Guter Umgang: Auf ein Wort, Kollege

Reden Sie über Probleme – und äußern Sie auch mal Bedauern

Der Ton macht die Musik – auch im Job. Lesen Sie, wie Sie gefährliche Missklänge vermeiden

Entschuldigen
Ihr Kollege ist sauer auf Sie? Diskutieren Sie nicht lange, ob zu Recht. Job-Coach Gitte Härter (www. selbstmarketing.de) aus München rät: „Entschuldigen Sie sich einfach.“ Ein lapidares Sorry reicht nicht aus. Sagen Sie: Es tut mir Leid, dass du dich ärgerst. Das schafft eine ruhigere Gesprächssituation. Wer das nicht herausbringt, nimmt die Ersatzformulierung „Es ist mir unangenehm“.

Bedanken
„Ein schlichtes Danke gehört zu den Umgangsformen“, erklärt Härter. Hat ein Kollege Ihnen einen besonders großen Dienst erwiesen, sagen Sie konkret, wofür Sie ihm danken und inwiefern er Ihnen geholfen hat – damit kann er mehr anfangen. Falls der Gute mit Dank nicht gut umgehen kann, schreiben Sie eine E-Mail oder legen Sie Schokolade und eine Karte auf seinen Tisch.

Bedauern
Auch wenn dem Kollegen mies gekündigt wurde: Bevor Sie Ihr Bedauern kundtun, sollten Sie sich fragen, was Sie wirklich fühlen. „Nicht ernst gemeinte Floskeln verletzen nur“, so Härter: Bedauern Sie, so sagen Sie, dass es Ihnen Leid tut. „Zeigen Sie Perspektiven auf, bieten Sie Hilfe an.“ Falls Sie nicht wissen, was Sie sagen sollen, äußern Sie das. Allemal besser als: „Das wird schon wieder!“

Bitten
„Viele fürchten, dass sie Kollegen etwas schuldig sind, wenn sie um Hilfe bitten“, so die Expertin. Natürlich sollte jeder geben und nehmen. Rechnen Sie die Gefälligkeiten aber nicht gegeneinander auf. Wenn eine Gegenleistung gefordert wird, die Ihnen nicht passt, dürfen Sie auch ablehnen. „Äußern Sie eine Bitte, keine Forderung, in die Sie das Wort ,Bitte‘ bloß höflichkeitshalber einflechten.“

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