. Folglich geht's für John darum, die eigene Existenz zu sichern. Auf der Suche trifft Connor auf Marcus Wright (Sam Worthington) – halb Maschine, halb Mensch. Connor muss entscheiden, ob er dem Cyborg vertrauen will oder den Kampf gegen Skynet alleine zu Ende bringt.

Blockbuster wider Willen
Regisseur McG ("Charlie’s Angels 1+2") setzt in seiner Terminator-Version auf pures Special-Effects-Kino. "Terminator – die Erlösung" bietet schöne Bilder, viel Getöse, hat aber nichts Neues zu erzählen. Humor und Selbstironie wie in "T1" und "T2"? Fehlanzeige. "T4" ist eine Art Blockbuster wider Willen, ein überteuertes B-Movie. Aber auch ein gutes Beispiel für den Stillstand im Actionkino. Hier gilt: bloß keine Experimente. Daher wird immer das Gleiche wiederverwertet. Fehlende Ideen werden mit lautem Action-Krawall kaschiert. Die Folge: Eigentlich kennt man "Terminator – die Erlösung" schon, hat ihn bereits ein dutzend Mal gesehen, wie etwa in "Transformers" oder "X-Men Origins: Wolverine". Wie diese liefert "Terminator 4" Popcorn-Action ohne Tiefgang. Und obwohl sich Christian Bale im Film den Satz nicht verkneifen kann: Diesmal kommt er hoffentlich nicht mehr wieder. Dann heißt es wohl endlich "Adiós, baby!"

Terminator – die Erlösung (USA 2009)
Regie: McG
Buch: John D. Brancato, Michael Ferris
Darsteller: Christian Bale, Sam Worthington, Moon Bloodgood, Anton Yelchin
Länge: 115 Minuten
Start: 4. Juni 2009

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