Hilfe für den weiblichen Höhepunkt: Viagra für die Frau

Viagra – Sex-Booster für den weiblichen Orgasmus?
"Ganz kalt", sagte sie, als er den G-Punkt zu suchen begann

Viagra gibt dem G-Punkt der Frauen den ultimativen Kick sagen Forscher, nachdem sie herausgefunden haben, dass deren Sex-Chemie ähnlich funktioniert wie die von Männern.

Turbo auf Rezept? Medikamente wie Viagra können auch Frauen zu besseren Orgasmen verhelfen – zumindest denen, die einen großen G-Punkt haben. Der Punkt, glorifiziert für phantastische Orgasmen, wird nämlich von Enzymen durchspült, mit denen das Potenzmitte Viagra reagiert. Das fanden Forscher um Emmanuele Jannini an der Uni im italienischen Aquili heraus.

Da die Existenz des G-Punktes immer noch nicht zweifelsfrei geklärt ist, suchte Jannini nach biochemischen Merkmalen für sexuelle Funktionen im Bereich des G-Punktes. Der wurde nach Ernest Gräfenberg benannt, der ihn 1950 angeblich zum ersten mal drückte und von da an zwischen vaginalem und klitoralem Orgasmus unterschied. Der Punkt ist eigentlich eine Region, die stark mit Drüsengewebe durchsetzt ist und die weibliche Harnröhre umschließt. Er befindet sich hinter dem Schambein an der Vorderwand der Scheide.

Die Italiener obduzierten 14 Frauen und entdeckten, daß das Enzym PDE5 in der G-Punkt-Region in der Scheide besonders hoch konzentriert war. Dieses Enzym ist schon von Männern bekannt: Dort hemmt es die Erektion und wird durch den Viagra-Wirkstoff Sildenafil geblockt.

G-Lader nicht nur für Autos?
"Es ist lächerlich, aber wahr, dass wir bis jetzt gebraucht haben, um die Anatomie der Frau richtig zu untersuchen," sagt Jannini. Er könnte sich nun einen Effekt von Viagra bei Frauen vorstellen, besonders, wenn sie über einen großem G-Punkt verfügen. Erste Versuche mit dem Medikament verliefen aber nicht eindeutig befriedigend. Die Wissenschaftler vermuten deshalb, dass bei den untersuchten Frauen die Art der sexuellen Probleme zu vielfältig war – von "keinen-Orgasmus-kriegen-können" bis "gar-keinen-Sex-wollen".

Janninis Arbeit deutet aber auch darauf hin, dass die weibliche Anatomie den Unterschied macht: Bei zwei der obduzierten Frauen fanden seine Kollegen nämlich gar kein Drüsengewebe und entsprechend kein PDE5-Enzym. "Für diese Frauen ist es anatomisch unmöglich, einen vaginalen Orgasmus zu bekommen", so Janninis Schlussfolgerung.

Auf den Punkt kommen
Diese Frauen müssen allerdings nicht verzweifeln, denn PDE5 wurde auch in der Klitoris gefunden. Und auch dort könnten Viagra-ahnliche Produkte wirken. Aber Frauen sind zu kompliziert, zumindest ihren Orgasmus betreffend, meint der Italiener, und ist sicher, dass Medikamente alleine nicht bei jeder zum Höhepunkt führen.

Wie können Sie herausfinden, ob Ihre Süße auch den G-Punkt als Turbo für den Orgasmus hat? Leider ist das entsprechende Drüsengewebe in der Scheide nicht zu sehen. Deshalb bleibt Ihnen nur ausprobieren übrig. Aber das ist ja nicht unbedingt eine langweilige Forschungsarbeit: Die Reaktion Ihres Hasen sollte Ihnen verraten, wann Sie die Punktlandung geschafft haben (Siehe Wie Sie einen vorgetäuschten Orgasmus erkennen).

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