Michael Martin – 30 Jahre Abenteuer: Unterwegs in den Wüsten der Erde

Unterwegs zur Spitzkoppe in Namibia
1 / 22 | Unterwegs zur Spitzkoppe in Namibia

Abenteurer und Fotograf Michael Martin lebt den Männertraum: Er tourt seit Jahrzehnten durch die wildesten Erdwinkel. In seinen Buch berichtet er von seinen Reisen

"Und nicht zuletzt macht Motorradfahren einfach Spaß."

"Es gehört zu den schönsten Gefühlen überhaupt, auf einer weiten Wüstenfläche dahinzugleiten, die eigene Spur zu ziehen und vielleicht auch mal für ein paar Minuten richtig Gas zu geben."

Am Nil in Ägypten, 1994
2 / 22 | Am Nil in Ägypten, 1994

Am Nil in Ägypten

"Mit einer Länge von 6.671 Kilometern ist der Nil der längste oder zweitlängste Fluss der Erde, je nachdem, wie man die Länge des Amazonas definiert."

"Er entspringt als Blauer Nil im Hochland Äthiopiens, die südlichste Quelle des Weißen Nil liegt in Burundi. Nachdem sich Blauer Nil und Weißer Nil in Khartoum, der Hauptstadt Sudans, vereinigt haben, durchfließt der Nil als einziger Fluss die Sahara, im Nordsudan und in Ägypten bilden seine Ufer die längste Flussoase der Erde. Ägypten gilt als Geschenk des Nil. Sowohl das Alte als auch das heutige Ägypten wären ohne ihn nicht denkbar."

Transafrika: mit vier BMW-Motorrädern 10.000 Kilometer in acht Wochen
3 / 22 | Transafrika: mit vier BMW-Motorrädern 10.000 Kilometer in acht Wochen

Am Turkanasee

"Vom Turkanasee im Norden Kenias ging es in der spektakulären Landschaft des Rift Valley nach Süden."

"Am Lake Baringo beobachteten wir Flusspferde, am Lake Nakuru Flamingos, am Lake Bogoria bestaunten wir heiße Wasserfontänen. Am Mount Kenia scheiterten wir beim Aufstieg zum Gipfel, sahen aber erstmals baumgroße Senecien und Lobelien, deren Riesenwuchs so typisch ist für die Vier- und Fünftausender Ostafrikas. Im tansanischen Teil des Rift Valley kämpften wir uns auf schwieriger Piste zum Ol Doinyo Lengai, einem aktiven Vulkan, der den Natronsee überragt, und bestiegen den Dreitausender. Nach dem Besuch des Ngorongoro-Kraters mit seinem Wildreichtum, einem Höhepunkt unserer Reise, folgten wir dem Transafrican Highway
durch Tansania und Sambia nach Botsuana."

4 / 22 | Auf dem tibetischen Hochplateau

Auf dem tibetischen Hochplateau

"Vom Tiefland Indiens ging es durch den Himalaja nach Ladakh, das aufgrund seiner Lage im Regenschatten des Himalaja Wüstencharakter hat. "

"Fasziniert von der buddhistischen Kultur Ladakhs, bemühten wir uns um Einreise nach Tibet. Schließlich gelang dies, wir überquerten abermals den Himalaja und fuhren nach Westtibet zum Heiligen Berg Kailash, den wir gemeinsam mit Zehntausenden Pilgern umrundeten."

5 / 22 | Auf der Hoggar-Route, 1982

Auf der Hoggar-Route

Der nördliche Teil der algerischen Hoggar-Route ist zugleich der eintönigste. Zwischen El Golea und In Salah durchquert die löchrige Teerstraße das Tademait-Plateau, eine trostlose Hochebene aus Sand- und Kalkstein

Südlich von In Salah, einem der heißesten Orte der Welt, führt die Straße an den nördlichen Ausläufern des Hoggar-Gebirges vorbei und erreicht am 24. Breitengrad, kurz vor
dem Wendekreis des Krebses, In Ekker.

6 / 22 | Frühstück in der Great Sandy Desert, Australia, 2002

Die Wüsten Australiens

"... Wir fuhren die Küste entlang in den Nordwesten Australiens, wo die Great Sandy Desert, die Große Sandwüste, an den Indischen Ozean heranreicht."

"Vom Eighty Mile Beach aus folgten wir dem einsamen Kidson Track, dann dem Gary Highway – auf einer im Wüstengras kaum auszumachenden Fahrspur mit einer Fahrzeugfrequenz von weniger als einem Auto pro Woche. Sieben Tage lang sahen wir keine einzige Ortschaft, kein anderes Auto."

7 / 22 | Durchquerung der Ténéré, 1989

Durchquerung der Ténéré

"Das nächste Reiseziel hieß »Ténéré«. Mein Plan war, von Agadez im Niger aus die Ténéré-Wüste zu durchqueren und durch den Erg de Bilma zum Tschadsee vorzustoßen."

"Ich kaufte einen zweiten Nissan Patrol und begeisterte drei Freunde von mir, Gregor, Armin und Alex, für die Idee. In der 400.000 Quadratkilometer großen Ténéré, die im Westen die höchsten Sanddünen der Sahara bildet, ist eine gute Ausrüstung lebenswichtig."

8 / 22 | Edmo und und Eddy, Niger, 1989

Edmo und und Eddy, Niger

"Als ich wieder einmal das Restaurant von El Hadj betrete, deutet er auf zwei junge Männer, die an den Wänden Figuren skizzieren. Er will es seinen Konkurrenten gleichtun und das Lokal mit Wandmalereien verschönern lassen."

"Als El Hadj sich zum Mittagsschlaf zurückzieht, setzen sich die beiden Wandmaler an meinen Tisch. »Ich heiße Eddy, wir kommen aus Ghana. Ich bin Edmonds Manager. Er malt gerade den Präsidenten der Republik Niger, Mr. Ali Saibou. In allen Ländern verkauft sich das Präsidentenbild am besten«"

9 / 22 | Erg Amguid, Algerien, 1985

Erg Amguid, Algerien

"Je besser ich auf den Reisen mit dem Peugeot 504 die Sahara kennenlernte, umso wagemutiger wurde ich im Ausprobieren neuer Routen. "

"Eine davon war in Südalgerien die Route entlang des
Erg Amguid zum Tefedest-Gebirge, das nördlich des Hoggar liegt.
Allein dieses Bild rechtfertigt die Strapazen der Strecke, die eigentlich
nur mit Geländewagen befahrbar ist, und das fernab bekannter
Pisten höhere Sicherheitsrisiko. Ich habe das Foto an der Westflanke
des Erg Amguid im Nachmittagslicht mit Polfilter aufgenommen, dessen Lichteffekte ich erst kurz zuvor schätzen gelernt hatte."

10 / 22 | Sandsturm im Tefedest-Gebirge, Westafrika, 1985

Im Peugeot durch Westafrika

"Abseits von der nach Osten weiterführenden Piste fuhren wir querfeldein in südlicher Richtung."

"Unser einziger Anhaltspunkt war der Garet el Djenoun, der höchste Berg des Tefedest. Mir fiel ein Stein vom Herzen, als er nach zwei Fahrtagen tatsächlich am Südhorizont auftauchte – bei den knapp kalkulierten Benzinvorräten wären wir, wenn wir uns verirrt hätten, in eine gefährliche Lage geraten."

11 / 22 | 1982: Im VW-Bus in den Kongo

Im VW-Bus in den Kongo

"Für 100 DM kauften wir von einem Augsburger Klempnerbetrieb einen VW-Bus, bauten eine neue Kupplung ein, ersetzten die verrosteten Türen und schlachteten einen zweiten Bus aus."

Tagelange Regenfälle, extrem schlechte Pisten, die ein Vorwärtskommen
im Schneckentempo und dauernde Reifenpannen

12 / 22 | Im libyschen Erg Ubari

Im libyschen Erg Ubari

"1996 zeichnete sich in Niger und Mali eine Beruhigung der politischen Lage ab, und ich konnte endlich an die Erfüllung meines lang gehegten Wunsches denken, die Sahara wiederzusehen."

"Und ich war begierig, auch andere afrikanische Wüsten kennenzulernen. So lag es nahe, ein Projekt über die Wüsten Afrikas in Angriff zu nehmen."

13 / 22 | Michael Martin: 30 Jahre Abenteuer

Michael Martin: 30 Jahre Abenteuer

Seit drei Jahrzehnten erkundet der gebürtige Münchner und studierte Geograf Michael Martin inzwischen die Wüsten der Welt

Nach den Bestseller-Erfolgen von Die Wüsten Afrikas (2002) und Die Wüsten der Erde (2004) erscheint im Frederking & Thaler Verlag nun sein neuer und bisher persönlichster Bildband: Michael Martin. 30 Jahre Abenteuer.

Michael Martin. 30 Jahre Abenteuer
288 Seiten, ca. 220 Fotografien
Halbleinen 29,3 x 25 cm
€ 39,90 [D] / € 41,10 [A] / sFr 64,90
ISBN 978-3-89405-702-2
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Erschienen im September 2009

14 / 22 | Mit 2 x 50 PS in Algerien, 1982

Mit 2 x 50 PS in Algerien

"Als wir mit dem VW-Bus im Hoggar-Gebirge ankommen, haben wir seit zu Hause gut 3.000 Kilometer zurückgelegt, und das Vertrauen in unseren Bus ist stark gewachsen."

"Er hat zwar eine Menge Macken – so ist mehrmals die Schiebetür herausgeflogen und der Motor ausgegangen, sobald man die Motorhaube öffnet –, aber er springt zuverlässig an, die Gänge lassen sich mit einiger Übung einlegen, die Bremsen funktionieren einigermaßen."

15 / 22 | Mit dem Motorrad durch Afrika

Mit dem Motorrad durch Afrika

"Nach über zehn Jahren im Peugeot und Nissan Patrol durch Afrika wollte ich etwas Neues ausprobieren: das Motorrad."

"Ich plante, mit meinen Freunden Gregor, Kay und Christoph von Kenia nach Kapstadt zu fahren."

16 / 22 | Mondaufgang in Bolivien, 2002

Mondaufgang in Bolivien

"20 Minuten nach Sonnenuntergang färbt die Abenddämmerung die Salzfläche des Salar de Uyuni, und ich vergesse für einige Minuten sogar die Kälte, die schlagartig eingesetzt hat, als die Sonne verschwand."

"In der folgenden Nacht sinkt die Temperatur auf minus 20 °C. Unser Zelt steht mitten auf dem 12.000 Quadratkilometer großen Salzsee, den eisigen Winden schutzlos ausgesetzt. Mehrmals krieche ich nachts aus dem Schlafsack und starte das Motorrad. Motor und Batterie dürfen auf keinen Fall auskühlen, sonst würde die Maschine am nächsten Morgen nicht mehr anspringen."

17 / 22 | Mädchen in Hombori, Mali, 2009

Mädchen in Hombori

"Die Straße von Douenza nach Gao führt an den berühmten Felsen von Hombori vorbei. Sie sind im Staubnebel kaum auszumachen, als wir anhalten, um sie zu fotografieren."

"Nicht lange, und es tauchen Kinder auf, die uns neugierig beobachten. Ich frage ein Mädchen, ob ich sie mit ihrem Bruder, den sie sich auf den Rücken gebunden hat, fotografieren darf. Durch ein Nicken gibt sie ihr Einverständnis, und ich mache ein paar Bilder, denen das diffuse Licht zugutekommt. Anders als früher bedanke ich mich nicht mit Fotos aus der Sofortbildkamera. Stattdessen schließe ich einen winzigen Thermosublimationsdrucker an die Kamera an, um an Ort und Stelle ein Bild auszudrucken. Das Mädchen sucht am Monitor der Kamera ihr Lieblingsfoto aus. Es ist das gleiche, das ich für dieses Buch gewählt habe."

18 / 22 | 1985: Im Peugeot nach Westafrika

Ohne TÜV durch ein Meer aus Sand

Von 1983 bis 1987 durchquerte Michael Martin die Sahara 16-mal, anfangs auf den Hauptrouten, der Hoggar- und Tanezrouft-Route, dann auf einsameren Pisten

In den 1980er-Jahren bot die Sahara ein relativ sicheres und überaus verlockendes Reiseziel quasi vor Europas Haustüren. Zu Tausenden machten sich junge Deutsche, Schweizer und Franzosen auf nach Nordafrika.

19 / 22 | Piscine, Mali, 1985

Piscine, Mali

"»Piscine, piscine«, rufen die beiden Tuareg-Jungs, die mich schon länger dabei beobachten, wie ich bei über 40 °C unter dem Auto liege und den Auspuff ausbaue."

"Ich krieche unter dem Wagen hervor und frage ungläubig zurück: »Piscine?« Hier im äußersten Norden Malis, inmitten der kargen Felsen des Adrar-des-Iforas-Gebirges ein Schwimmbad? Die Jungs, sie sind vielleicht 13 Jahre alt, machen mir unmissverständlich klar, ich solle mit ihnen kommen. ... 15 Minuten sind wir schon unterwegs, als ich gestenreich nachfrage. Statt einer Antwort laufen die beiden nur schneller. ... Nun klettern die Jungs über große Felsblöcke nach oben, ich hinterher. Plötzlich verschwindet der eine im Nichts, dann der andere, kurz darauf stehe auch ich an einer Felskante, unter mir das »piscine« – ein natürliches Wasserbecken zwischen
hohen Felsen."

20 / 22 | Rakete im nördlichen Tschad

Rakete im nördlichen Tschad

"Die Ruhe, die die Wüste ausstrahlt, hat mich immer angezogen. Doch der friedliche Eindruck kann täuschen."

"Die Wüsten oder Wüstenregionen, die Kriegsgebiete waren oder sind, zeigen noch immer, verborgen im Sand oder Geröll, manchmal seit Jahrzehnten, Spuren dieser militärischen Konflikte: Landminen und Raketen."

21 / 22 | Unterwegs mit Sebastian und Steffi

Unterwegs mit Sebastian und Steffi

22 / 22 | Nebenstrecke in Oberäygpten, 1994

Zu den Quellen des Nil

"Auf meiner Reise vom Nil zum Niger hatte ich erlebt, wie sehr der Nil das Leben und Denken der Menschen an seinen Ufern prägt."

"Ich plante, dem längsten Fluss der Erde von der Mündung in Ägypten bis hin zu seinen Quellen in Äthiopien und dem ostafrikanischen Zwischenseengebiet zu folgen – und zwar mit dem Motorrad, das es viel leichter machte, mit den Menschen in den bereisten Ländern in Kontakt zu kommen."

 

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