Sportmedizin: Verletzungsgefahr beim Yoga?

Frage: Seit zwei Jahren praktiziere ich regelmäßig Yoga – gibt es dagegen irgendwelche sportmedizinischen Vorbehalte beziehungsweise wie hoch ist die Verletzungsgefahr beim Yoga generell?
Gerhard Lehner, München
Yoga ist gar nicht so gefärhlich wie es ausschaut
Tasten Sie sie langsam an komplizierte Yogaübungen heran, so halten Sie das Verletzungsrisiko gering

Unsere Antwort:

"Grundsätzlich sind keine sportmedizinischen Vorbehalte bekannt – wenn man die Übungen richtig ausführt", sagt Michael Forbes von Iyengar-Yoga-Vereinigung Deutschland e. V., München. Manche Yoga-Übungen wie der beliebte "Sonnengruß" setzen sich aus einer Vielzahl von Körperhaltungen zusammen, so Forbes. Um Risiken – wie bei jeder Gymnastik – auszuschließen, sollte man jedes Detail perfekt beherrschen. Deshalb ist es für Anfänger ratsam, sie aufeinander aufbauend zu erlernen.

Wer am Anfang zu schnell zu viel Gas gibt, riskiert eine Verletzung beim Yoga. Wenn Sie zum Beispiel gleich mit dem Kopfstand beginnen, drohen Gesundheitsrisiken im Nacken. Der Lotossitz kann zu Knieproblemen führen, wenn Muskeln und Bänder der benachbarten Gelenke noch nicht die nötige Flexibilität besitzen. Deshalb empfehle ich, Yoga Schritt für Schritt von einem ausgebildeten Yogalehrer zu lernen, der auf vorhandene Schwachpunkte (oft: Knie) eingehen kann. Auch für Sie ist es ratsam, öfter einmal die Haltungen, die Sie zu Hause machen, von Experten kontrollieren zu lassen. Die Erfahrung zeigt: Beim Heimtraining schleichen sich mit der Zeit immer wieder Fehler ein, die langfristig gesundheitliche Probleme nach sich ziehen könnten.

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