32 Tipps gegen Untote: Unser Filmtipp "Zombieland"

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Im Endzeit-Spektakel "Zombieland" lassen Woody Harrelson und Jesse Eisenberg die Untoten tanzen.

Wer hätte gedacht, dass Ausdauertraining vor Zombies schützt? Ist aber auch logisch, denn unsportliche Moppel können vor den garstigen Menschenfressern nicht weglaufen. So zumindest Überlebensregel Nummer 1 im Action-Splatter-Spaß "Zombieland". Regisseur Ruben Fleischer hat in seiner schwarzen Komödie noch einige Tipps mehr auf Lager, wie man sich die nervigen Untoten vom Leib hält. Ergebnis: schmissige 90 Minuten mit saftigen Metzeleinlagen, coolen Charaktere, Seitenhieben auf die Popkultur und vor allem jeder Menge tiefschwarzem Humor.

"Zombieland" ist eine Art Splatter-Roadtrip durch die USA: Nachdem nahezu alle Menschen von einem todbringenden BSE-Virus zu blutrünstigen Zombies mutiert sind, ist der schüchterne Columbus (Jesse Eisenberg) auf der Suche nach seiner Familie. Seine Überlebensstrategie: Er hält sich strikt an 32 Regeln im Umgang mit Zombies. Unterwegs trifft er den schlangenlederjackentragenden Draufgänger Tallahassee (Woody Harrelson) und die Trickbetrüger-Schwestern Wichita und Little Rock (Emma Stone und Abigail Breslin). Zusammen prügeln, ballern und metzeln sie sich gen Westküste, wo der Kinospaß in einem Vergnügungspark mit einem spektakulären Action-Finale endet.

Keine Zeit für typische Zombiefilm-Fragen
Sie merken es schon: "Zombieland" ist kein Horror- oder Gruselfilm, sondern eine irrwitzige, überdrehte Action-Komödie. Nichts ist wirklich ernst gemeint. Draufgänger Tallahassee weint bei "Titanic" und Nerd Columbus träumt davon, einmal einem Mädchen das Haar hinters Ohr zu streichen. Aber auch sonst, hat "Zombieland" nichts mit dem Horror-Genre gemein: Der Film vergeudet keine Zeit mit der Beantwortung typischer Zombiefilm-Fragen. Wie wird das Virus übertragen? Woraus ist es entstanden? Was kann man dagegen tun? Alles egal. Denn solche Filme gibt es zuhauf. Stattdessen küren Columbus und Tallahassee den kuriosesten Zombie-Kill der Woche.

Fazit: Schon der brillante Cameo-Aufritt von Bill Murray ist das Eintrittsgeld wert. Einzige Voraussetzung für den Zombiespaß ist allerdings eine gewisse Toleranz gegenüber Blut und Gedärmen. Der Rest ist einer der unterhaltsamsten Filme des Jahres.

Zombieland (USA 2009)
Regie: Ruben Fleischer
Drehbuch: Rhett Reese, Paul Wernick
Darsteller: Woody Harrelson, Jesse Eisenberg, Emma Stone, Abigail Breslin
Länge: 88 Minuten
Start: 10. Dezember 2009

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