Biorhythmus: Viagra gegen Jetlag

Viagra hilft auch gegen Jetlag
Ob Stewardessen dem etwas abgewinnen können, ist fraglich: Viagra hilft auch gegen Jetlag

Achtung FlugbegleiterInnen!: Das Wundermittel Viagra hilft offenbar auch gegen Jetlag

Impotenz und Jetlag sind Probleme, die zweifellos nichts miteinander zu tun haben – ihre Lösung aber schon. Denn das Wundermittel für Erektionsschwierigkeiten, Viagra, hilft offenbar auch, Biorhythmusstörungen nach einem Transatlantikflug in den Griff zu bekommen, so eine argentinische Studie.

Allerdings gilt das nur für Flüge nach Westen, beispielsweise von den USA nach Europa, schränken die Wissenschaftler von der Quilmes National Universität von Buenas Aires ein. Wer von Deutschland nach Sydney nach Osten fliegt und versucht mit einer ordentlichen Portion Viagra wieder auf die Beine zu kommen, wird lediglich mit einer ebenso ordentlichen Erektion das Outback bewundern.

Die Wissenschaftler um Diego Golombek hatten den Tag-Nacht-Rhythmus von Hamstern gestört, indem Sie deren 10-Stunden-Schlaf um sechs Stunden verkürzten – also einen New-York-Frankfurt-Flug vortäuschten. Die nachtaktiven Nager stiegen dann entgegen ihrer Natur auch im Dunklen vom Laufrad und blieben zwölf Tage lang verwirrt. Die Hamster aber, die kleinste Mengen vom Viagra-Wirkstoff Sildenafil bekamen, waren schon wieder nach sechs Tagen fit.

Als Ursache nennen die Forscher die Substanz cGMP. Viagra erhöhe deren Gehalt im Blut, woraufhin die innere Uhr für eine Zeit lang schneller laufe – und den Zeitunterschied damit ausgleiche. Weniger cGMP verlangsame die Uhr hingegen nicht. Deshalb funktioniert der Effekt nur bei Flügen nach Westen, bei denen die Nacht quasi verkürzt wird.

USA-Fans müssen künftig nach dem Urlaub aber keine peinlichen Beulen in ihren Hosen befürchten. Die Dosen, die man gegen einen Jetlag nehmen muss, sind nach Angaben der Wissenschaftler vergleichsweise gering und lassen keine unerwünschten Erektionen erwarten

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