Harn-Entsorgung: Urin

Urintest soll vor unnötiger Prostata-OP schützen
Schon bei bloßem Verdacht auf eine Harnwegsinfektion sollten Sie beim Arzt Ihren Urin kontrollieren lassen

Mit dem Urin wandern Stoffwechselreste ins WC. Um Urin zu produzieren, rauscht das gesamte Blut alle vier Minuten durch beide Nieren

Woraus besteht er? Zu 95 Prozent aus Wasser. Hinzu kommen Harnstoff, Harnsäure, Salze, Kreatinin, Gallenfarbstoffe, überflüssige Vitamine und Reste von Blutkörperchen.

Wie viel Urin ist normal? Normalerweise 1 bis 2 Liter am Tag. Bei 10 Bieren am Abend können es jedoch mehr als 5 Liter sein.

Wann läuft etwas schief? Seine charakteristische Farbe erhält der Urin von Gallenfarbstoffen, die als Abbauprodukte aus der Leber beigemixt werden. Extrem dunkler Urin kann auf Leber-Erkrankungen hindeuten. Wenn der Urin dagegen blutig gefärbt oder trübe ist, können Infektionen der Harnröhre, Blase, der Nieren und im schlimmsten Fall Tumore dahinter stecken. Tauchen Zucker und Bakterien im Urin auf, ist das ein Indiz für Diabetes oder eine Infektion.

Was kann man dagegen tun? Schlimmster Feind des problemlosen Pinkelns sind Harnwegsinfektionen, weil der ganze Vorgang dann extrem schmerzt. Um weitere Komplikationen zu vermeiden, sollte man schon beim bloßen Verdacht sofort reagieren. Besser als Antibiotika sind keimtötende Blasentees, denn gegen Antibiotika entwickeln viele Bakterien schnell eine Resistenz.

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