Ersatzteile: Verrückte Transplantationen

Die verrücktesten Transplantationen: Armtransplantation
1 / 20 | Die verrücktesten Transplantationen: Armtransplantation

Ein neuer Penis oder gleich ein ganzer Kopf - welche Körperteile sich mittlerweile transplantieren lassen

Die verrücktesten Transplantationen: Arme

Die Vorstellung plötzlich beide Arme zu verlieren und die alltäglichsten Dinge nicht mehr allein tun zu können – unvorstellbar. Genau so ging es einem Mann aus dem Unterallgäu 6 Jahre lang. Bei einem Unfall mit einem Maishäcksler verlor der Bauer beide Arme. Er wand sich an Ärzte in München und wurde belohnt: 2008 bekam er als erster Empfänger weltweit 2 neue Arme eines hirntoten Spenders. Heute kann er sogar schon wieder Trecker fahren.

Die verrücktesten Transplantationen: Beintransplantation
2 / 20 | Die verrücktesten Transplantationen: Beintransplantation

Die verrücktesten Transplantationen: Beine

Einem Spanier wurden 2011 erstmals beide Beine transplantiert. Da der Patient seine echten Gliedmaßen oberhalb des Knies verloren hatte, blieb ihm zunächst nur der Rollstuhl. Nach der Transplantation schien zuerst alles gut: Die Klinik in Valencia bezeichnete die Transplantation sogar als "Durchbruch in der Medizin".

Eineinhalb Jahre später mussten die Beine jedoch wieder entfernt werden, da der Empfänger die notwendigen Medikamente nicht vertrug. Da Beine im Gegensatz zu beispielsweise Lunge oder Herz nicht lebensnotwendig sind, wurde die Entfernung einer weiteren Behandlung vorgezogen. "So sieht es das Protokoll vor", heißt es in der offiziellen Erklärung der Klinik zum Fall.

Die verrücktesten Transplantationen: Transplantation von Eigenfett
3 / 20 | Die verrücktesten Transplantationen: Transplantation von Eigenfett

Die verrücktesten Transplantationen: Eigenfett

Mit der Transplantation von Eigenfett lassen sich quasi 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen. Dabei wird Fett an ungewünschten Stellen (zum Beispiel am Bauch) abgesaugt und zum Glätten der Haut an anderen Stellen (zum Beispiel Gesichtsfalten oder knittrige Hände) wieder eingespritzt. Sie denken, das ist Frauensache? Falsch. Immer mehr Männer lassen inzwischen die oben genannte Prozedur über sich ergehen.

4 / 20 | Die verrücktesten Transplantationen: Transplantation eines elektrisches Nervensystem

Die verrücktesten Transplantationen: Elektrisches Nervensystem

bestimmt kennen Sie die Szene aus Star Wars, in der Luke Skywalker bewusst wird, dass er seine Hand mit seinen Gedanken bewegen und auch spüren kann. Diese Szene könnte bald real werden für Menschen mit einer Prothese.

Forscher der Northwestern University in Chicago basteln nämlich an einem elektrischen Nervensystem. Durch eine Art Brücke über die Brustmuskulatur können entsprechende Nerven mit der Prothese verbunden und nach einiger Zeit vom Gehirn gesteuert werden. Bei einem Probanden hat es vor kurzem sogar schon geklappt: Bei dem Gedanken, einen Becher zu greifen, bewegte sich zumindest die Prothese. Ob dieser Reflex einmal so präzise sein könne wie bei einer richtigen Hand, bleibt allerdings abzuwarten, so das Forscherteam.

5 / 20 | Die verrücktesten Transplantationen: Transplantation eines ganzen Kopfes

Die verrücktesten Transplantationen: Ganzer Kopf

Zukunftsvision: die sprichwörtliche Krönung aller Transplantationen

Einen Kopf auf einen anderen Körper transplantieren – klingt nach einer Mischung aus Horror und Science Fiction. Doch genau das hat der italienische Neurochirurg Sergio Canavero vor. 2017 möchte er den Körper eines Hirntoten mit dem Kopf eines geistig gesunden, aber körperlich kranken Menschen verbinden. Einen freiwilligen Empfänger für sein Vorhaben soll es angeblich bereits geben.

An ärztlicher Unterstützung dürfte es laut Chirurg Veit Braun von der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie allerdings fehlen: "Für diesen Eingriff braucht es ein umfassendes Ärzteteam. Den einen oder anderen Spinner werden Sie finden, aber garantiert nicht 100." Das größte Problem sei seiner Meinung nach die Verbindung von Gehirn und Rückenmark. Selbst wenn alles glatt liefe, würde der Patient nach Brauns Einschätzung keinerlei Kontrolle über den Körper haben, nicht essen, sprechen oder gar atmen können. "Wenn das alles so einfach wäre, wären bereits alle Querschnittsgelähmten geheilt. Dieses Vorhaben ist der größte Quatsch überhaupt", so Chirurg Braun.

Ob es 2017 zu der fragwürdigen Transplantation kommt? Wohl eher nicht. Nicht nur das fehlende Ärzteteam steht der Sache im Weg – auch dürfte es schwierig werden, eine Ethikkommission davon zu überzeugen und die Kosten von rund 10 Millionen Euro aufzubringen. Somit dürfte die Kopf-Transplantation wohl eher eine abgefahrene Science-Fiction-Vision bleiben.

6 / 20 | Die verrücktesten Transplantationen: Transplantation von Gehirnzellen

Die verrücktesten Transplantationen: Gehirnzellen

Mit frischen Gehirnzellen zum Superbrain? Nicht ganz, aber die Transplantation von Neuronen könnte schon bald zum medizinischen Durchbruch führen. Jeden Tag sterben in unserem Gehirn tausende Nervenzellen ab – der Hauptgrund für Krankheiten wie Alzheimer oder Parkison.

Einem Ärzteteam aus Chicago kam die Idee der Gehirnzellen-Transplantation. Pilotprojekte an Ratten zeigten bisher erstaunliche Ergebnisse: Die eingeplanzten Stammzellen passten sich nicht nur dem Gehirn an, auch die Gedächtnisleitung Tiere stieg drastisch an. Kiminobu Sugaya, leitender Professor der Forschungsgruppe, ist optimistisch, dass bald auch Menschen frische Stammzellen transplantiert werden können: "Unsere Studie beweist außerdem, dass sich Stammzellen im Generellen regenieren können. Wir sind überzeugt, das Verfahren auch bald am Menschen durchzuführen, brauchen aber noch die entsprechende Genehmigung."

7 / 20 | Die verrücktesten Transplantationen: Kehlkopftransplantation

Die verrücktesten Transplantationen: Kehlkopf

Zukunftsvision:

10 jahre lang konnte eine Amerikanerin weder sprechen, schlucken noch selbstständig atmen. Schuld daran: Die Nebenwirkungen einer Nierentransplantation, die ihren Kehlkopf zerstört hatten. 2010 transplantierten ihr Ärzte einer Klinik in Kalifornien daraufhin ein weiteres neues Organ, einen kompletten Kehlkopf. Fast 2 Jahre lang hatten die Mediziner die Operation an Leichen geübt und sie dann in einem 18-stündigen Eingriff in die Tat umgesetzt. Warum die Transplantation so aufwändig ist? Weil sie erst das zweite Mal überhaupt durchgeführt wurde, das erste Mal 1998 in Ohio. Beide Patienten leben übrigens gut mit ihrem neuen Kehlkopf und können wieder essen, sprechen und atmen.

8 / 20 | Die verrücktesten Transplantationen: Transplantation eines kompletten Gesichts

Die verrücktesten Transplantationen: Komplettes Gesicht

Zukunftsvision: Neues Gesicht aus Eigengewebe

Das Gesicht ist unser Erkennungszeichen. Das Gesicht eines anderen bekommen? Für Viele sicherlich undenkbar. Für Menschen hingegen, die ihr Gesicht durch einen tragischen Unfall, Verbrennungen oder Krankheiten verlieren, eine große Hoffnung. Allerdings ist die Transplantation eines Gesichts ein Eingriff mit vielen Schwierigkeiten, immerhin müssen nicht nur die Haut, sondern auch Blutgefäße und Nervenenden miteinander verbunden werden.

2010 wurde erstmals ein komplettes Gesicht in den USA transplantiert. In Deutschland gab es bislang noch keine solche OP. Laut der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie soll es allerdings auch gar nicht erst so weit kommen. Das liegt nicht allein an den medizinischen Hürden, sondern vor allem auch an der psychischen Belastungen für den Empfänger. Stattdessen feile die Forschung an immer genaueren Verfahren zur Neubildung des Gesichts aus Eigengewebe.

9 / 20 | Die verrücktesten Transplantationen: Transplantation einer künstlichen Speiseröhre

Die verrücktesten Transplantationen: Künstliche Speiseröhre

Auch eine Speiseröhre gibt es bereits aus dem Labor und wurde sogar schon verpflanzt; wenn auch bislang nur bei Ratten. Das allerdings mit Erfolg: Die künstliche Speiseröhre wurde vom Körper der Tiere nicht abgestoßen und funktionierte einwandfrei. Das Besondere: Das Organ wurde aus Speiseröhren-Gewebe toter Ratten entnommen und mit Stammzellen neu geformt.

Sollte die Methode auch bald für den Menschen ausgereift sein, könnte das ein neuer Ansatz für die Züchtung anderer Organe sein.

10 / 20 | Die verrücktesten Transplantationen: Transplantation eines künstlichen Magens

Die verrücktesten Transplantationen: Künstlicher Magen

Ein Magen aus der Petrischale – das ist einem Forscherteam in Ohio jetzt gelungen. Für den Menschen geeignet ist das Kunstorgan allerdings nicht, der Magen ist nämlich nur etwa 3 Millimeter groß. Trotzdem ist das Miniorgan keineswegs nur etwas für Mäuse: Die Forscher gaben dem künstlichen Magen Bakterien, die nur auf den Menschen schädigend wirken und konnten Veränderungen am Kunstorgan feststellen.

Bis es einen richtigen Magen geben wird, dürfte es allerdings noch etwas dauern. Die Forscher planen zunächst die Entwicklung anderer Miniorgane wie Leber, Niere oder Lunge.

11 / 20 | Die verrücktesten Transplantationen: Muskeltransplantation

Die verrücktesten Transplantationen: Muskel

Mit einem Muskeltransplantat ruckzuck zum Bodybuilder? Nein, ganz so leicht geht es nicht. Muskeltransplantationen werden bisher nur durchgeführt, um die Funktion eines defekten Muskels zu retten oder ihn gar wiederherzustellen. Um das Krafttraining kommen Sie also nach wie vor nicht herum.

Forscher an der Duke University in North Carolina sind gerade dabei, künstliche Muskelfasern in der Petrischale zu züchten. Diese werden aus Stammzellen gezüchtet, die stark gedehnt werden. Bislang konnten die Zellen noch nicht verpflanzt werden, die Forscher sind aber optimistisch: Auf Wirkstoffe wie Dopingmittel und die Blutfette senkenden Statine sprangen die künstlichen Muskelzellen an.

12 / 20 | Die verrücktesten Transplantationen: Transplantation eines Netzhautchips

Die verrücktesten Transplantationen: Netzhautchip

Klingt nach Zukunftsmusik, ist Tübinger Ärzten jedoch tatsächlich gelungen: Ein Netzhautchip, der Blinde wieder sehen lässt. Dieser Photodiodenchip übernimmt dabei die Aufgabe abgestorbener Zellen der Netzhaut. Folge: Der Patient kann wieder sehen. Einzige Voraussetzung: Der eigentliche Sehnerv muss noch intakt sein, was nur bei zirka 11 Prozent aller Blinden der Fall ist.

Auf Dauer konnte der Chip bisher nicht eingesetzt werden, da Langzeitfolgen bisher ungeklärt sind. Anfangs auf 3 Monate begrenzt, wird der Chip mittlerweile schon bis zu 2 Jahre eingepflanzt.

13 / 20 | Die verrücktesten Transplantationen: Ohrtransplantation

Die verrücktesten Transplantationen: Ohr

2008 verlor die Amerikanerin Sherrie Walter ihr Ohr inklusive Gehörgang infolge von Hautkrebs. Heute trägt sie ein neues Ohr. Allerdings nicht von einem Spender, sondern ein neu modelliertes aus eigenem Gewebe. Ein Ärzteteam der John Hopkins Gesichtschirurgie baute aus Knorpelgewebe der Patienten ein neues Ohr und setzte es zunächst unter die Haut im Unterarm.

Ein Ohr im Arm? Laut dem leitenden Arzt Patrick J. Byrne die beste Stelle für das neue Hörorgan: "Dort gibt es einige Blutgefäße mit ausreichender Länge, um sie später mit den entsprechenden Gefäßen im Hals zu verbinden. Das neue Ohr und die Haut des Unterarms werden so auch am Kopf optimal mit Nährstoffen versorgt." Dank einem Hörgerät hat die Patientin heute übrigens nicht nur ein ästhetisches Ohr, sondern auch ein funktionierendes.

14 / 20 | Die verrücktesten Transplantationen: Penistransplantation

Die verrücktesten Transplantationen: Penis

Zukunftsvision: ein voll funktionsfähiger Penis zum Kinderzeugen

Ein Leben ohne Ihr bestes Stück? Unvorstellbar! In Südafrika müssen dieses Schicksal jedes jahr zirka 250 neue Männer aufgrund traditioneller Beschneidungen erleiden. Doch einer von ihnen konnte sich letztes Jahr glücklich schätzen, denn er hat einen neuen Penis erhalten – und erwartet jetzt sogar ein Kind.

Für das Ärzteteam der Stellenbosch University, das die Operation weltweit als erstes durchgeführt hat, eine erfreuliche Nachricht. "Unser Ziel war, dass der Patient die volle Funktion seines Penis nach 2 Jahren zurückgewinnt. Dass die Genesung so unglaublich schnell ging, ist für uns eine positive Überraschung", so der leitende Arzt André van der Merwe in einer offiziellen Erklärung. Dass der Patient mit dem neuen Penis ein Kind zeugen konnte, liege jedoch einzig und allein daran, dass seine eigenen Hoden noch intakt waren. Können jetzt alle Betroffenen auf einen neuen Penis hoffen? Leider nicht: Das größte Problem an der Transplantation sei die Suche nach einem geeigneten Spenderorgan. Mittlerweile stehen schon 9 weitere Patienten in Stellenbosch auf der Warteliste für einen neuen Penis.

15 / 20 | Die verrücktesten Transplantationen: Transplantation von Schweineblasen

Die verrücktesten Transplantationen: Schweineblase

Zukunftsvision: Menschliche Organe bilden sich um die Stützgerüste tierischer Organe

Und noch eine Variante der tierischen Transplation. Dieses Mal geht es ganz konkret ums Schwein, genauer gesagt um dessen Blase. Die wird nämlich im Universitätsklinikum Pittsburgh unter den menschlichen Muskel eingesetzt – um dessen Wachstum zu fördern. Im Gegensatz zur Xenostransplantation wird nicht das komplette tierische Organ verwendet, sondern nur die "Hülle", also das Gerüst ohne die eigentlichen Zellen. Dieses zelluläre Stützgerüst soll die Regeneration bei Muskelverletzungen ankurbeln. Bei 3 von 5 Probanden funktionierte dies in der Studie jedenfalls.

16 / 20 | Die verrücktesten Transplantationen: Transplantation der Schädeldecke

Die verrücktesten Transplantationen: Schädeldecke

Im Mai 2015 ist Ärzten in Houston eine kleine Sensation gelungen: Sie transplantierten eine komplette Schädeldecke samt Kopfhaut. Der Patient hatte aufgrund einer aggressiven Krebserkrankung unheilbare Wunden an eben dieser erlitten – die jetzt Geschichte sind. In einer Pressemitteilung gab der 55-Jährige außerdem noch einen weiteren Vorteil der Transplantation bekannt: Er habe jetzt mehr Haare als einst mit 21.

17 / 20 | Die verrücktesten Transplantationen: Speicheldrüsen-Transplantation

Die verrücktesten Transplantationen: Speicheldrüse

Diese Transplantation dient ausnahmsweise nicht dazu, etwas im Körper zu ersetzen, sondern um eine Funktion zu erhalten: die Speichelfunktion. Mittels einer Speicheldrüsen-Transplantation ist es Ärzten am Uni-Klinikum Würzburg erstmals gelungen, die Speichelfunktion bei Krebspatienten aufrechtzuerhalten. Das Problem vieler Krebspatienten: Bei einer Bestrahlung leidet zumeist auch die Speicheldrüse, sodass die Betroffenen selbst nach der Behandlung nicht mehr ausreichend Speichel produzieren. Was daran so schlimm ist? Ständige Mundtrockenheit, Infektanfälligkeit und fehlender Geschmack beim Essen.

Damit die Speicheldrüse bei den Patienten auch weiter funktionieren kann, entfernen die Ärzte eine Speicheldrüse (eigentlich hat jeder von uns ganze 6 davon) und setzen sie in den Unterarm ein. Dort wird der Ausführungsgang der Drüse nach außen an die Haut gelegt und der entstehende Speichel von einem tragbaren Beutel aufgefangen. Nach Ende der Krebsbehandlung kann das Organ dann wieder an seinen ursprünglichen Platz zurück.

Da die Methode mit einigen Risiken verbunden und nicht zwingend notwendig ist, wird sie bislang nicht sehr häufig durchgeführt. Besonders die Rücktransplantation sei ein komplizierter Eingriff, so der leitende Arzt in Würzburg, Professor Rudolf Hagen.

18 / 20 | Die verrücktesten Transplantationen: Stuhltransplantation

Die verrücktesten Transplantationen: Stuhl

Zukunftsvision: Transplantation der mikrobakteriellen Eigenschaften gesunder Spender

Vorsicht, wenn Sie gerade essen. Schon mal etwas von einer Stuhltransplantation gehört? Ja, die gibt es. Und ist sogar medizinisch weit verbreitet gegen Darmkrankheiten. Dabei wird der Stuhl einer gesunden Person mit einer Kochsalzlösung wird dann entweder per Einlauf verabreicht oder gespritzt.

Warum das Ganze, fragen Sie sich? US-Forscher wollen herausgefunden haben, dass die Stuhltransplantation schlank macht; nämlich, wenn ein übergewichtiger Spender den Stuhl eines schlanken Spenders bekommt. Das hat zumindest ein Versuch mit Ratten gezeigt.

19 / 20 | Die verrücktesten Transplantationen: Transplantation tierischer Organe

Die verrücktesten Transplantationen: Tierische Organe

Zukunftsvision: Tierische Organe implatieren statt zu essen

Eine Lunge vom Schwein oder die Niere eines Affen? Eine absurde Vorstellung, die in der Forschung jedoch gar nicht so abwegig ist. Schon lange forschen Mediziner an der sogenannten Xenotranslantation, also der Übertragung tierischer Organe auf den menschlichen Körper. Bisheriges Problem an der Sache: Viren, die für den Menschen als Empfänger eines Tierorgans lebensgefährlich werden können.

Auch aus ethischer Sicht ein nicht ganz unumstrittenes Thema, oder finden Sie es total in Ordnung, ein tierisches Organ zu empfangen? Viele Betroffene, die schon jahrelang auf ein Organ warten, sehen das lockerer, wie zumindest eine Studie der Medizinischen Hochschule Hannover ergibt. Von rund 1000 befragten Patienten auf Wartelisten gaben 80 Prozent an, mit der Transplantation eines Tierorgans einverstanden zu sein.

20 / 20 | Die verrücktesten Transplantationen: Transplantation eines toten Herzens

Die verrücktesten Transplantationen: Totes Herz

Herztransplantationen sind zwar keine Neuigkeit und heute quasi schon Gang und Gebe, aber tote Herzen? Auch die können jetzt transplantiert werden – eine Maschine macht's möglich. Das Herz, das maximal seit 20 Minuten aufgehört haben darf zu schlagen, wird in der besagten Maschine in eine Speziallösung eingelegt und so an einen neutralen Kreislauf angeschlossen.

Das "Herz in der Box", wie die Vorrichtung auch genannt wird, ermöglicht den Ärzten eine größere Zeitspanne bis zur Transplantation und eine bessere Verwertung von Spenderherzen. Im Herbst 2014 wurden die ersten 3 toten Herzen in Australien transplantiert – mit Erfolg. In Deutschland gibt es die Boxen (bis jetzt) noch nicht.

 
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