Hugh Jackman wetzt wieder die Messer: Unser Filmtipp "Wolverine"

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Superheld mit Sixpack und Krallen: Wir verraten, ob Hugh Jackman in "X-Men Origins: Wolverine" den Kinobesuch wert ist

X-Men und kein Ende. Der neuste Ableger des Marvel-Mutanten-Comics erzählt die Vorgeschichte von X-Men-Veteran und Fan-Liebling Wolverine. Das Problem: Wer die X-Men-Trilogie kennt, erfährt nichts Neues. Stattdessen will "X-Men Origins: Wolverine" mit Actionsequenzen am Fließband überzeugen. Anhänger des Comics wird dies nicht erfreuen. Actionfans hingegen werden dennoch ihren Spaß haben – auch wenn sie so etwas schon x-mal gesehen haben.

Die Story: Die Mutanten-Söldner James Howlett, genannt Logan, (Hugh Jackman) und sein Bruder Victor "Sabretooth" Creed (Liev Schreiber) treiben sich bereits seit über 150 Jahren auf den Kriegsschauplätzen dieser Welt herum. In den 70ern landen die Zwei in der Mutanten-Spezialeinheit von Oberst William Stryker (Danny Huston). Allerdings kommt es bereits bei einem der ersten Einsätze zum Bruch: Logan will keine Unschuldigen ermorden und setzt sich als Holzfäller in die kanadischen Rocky Mountains ab. Dort verliebt er sich in die Lehrerin Kayla Silverfox (Lynn Collins). Als Victor ihn aufspürt und Kayla tötet, lässt sich der rachsüchtige Logan von Stryker ein außerirdisches Metall in Knochen und Krallen spritzen – Wolverine ist geboren.

Mit 5000 Kalorien zum Wolverine-Body
Leider springen Story und Tiefgang bei "X-Men Origins: Wolverine" als erstes über die Klinge. Ethisch-moralische Untertöne wie in X-Men 1 und 2? Fehlanzeige. Statt inhaltlich zu überraschen, biedert sich der Film mit rasantem Erzähltempo und einer hohen Actiondichte an. Dass das X-Men-Prequel von Regisseur Gavin Hood nicht zum Desaster wird, liegt hauptsächlich an den Hauptdarstellern Hugh Jackman und Liev Schreiber. Beide sind die Idealbesetzung und spielen ihre Charaktere mehr als glaubwürdig. Jackman hat sich übrigens ein Jahr lang mit knallhartem Krafttraining und 5000 Kalorien pro Tag auf seine Rolle als muskelbepackten Superhelden vorbereitet. Andere Figuren aus der X-Men-Welt, die hier erstmals auftreten dürfen, wirken dagegen blass. Sie dürfen einmal ihre Begabung präsentieren und verschwinden dann wieder in Effektschlachten und Mutantenprügeleien. In "X-Men Origins: Wolverine" wird viel begonnen, aber wenig zu Ende geführt. Aber dafür gibt es bestimmt im nächsten Dutzend Spin-Offs aus dem X-Men-Universum genug Gelegenheit.

X-Men Origins: Wolverine (USA 2009)
Regie: Gavin Hood
Buch: David Benioff, Skip Woods
Darsteller: Hugh Jackman, Liev Schreiber, Lynn Collins, Danny Huston, Taylor Kitsch
Länge: 107 Minuten
Start: 29. April 2009

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