Mickey Rourke als Trash-Gladiator: Unser Filmtipp "The Wrestler"

Die Filmtipps der Redaktion

Die 80er-Ikone Mickey Rourke feiert in "The Wrestler" als armseliger Profi-Catcher ein gelungenes Comeback. Warum Sie mitfiebern sollten

Das Nussknackergesicht Mickey Rourke ist zurück. In "The Wrestler" spielt der 80er-Jahre-Star ("9 1/2 Wochen") einen abgehalfterten Profi-Catcher. Das Groteske: Rourke spielt die Rolle seines Lebens. Auch er hat seine Karriere durch Boxkämpfe und Schönheits-OPs in den 90ern ruiniert. Jetzt ist er wieder da. Mit einem beeindruckenden Film, der die bittere Realität einer Trashkultur enthüllt. Mit viel Blut, Schweiß und Steroiden.

Randy "The Ram" Robinson (Mickey Rourke) ist Profi-Wrestler. Seine glorreichen Zeiten liegen allerdings lange zurück: Die Miete für seinen armseligen Trailer verdient er mit drittklassigen Wrestling-Jobs oder als Paketpacker und Fleischverkäufer im Supermarkt. Seine einzige Freundin ist die Stripperin Cassidy (Marisa Tomei), die seine Annährungsversuche jedoch ignoriert. Als er nach einem blutigen Kampf mit einem Herzinfarkt zusammenbricht, muss er versuchen, sein Leben neu zu organisieren.

Fleischberg an der Fleischtheke
Darren Aronofskys "The Wrestler" ist vor allem eins: glaubwürdig. Das liegt vor allem am Hauptdarsteller. Rourkes vom exzessiven Leben gezeichnetes Gesicht verfehlt seine Wirkung nicht. Wenn die Kamera Randy durch die Provinz-Turnhallen der USA folgt, sind Depression und Mittelmaß förmlich spürbar. Beeindruckend: Ob als Fleischberg an der Fleischtheke, mit blondierten Haaren, Hörgerät und Bräunungscreme auf der Brust: Randy "The Ram" behält immer einen kleinen Rest Würde. Auch das macht "The Wrestler" zu einem absoluten Kino-Pflichttermin.

The Wrestler (USA 2008)
Regie: Darren Aronofsky
Buch: Robert D. Siegel
Darsteller: Mickey Rourke, Marisa Tomei, Evan Rachel Wood
Länge: 115 Minuten
Start: 26. Februar 2009

Sponsored SectionAnzeige