Risikoberuf Stuntman: Verletzungen gehören dazu

Feuer-Stuntman Denni Düsterhöft
Feuerkünstler Denni bei seinem Training

Knochenbrüche sind bei Stuntmen nicht selten. Wer trotzdem gerne an seine Grenzen geht, ist im Beruf richtig

Besonders eindrucksvoll macht das Markos Kollege. Schon sein Name klingt, als wäre mit ihm nicht zu spaßen: Denni Düsterhöft. Der 31-Jährige ist Feuer-Stuntman. Wenn Denni sich anzündet, ist das für ihn jedes Mal eine Herausforderung. "Routine kann in diesem Job tödlich sein", sagt er. Doch eine gewisse Portion Mut gehört dazu. "Wer Angst hat, sollte diesen Job nicht machen", sagt Denni. Um nicht aus der Übung zu kommen, zündet er sich regelmäßig an, als Training quasi. Manchmal brennt er länger als eine Minute, was ziemlich lang ist, wenn man brennt. "Konditionsbrennen" nennt Dennis das.

Nicht ohne Verletzungen
Mag das Brennen für Denni auch Routine sein, verbrannt hat er sich trotzdem schon, im Gesicht und an den Händen. Überhaupt, ganz ohne Verletzungen sind auch die Stuntfighter Marko und Matthias in ihrem Job nicht geblieben. Ein Riss im Handknochen, eine zertrümmerte Kniescheibe, ab und zu Schnitte oder Stiche, – sie zählen die Spuren auf, die die Arbeit bei ihnen hinterlassen hat. "Die meisten Unfälle passieren, weil andere Leute nicht gut ausgebildet sind", ist sich Marko sicher. Beim Dreh eines Films kommen viele Menschen zusammen, die sich nicht kennen und verschieden an einen Stunt herangehen. Manchmal sprechen sie nicht einmal dieselbe Sprache.

"In solchen Situationen muss man die Leute einschätzen können.", erzählt Matthias. Vertrauen sei eine der wichtigsten Arbeitsgrundlagen für Stuntleute.

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