Todsünde 6: Unterlassene Hilfeleistung

»Sandra hat gesagt, ich sehe blass aus«

EXEGESE
Ihrer Partnerin geht es schlecht, und Sie sind entweder gar nicht da oder verstehen das Problem nicht: "Ist doch nicht so schlimm!" Ist es eben doch, auch wenn Sie das nicht finden! Aber kann man die Welt mit den Augen eines anderen Menschen sehen? Fehlende Unterstützung vergisst die Leidende nie: "Als es mir damals so richtig dreckig ging, war er nicht für mich da."

EXERZITIEN
3 Strategien, um optimal zu helfen

  1. Seien Sie da, wenn es drauf ankommt!
    Männer wollen verständlicherweise nicht bei jedem Schluchzer mit breiter Trösterbrust bereitstehen. Und Frauen können unterscheiden lernen zwischen echten Sorgen und Pseudo-Problemen. Bestehen Sie darauf, dass Ihre Partnerin artikuliert, wenn Sie Zeit und Zuwendung braucht. Sie kann nicht erwarten, dass Sie zu jeder Zeit ihre Gedanken lesen.

  2. Absolvieren Sie mal einen Erste-Hilfe-Kurs in Sachen Trösten!
    Lernen Sie die persönlichen Trosthandreichungen kennen – Ihre Partnerin verrät Ihnen sicher gerne die Details.

  3. Vermeiden Sie Plattitüden!
    "Hab dich nicht so", "Selbst schuld" und "Das schaffst du schon" sind tabu. Zu früh ausgesprochen sagen diese Sätze: Ich nehme deine Gefühle nicht ernst. Besser: die Klappe halten, nicken und in den Arm nehmen.
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