Safer Sex: Verhüten ohne Verhüterli?

Frage: Meine Freundin und ich wollen weg von Kondomen. Sollen wir lieber auf die Spirale oder auf die Anti-Baby-Pille ausweichen?
Gerhard Schmitt, per E-Mail
Alternative Verhütungsmethoden zum Kondom
Für mehr Spaß mit der Liebsten

Unsere Antwort:

Die Pille ist zwar umständlicher, aber sicherer, wie der Pearl-Index zeigt. Er bewertet das Restrisiko bei Verhütungsmitteln und beträgt für die Anti-Baby-Pille 0,2 bis 0,5. "Von 100 Frauen, die die Pille nehmen, wird also innerhalb eines Jahres weniger als eine schwanger", erklärt Dr. Peter Schütte, ehemaliger Vorsitzender des Bremer Berufsverbandes der Frauenärzte. "Bei der Spirale liegt der Wert bei 1 bis 3." Nachteil der Pille: die Pflicht zur täglichen Einnahme. Ein einziges Mal vergessen, kann der Schutz gänzlich wegfallen. Darüber hinaus führt die Pille in nicht wenigen Fällen zu Gewichtsschwankungen. Die Spirale macht nicht dick und ist bequemer. "Sie muss lediglich alle 3 bis 5 Jahre erneuert werden." Nachteil: Es besteht die Gefahr von Entzündungen der Eierstöcke, Eileiter und der Gebärmutter – Unfruchtbarkeit nicht ausgeschlossen. "Wegen der möglichen Nebenwirkungen muss die Spirale regelmäßig von einem Arzt kontrolliert werden."

Weitere Verhütungsmethoden: Verhütungsring, Hormonpflaster, Hormonimplantat, 3-Monats-Spritze

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