Stehend in den Tod

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So einfach ließ sie schamlose Gedanken zu schamhafter Röte mutieren – da half auch keine Pille.

Männer mit starker Herzverkalkung können bei der Einnahme des Potenzmittels Viagra sterben. Bayer forscht an einer neuen Sex-Pille.

Die Potenzpille Viagra kann in Verbindung mit nitrathaltigen Medikamenten dafür sorgen, dass die nächste Erektion ihre letzte wird. Japanische und amerikanische Forscher fanden nämlich in Tierversuchen heraus, dass die Verbindung von Viagra mit nitrathaltigen Arzneien zur Mangeldurchblutung des Herzmuskels führen kann. Solche Medikamente werden standardmäßig zur Behandlung von Herzkranzgefäß- Verkalkungen verordnet.

Die Forscher flößten acht gesunden Hunden diese Mittel ein und maßen danach die Durchblutung der Herzkranzgefäße: sie verringerte sich um die Hälfte. Ebenso deutlich sank der arterielle Blutdruck.

Übertragen auf den Menschen heißt dass: bei Patienten mit Herzkranzgefäßverkalkung kann die Einnahme von Viagra zusammen mit einem Nitratpräparat im wahrsten Sinne des Wortes zu fatalen Pumpschwächen führen.
Damit wurde auch zum ersten Mal eine Zusammenhang zwischen der Einnahme von Viagra und dem plötzlichen Auftreten von Herztod oder Infarkt aufgedeckt – Nebenwirkungen, die die Sexpille schon häufig in die Schlagzeilen gebracht hat.

Da kommt die Ankündigung des Pharmaunternehmens Bayer gerade recht, bis zum Jahr 2002 ein neues potenzsteigerndes Präparat auf den Markt zu bringen. Dieses versieht bisher in Versuchen angeblich ohne nennenswerte Nebenwirkungen seinen Dienst am Schwellkörper. Der von Bayer verwendete Wirkstoff Vardenafil ähnelt dem der Substanz Sildenafil in Viagra, soll allerdings zehnmal so wirksam sein.

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