Fleischlos kochen: Vegetarische Rezepte für jede Gelegenheit

Vegetarische Rezepte
Fleischfreie Zone: Die vegetarische Küche ist vielfältig und gesund

Ein Gericht ohne Fleisch und Fisch ist keine vollwertige Mahlzeit? Von wegen! Mit leckeren Veggie-Rezepten für jede Gelegenheit beweisen wir Ihnen das Gegenteil

In diesem Artikel:

Was bedeutet "vegetarische Ernährung" eigentlich genau?

Wer sich für eine Ernährung ohne Fisch und Fleisch entscheidet, gilt hierzulande als klassischer Vegetarier. Anders als beim veganen Lifestyle, bei dem komplett auf tierische Produkte verzichtet wird, essen Vegetarier weiterhin Produkte die vom Tier stammen – nur eben vom Lebenden. Heißt: Milch, Käse und Eier bereichern weiterhin den Speiseplan. Als leichte Abstufung der Vegetarier gibt es noch die Pescetarier. Dabei handelt es sich nicht um eine ansteckende Krankheit, sondern um die Bezeichnung für Vegetarier, die zwar auf Fleisch, nicht aber auf Fisch verzichten. Zwar liefert Fleisch jede Menge hochwertiges Eiweiß sowie wichtiges Eisen und Zink – das kann Vegetariern jedoch ziemlich wurscht sein, denn es gibt genügend vegetarische, häufig sogar fettärmere und gesündere Lebensmittel, die die gleichen Nährstoffe liefern. Bloß weil man also Vegetarier ist, fällt man nicht gleich vom Fleisch, denn auch die vegetarische Küche bietet eine vielseitige, leckere und vor allem gesunde Ernährung.

So vielfältig ist die vegetarische Küche

Vegetarische Ernährung bedeutet keinesfalls auf etwas verzichten zu müssen, denn für eine vollwertige Mahlzeit muss es nicht immer Fleisch und Fisch sein. Denn auch die Veggie-Küche bietet sauleckere Burger, Schnitzel und Co. – nur eben fleischfrei. Klassiker wie Spaghetti Bolognese, Frikadellen und Lasagne können ebenfalls fleischlos gekocht werden, ohne dass man geschmacklich etwas vermisst. Die fleischfreien Alternativen sind zudem meist fett- und cholesterinärmer und eignen sich somit auch gut zum Abnehmen. Viele Gerichte enthalten Hülsenfrüchte wie Linsen oder Kichererbsen, Nüsse oder Käse und vor allem natürlich reichlich Gemüse. 

Noch nicht überzeugt? Dann werfen Sie mal einen Blick in unsere Galerie mit den 50 besten Veggie-Rezepte von MensHealth.de: 

Fleischlos gesünder
Fleischlos gesünder 50 Bilder

Vegetarische Fleischersatzprodukte

Wer beim Essen zwar auf das Fleisch an sich, aber nicht auf das typische Fleisch-Feeling verzichten mag, hat mittlerweile die Qual der Wahl: Denn der Markt der sogenannten "Fleischersatzprodukte" boomt. Mit dem blassen Tofu-Klumpen, an den Sie jetzt vielleicht denken, hat das schon lange nichts mehr zu tun. Es gibt mittlerweile Ersatz für jede Art von Produkt – von der Bratwurst bis hin zum "halben Hähnchen". Die Basis dieser "Nachbildungen" bilden dabei zum Beispiel Soja, aber auch Lupine oder Seitan. Hier ein kleiner Überblick: 

Der klassische Fleischersatz: Tofu
Der klassische Fleischersatz: Tofu

Tofu ist der wohl bekannteste Fleischersatz und gehört in Asien schon seit Jahrhunderten zu den traditionellen Lebensmitteln, die regelmäßig auf den Tisch kommen. Der aus Sojamilch gewonnene „Quark“, ist sehr kalorienarm (gerade mal 70 Kalorien pro 100 Gramm), leicht bekömmlich und enthält für den Stoffwechsel essentielle (lebenswichtige) Aminosäuren. Eine faserige Fleischkonsistenz hat Tofu zwar nicht zu bieten, dafür aber Magnesium, Eisen, Zink, Calcium und einen hohen Eiweißanteil. Bei der Zubereitung müssen Sie dem Tofu jedoch geschmacklich ein wenig auf die Sprünge helfen, denn ungewürzter Tofu schmeckt genaugenommen nach gar nichts und benötigt eine ordentliche Dosis Gewürze. Alternativ können Sie zu bereits mariniertem oder auch geräuchertem Tofu greifen. Zudem gibt es Tofu als Würstchen, Steaks, Burger-Bratlinge und vieles mehr. Beim Kauf von Tofu-Produkten ist jedoch Vorsicht geboten, da die Sojabohne die am häufigsten genetisch manipulierte Nutzpflanze ist. Zudem enthält Soja Phytoöstrogene die im Verdacht stehen, bei Männern zu verringerter Libido, Knochenschwund und anderen Krankheitsbildern zu führen.  

Seitan aus Weizeneiweiß
Seitan aus Weizeneiweiß

Seitan ist im Grunde nichts anderes als Gluten, sprich: Weizeneiweiß. Dazu wird das Gluten (auch Klebereiweiß genannt) aus dem Weizen beziehungsweise der enthaltenen Stärke ausgewaschen. Die daraus gewonnene, zunächst sehr zähe Masse wird dann mit Sojasauce, Algen und anderen Gewürzen zum fertigen „Seitan“  gekocht. Seitan ist im Geschmack und mit seiner faserigen, bissfesten Konsistenz sehr fleischähnlich. Die Möglichkeiten zur Verarbeitung sind vielfältig: Seitan kann gegrillt, gebacken und gebraten werden. Besonders häufig wird Seitan als Fleischersatz zum Grillen als Schaschlik-Spieß  oder Würstchen verwendet. Seitan meist in seiner Natur-Variante verkauft, bei der die Gluten-Masse lediglich fertig gegart und mit Sojasauce vorgewürzt ist. Immer häufiger findet man aber auch bereits verarbeitete Seitan-Produkte, wie Aufschnitt, Bratlinge, Hacksteaks oder Schnitzel.

Tempeh: Sojabohnen versetzt mit Schimmelpilzen

Tempeh besteht wie Tofu aus Sojabohnen – mit dem Unterschied, dass bei der Herstellung von Tempeh Schimmelpilze zum Einsatz kommen. Die gekochten und geschälten Sojabohnen werden nämlich mit Edelschimmel versetzt und dann bis zu 48 Stunden fermentiert. Der Pilz entwickelt durch diesen Prozess kleine, neue Pilzzellen, die sich wie Fäden um die Sojabohnen ranken und dadurch eine feste Masse formen. Klingt komisch, schmeckt  aber sehr interessant – leicht pilzig und ein wenig nussig. Die Konsistenz ist fest, aber dennoch zart. Tempeh ist zudem eiweißreich, kalorienarm, frei von Cholesterin und reich an essentiellen Fettsäuren, Mineralien, Ballaststoffen und Vitaminen. Tempeh bekommt man meist im Bio-Laden, dort kann man ihn als Block (natur, mariniert, geräuchert) oder als eine Art Geschnetzeltes kaufen. Man kann Tempeh braten, backen, als Suppeneinlage verwenden. 

Quorn - ein aus Schimmelpilzkulturen gewonnenes Eiweiß
Quorn-Hack – echt lecker!

Quorn besteht größtenteils aus Mykoprotein, ein aus Schimmelpilzkulturen gewonnenes Eiweiß (Myko=Pilz, Protein=Eiweiß). Ja, richtig gelesen! Zugegeben - das hört sich nicht sonderlich attraktiv an, schmeckt dafür umso besser. Mykoprotein stammt aus der Familie der Champignons und Trüffel, was sich schon weitaus appetitlicher anhört. Quorn ist der Handelsname für diese Art von Fleischersatzprodukten. Quorn bietet eine nahezu cholesterinfreie Quelle für Proteine, mit einem hohen natürlichen Gehalt an Ballaststoffen. Es gibt mittlerweile Quorn als Hack, Burger-Patties, Geschnetzeltes, Schnitzel, Filets, Würstchen und Hackbällchen. 

Die Bohnen der Lupinen

Lupinen (beziehungsweise Süßlupinen) gehören zu den Hülsenfrüchten und sind der neueste Trend in Sachen Fleischersatz. Lupinen enthalten viel Eiweiß, Vitamine und Mineral- sowie Ballaststoffe und sind dabei auch noch fettarm. Es gibt mittlerweile schon diverse Lupinen-Produkte auf dem Markt, wie Lupinen-Tofu („Lopino“), Würste, Schnitzel oder auch Lupinen-Mehl. Ganz neu: Lupinen-Joghurt. Die Lupinensamen werden dazu eingeweicht, ausgepresst und die entstandene Lupinenmilch eingedickt. Lupinen-Produkte haben jedoch eine etwas festere, aber dafür cremigere Konsistenz als Tofu.

Fischersatzprodukte erhalten ihr Meeresaroma durch die Zugabe von Seetang

EXTRA Fischersatz: Egal ob Lachs, Garnelen oder sogar Tintenfischringe – auch Fischersatzprodukte gibt es im Handel. Doch was ist drin in dem Fake-Fisch und den Gummi-Garnelen, und wie gelangt ein unechter Fisch zu seinem unverkennbaren Meer-Aroma? Ähnlich wie bei Fleischersatzprodukten besteht Fischersatz häufig aus Soja- und Weizeneiweiß. Für das typische "Meeresaroma" sorgen dann verschiedenste Algen. Diese sind nicht nur die Geschmacksträger, sondern liefern nebenbei auch noch eine Reihe wertvoller Mineralstoffe wie Calcium und Eisen. Auch die im Fisch enthaltenden Omega-3-Fettsäuren werden durch pflanzliche Lebensmittel wie Raps-, Walnuss- und Leinöl ersetzt  – bleibt also auch für vegetarische Fischliebhaber nichts „meer“ zu wünschen übrig. 

TIPP: Werfen Sie bei allen Ersatzprodukten mal einen Blick auf die Zutatenliste. Denn die vermeintlich gesunden Produkte (besonders Veggie-Fertigprodukte) enthalten je nach Hersteller reichlich Geschmacksverstärker und Zusatzstoffe – und die haben mit einer gesunden, vegetarischen rein gar nichts zu tun. 

Vegetarische Rezepte zum Abnehmen

Fleischlos das Sitzfleisch und den Bauchspeck reduzieren? Das geht! Mehrere Studien, die den Body-Mass-Index (BMI) von Vegetariern und Nicht-Vegetariern verglichen haben, beweisen: Vegetarisch lebende Menschen sind im Durchschnitt schlanker als Fleisch- und Fischesser. Natürlich heißt das nicht, dass man nur durch einen Fleischverzicht abnimmt, denn auch vegetarische Gerichte, wie Pommes & Co.können Kalorienbomben sein.

Vegetarier, die Gewicht reduzieren müssen oder wollen, können zum Beispiel auf die Low Carb-Diät setzen. "Low Carb" steht für "wenig Kohlenhydrate" und bezeichnet eine Ernährungsform, bei der weitgehend auf Kohlenhydrate verzichtet wird. Kohlenhydrate befinden sich vor allem in Nudeln, Brot, Kartoffeln und Reis – die bei einer Low Carb-Ernährung somit nur sehr reduziert und dann am besten in der "Vollkornvariante" gegessen werden dürfen. Das Weniger an Kohlenhydraten wird durch ein Mehr an Eiweiß und Fett ausgeglichen. Dabei sollte es sich natürlich nur um gesunde und hochwertige Fett- und Eiweißquellen handeln. Gute Eiweißlieferanten für Vegetarier sind: Eier, Milch und Milchprodukte, aber auch Sojaprodukte und Hülsenfrüchte (Bohnen, Erbsen, Linsen usw.). Gesunde Fette findet man in Pflanzenölen, aber auch in Nüssen und Avocados. Für ein vegetarisches Low Carb-Frühstück bieten sich daher Vollkornbrot, Obst und Müsli (mit Milch oder Joghurt) oder auch Eierspeisen an. Das Mittagessen kann sich zum Beispiel aus Sojaprodukten, Eiern, Pilzen, Hülsenfrüchten und allen Gemüsesorten zusammen setzen, geringe Mengen an Kartoffeln, Nudeln oder Reis dürfen mittags auch dabei sein. Beim Abendbrot sollte Sie die Kohlenhydratzufuhr dann konsequent zurückschrauben, doch auch das Abendessen lässt sich mit Käse, Milchprodukten und Salaten aller Art vielfältig gestalten.

20 Rezepte für vegetarische Low Carb-Gerichte finden Sie in unserer Bildergalerie:

Vegetarische Low Carb-Rezepte
Vegetarische Low Carb-Rezepte 30 Bilder

Vegetarische Rezepte für den Muskelaufbau 

Das Tier im Mann muss nicht unbedingt durch Fleisch erweckt werden, denn auch ohne Fleisch ist eine proteinhaltige und sättigende  Ernährung und – ja, auch Muskelaufbau möglich. Um optimal Muskeln aufzubauen, braucht der Körper eine gute Basis, um neue Muskelzellen und - stränge zu bilden. Daher ist hochwertiges Eiweiß für den Muskelaufbau unverzichtbar. Denn Eiweiß gilt als DAS Muskelfutter schlechthin, da die enthaltenen Aminosäuren wie Bausteine für neues Muskelgewebe fungieren. Da Fleisch ein guter Eiweißlieferant ist, steht es auf dem Ernährungsplan von Kraftsportlern meist ganz oben. Eine vegetarische Ernährung kommt für viele Muskelprotze daher häufig nicht in Frage. Völlig unbegründet, denn auch als Vegetarier hat man eine große Auswahl an eiweißhaltigen Lebensmitteln. Die wichtigsten Proteinquellen für Vegetarier sind: Milchprodukte (Joghurt, Magerquark), Eier, Käse, Hülsenfrüchte (Bohnen, Erbsen, Linsen), Grünes Gemüse, Nüsse und Sojaprodukte. Zusätzlich sollte auf die Versorgung von ungesättigten Fettsäuren geachtet werden. Diese finden Vegetarier in allen Formen von Nüssen und Ölen. Für die ebenfalls nötige Zufuhr von langkettigen Kohlenhydraten können Kartoffeln und Vollkornprodukte gegessen werden. Als Vegetarier hat man also in Sachen Muskelaufbau keinen Nachteil gegenüber den Fleischessern.  

Vegetarische Rezepte zum Muskelaufbau finden Sie in unserer Bildergalerie:

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Vegetarische Rezepte zum Muskelaufbau 20 Bilder

Vegetarische Grillrezepte

Das obligatorische Grillen im Sommer funktioniert nicht ohne Bratwurst, Steak und Co.? Ganz im Gegenteil: Auch vegetarisch Grillen kann herzhaft lecker sein und steht dem Grillen mit Fleisch in nichts nach. Gemüse, Käse, Pilze und Brot schmecken vom Rost ebenfalls und sind um einiges gesünder als die meist fettigen Fleischvarianten. Wir klären die wichtigsten Fragen zum Thema „vegetarisch grillen“: 

Kann man jedes Gemüse auf den Grill legen?
Beim Grillen gibt’s keine Tabus. Dennoch macht sich manches Grünzeug besser auf dem Rost als anderes. Während Pilze, Tomaten und Paprika zu einem gelungenen Veggie-Bar¬becue unbedingt dazugehören, sieht man Kohlrabi, Rote Bete oder Rettich eher selten auf dem Rost. Mit der richtigen Methode können Sie aber auch vermeintlich „Ungrillbares“ schmackhaft zubereiten: einfach salzen, pfeffern und in Alufolie einwickeln. Oder mit Käse und Kräutern belegen, in eine Grillschale tun und warten, bis das Ganze gar ist.

Welches Gemüse schmeckt gegrillt am besten?
1) Paprika: Einfacher geht’s nicht: Halbieren, entkernen, mit etwas Öl einpinseln und etwa 5 Minuten pro Seite auf den Grill legen. Sobald die Haut anfängt Blasen zu werfen und stellenweise schwarz wird, können Sie die Paprika schälen. (So ist sie bekömmlicher.) Aber Achtung: Abkühlen lassen, sonst verbrennen Sie sich die Finger! 
2) Champignons: Je nach Größe genügen bei mittlerer Hitze 8 bis 12 Minuten. Fertig sind sie, wenn sie sich leicht dunkel färben. Tipp: Große Exemplare kann man mit einem Feta-Kräuter-Mix füllen.
3) Kartoffeln: Viel spannender als Folienkartoffeln aus der Glut sind gegrillte Kartoffelspalten: 10 Minuten vorkochen, in Scheiben oder Stücke schneiden, mit Öl, Salz und Pfeffer einreiben und dann für etwa 15 Minuten bei mittlerer Hitze von beiden Seiten grillen. 
4) Spargel: Schneiden Sie den unteren, holzigen Zentimeter ab und bestreichen den Spargel mit Olivenöl, Salz und Pfeffer. Legen Sie 6 bis 8 Stangen nebeneinander und stecken Sie oben und unten Spieße hindurch, damit sie nicht durch den Rost fallen. Grillen Sie die Päckchen bei starker Hitze 3 bis 4 Minuten von jeder Seite. Vorsicht: Weißer Spargel wird schnell zu weich!

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Was für eine Marinade eignet sich für Gemüse am besten?
Als Grundlage für eine gute Marinade nehmen Sie am besten ein Öl, das auch hohe Temperaturen aushält wie zum Beispiel Erdnuss-, Soja- oder Olivenöl. Dazu kommen saure Flüssigkeiten wie Essig, Wein oder Zitronensaft sowie frische oder getrocknete Kräuter (Rosmarin, Thymian, Oregano), Zwiebeln, Knoblauch und süße Zutaten wie Honig oder Erdnussbutter. Das klassische Marinadengewürz besteht aus Pfeffer, Piment, Senfkörnern, Dill, Korianderkörnern und Lorbeer. Verwenden Sie aber kein Salz, da die eingelegten Speisen sonst zu viel Flüssigkeit verlieren und die Aromen schlechter einziehen. Lecker zu Grillgemüse ist eine Marinade aus Dijon-Senf, Honig und Zitrone. Doch wer nicht wagt, der nicht gewinnt: Trauen Sie sich auch mal Zutaten zu kombinieren, die vermeintlich nicht zueinander passen – beispielsweise Erdbeeressig mit Zimt. Je mehr Sie rumprobieren und testen, desto kreativer und ausgefallener werden Ihre Marinaden. Und: Das Ganze macht Spaß und verzückt die Gaumen Ihrer Gäste!

Kann man eigentlich auch Obst grillen?

Bananen, Ananas, Äpfel, Birnen sowie Melone, Nektarinen und Pfirsiche kann man wunderbar grillen. Das Obst sollte dazu reif, aber noch fest sein. Besonders lecker: Grillbananen. Dazu eine Banane mit der Schale auf den Rost oder gepellt in Alufolie einpackt grillen. Grillbananen brauchen bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten und sollten häufig gewendet werden.

Ideen für vegetarische Grillrezepte finden Sie in unserer Bildergalerie:

Vegetarisch grillen: Wir haben die besten Veggie-Rezepte für Sie zusammengestellt
Vegetarisch grillen: Wir haben die besten Veggie-Rezepte für Sie zusammengestellt 30 Bilder

Rezept-Klassiker vs. Veggie-Alternative

Eingefleischte Vegetarier wissen: Egal ob Lasagne, Schnitzel oder Spagetti Bolognese – für die herzhaften Fleischklassiker muss man schon längst nicht mehr über Leichen gehen, denn es gibt immer eine vegetarische Version, die mindestens genauso gut schmeckt. Die fleischfreien Varianten stehen den Klassikern mit Fleisch meist in nichts nach – und selbst Fleischfresser merken nicht immer den Unterschied. Das Fleisch in solchen Rezepten wird dabei meist durch Gemüse, Nüsse, Pilze oder Tofu ersetzt.

Rezepte für Klassiker auf vegetarisch finden Sie in unserer Bildergalerie:

Rezeptklassiker mal vegetarisch: Veggie-Lasagne – natürlich ohne Hack
Rezeptklassiker mal vegetarisch: Veggie-Lasagne – natürlich ohne Hack 25 Bilder

Vegetarische Suppen  

Eine gute Suppe braucht weder Fisch noch Fleisch, denn die beste Basis für gesunde und leckere Suppen ist Gemüse wie zum Beispiel Kartoffeln, Brokkoli, Karotten oder Kürbis. Aufgepeppt wird das ganze dann einfach mit frischen Kräutern, Gewürzen oder Croutons. Auch Suppenklassiker wie Hühner- oder Gulaschsuppe funktionieren ohne Fleisch. Die Fleischbrühe wird hierbei ganz einfach durch Gemüsebrühe ersetzt und die Fleisch- oder Fischstücke durch Tofu, Gemüse und Co. Ein weiterer Vorteil an vegetarischen Suppen: Für die Zubereitung muss man nicht lange rumwursteln, denn die Rezepte lassen sich meist schnell und unkompliziert kochen.

Rezepte für vegetarische Suppen finden Sie in unserer Bildergalerie:

Unsere 20 besten vegetarischen Suppen-Rezepte
Unsere 20 besten vegetarischen Suppen-Rezepte 20 Bilder

Vegetarische Salate

Es müssen nicht immer Hühnchen und Thunfisch sein, die im Salat für Abwechslung sorgen. Auch Obst, Nüsse, Käse und Pilze können das Grünzeug „aufpimpen“. Wer in seinem Salat Sattmacher wie Nüsse oder Avocado verwendet, wird nicht nur geschmacklich belohnt, sondern spart sich meist sogar die Hauptspeise, denn auch vegetarische Salate können für einen vollen Magen sorgen. 

Rezeptideen für fleischfreie Salate finden Sie in unserer Bildergalerie:

30x lecker: Vegetarische Salate
30x lecker: Vegetarische Salate 30 Bilder

Vegetarisches Fingerfood

Wenn Sie eine Party veranstalten, und nicht selbst schon Vegetarier sind, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sich zumindest unter Ihren Gästen der Ein oder Andere Vegetarier befindet. Es macht also in jedem Fall Sinn, auch eine fleischlose Snackvariante bereitzustellen. Die Tatsache, dass die beliebtesten Partysnacks wie Käse-Weintrauben-Sticks, Tomate-Mozzarella Happen oder Kräuterdip mit Gemüsesticks, ohnehin kein Fleisch enthalten, macht die Sache ziemlich leicht. Auch begehrte spanische Appetithäppchen, wie Tapas und Tortillas kommen meist auch sehr gut ohne Fleisch aus. Soll es dann doch die obligatorische Dattel im Speckmantel sein, kann die Dattel in Form von ca. 3 mm dünnen Auberginenscheiben, ein neues Gewand erhalten.

Vegetarische Burger

"Für einen guten Burger braucht es ein saftiges Patty aus Rinderhack! Völliger Quatsch, denn auch Veggie-Burger können kulinarisch echt punkten. Und das Beste: Sie können beim Basteln des Burger-Patties so richtig kreativ sein, denn die Möglichkeiten für eine fleischlose Alternative in der Burger-Mitte sind groß. Sie können im Handel zunächst einmal diverse, vegetarische Burger-Bratlinge kaufen, von Grünkern bin Tofu ist alles dabei. Sie können Ihr Patty aber auch selber machen, zum Beispiel aus Hülsenfrüchten oder Portobello-Pilzen. 

Genuss pur: Der Kidneybohnen-Burger
Genuss pur: Der Kidneybohnen-Burger

UNSER FAVORIT 
Der Kidneybohnen-Burger
Dieser Veggie-Burger beweist: Kidneybohnen machen nicht nur in Chilli con Carne, sondern auch in Burger Form eine gute Figur. Dieses Rezept überzeugt nicht nur Vegetarier, sondern auch hartnäckige Fleischfans von den geschmacklichen Vorzügen der roten Hülsenfrucht.

Zutaten für 2 Portionen:

  • 1 Dose Kidneybohnen, Konserve
  • 1 Zwiebel
  • 50 g Kichererbsenmehl
  • 1 Spritzer Tabasco
  • 1 TL Kreuzkümmel (gemahlen)
  • 2 mittelgroßes Vollkornbrötchen
  • 1 EL Schmand (oder BBQ-Soße)
  • 2 Blätter Salat
  • 2 Scheiben Tomate
  • 2 Scheiben Salatgurke

Zubereitung: Kidneybohnen abtropfen lassen. In einen Standmixer geben (oder Pürierstab benutzen) und mit 1 roten Zwiebel, Kichererbsenmehl, 1 Spritzer Tabasco und gemahlenem Kreuzkümmel durchmischen. Masse in Burger-Form bringen und braten. Auf Vollkornbrötchen mit Gurke, Salat und Tomaten sowie BBQ-Soße oder Schmand anrichten.

Nährwerte pro Portion
: Kalorien (kcal) 375, Eiweiß 18 g, Kohlenhydrate 63 g, Fett 7 g

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    >>> Kichererbsen Burger
    >>> Bohnen-Haferflocken-Burger
    >>> Linsen-Quinoa-Burger

    Na, auf den Geschmack gekommen? Mit unserem 4-Wochen-Plan werden auch Sie zum Vegetarier – vorrausgesetzt, Sie sind es noch nicht. 

    TIPP FÜR NICHT-VEGETARIER
    Legen Sie an mindestens einem Tag in der Woche einen Veggieday ein! Wofür das gut sein soll? Diese Fakten sprechen für sich: Wenn ganz Deutschland ein Mal die Woche auf Fleisch verzichtet, würden im Jahr 140 Millionen Tiere weniger gegessen, so die Rechnung des VEBU (Vegetarierbund Deutschland e.V.). Aber auch dem Klima soll das nutzen. Durch den Veggieday sollen Treibhausgase von sechs Millionen Autos eingespart werden. Und: Wenn angebaute Lebensmittel wie beispielsweise Getreide direkt in den Handel gelangen würden, anstatt als Tierfutter eingesetzt zu werden, könnten weitaus mehr Menschen auf der Welt ernährt werden, erklärt der VEBU. Wer auf Fleisch verzichtet, leistet also auch einen Beitrag gegen den Hunger. Bereits vor vier Jahren hat der VEBU den Veggieday ins Leben gerufen. In den USA gibt es die Initiative "Meatless Monday" (fleischfleier Montag) sogar schon seit 2003. Inzwischen beteiligen sich mehr als 30 deutsche Städte an der wöchentlichen Veggie-Aktion. Wie? Ganz einfach: Statt Schnitzel & Co landen in den Kantinen vieler großer Unternehmen an jedem Donnerstag Seitanwürste, Tofusteaks oder Spaghetti mit Sojabolognese auf den Tellern. Auch immer mehr Promis unterstützen die Aktion: Comedian Kaya Yanar, der selbst Vegetarier ist, oder TV-Koch Tim Mälzer, setzen sich für die Kampagne ein.

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