Wollen Sie die Pille knicken?

Der Tag wird kommen, an dem Ihre Süße die Pille satt hat und das Verhütungsthema auf den Tisch bringt. Dann sind Alternativen gefragt.

  • Finden Sie zuerst raus, ob hinter der Hormonmüdigkeit ein Kinderwunsch steckt. Dann eignet sich ein Babycomputer, der den Eisprung per Urintest nachweist und so grünes oder rotes Licht gibt. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) bescheinigt diesem Apparat mittlere Zuverlässigkeit, weist allerdings darauf hin, ihn nicht als einzigen Verhüter einzusetzen.
  • Sollte die Liebste einfach der Meinung sein, Sie seien mal dran, bleiben die guten, alten Kondome. Die müssen wir ja nicht erklären.
  • Ebenfalls nur für ihn: das Hodenbaden. Bei 37 Grad Celsius werden die Spermien außer Gefecht gesetzt. Ist aber ein echter Eiertanz und sehr unzuverlässig
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  • "Das Trennen der Samenstränge oder Eileiter (medizinisch: Sterilisation) ist die endgültigste Methode", sagt die BzgA. Wollen Sie’s wirklich so endgültig?
  • Relativ neu sind Implantate. In den Oberarm der Frau wird ein Stäbchen (4 cm) eingesetzt, das drei Jahre lang das Gelbkörperhormon Gestagen abgibt. Folge: Kein Eisprung, keine Schwangerschaft. Vorteil: Vergessen unmöglich, fast 100 Prozent Schutz. Nachteil: Blutungen sind möglich, bei Unverträglichkeit ist das Geld futsch (600 Mark, Kasse zahlt nicht).
  • Und was ist mit der Pille für den Mann? Die Wissenschaftler forschen, wie die Samenproduktion unterbrochen werden kann. Bisher ohne brauchbares Ergebnis.
  • Buchtipp: Heiko Pust: Die sichere Lust. Verhütung für den Mann. Waldthausen Verlag, 29,80 Mark.

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