Potenzpillen: Viagra und Co. im Test

Macht Viagra abhängig?
Womöglich erleben Sie Ihr blaues Wunder

Der erste Selbstversuch – ein Men's-Health-Mitarbeiter hat alle drei Potenzpillen getestet

Mit meinen 30 Jahren liege ich ja klar unter der eigentlichen Alters-Zielgruppe für Viagra & Co. Warum sollte ich eine Potenzpille schlucken? Ich bin jung, sportlich – und im Bett habe ich auch keinerlei Probleme. Mein Kollege meint allerdings, dass diese Tabletten selbst bei einem jüngeren Mann erektionshemmende Enzyme lahm legen können und somit auch bei Stress so richtig Lust auf Sex machen.

Gut, überzeugt! Ich opfere mich für einen Selbstversuch mit den im Moment auf dem deutschen Markt vertretenen Potenzmitteln Viagra, Levitra und Cialis.

Viagra: Ich bin skeptisch, als ich die erste Potenzpille meines Lebens schlucke. Was passiert nun? Werde ich sofort zu Rocco Siffredi? Gleich vorweg: nein. Die Pillen erleichtern einem das Sex-Leben allerdings ungemein. Bei Viagra hat man ein Zeitfenster von zirka fünf Stunden.

Ich schlucke die Pille unauffällig nach dem Abendessen – die meisten Frauen können ja mit Sex auf Kommando nicht so gut umgehen. Ich nun schon. Denn bereits kurz nach der ersten Ejakulation wäre ich wieder einsatzbereit. Mir bleibt das gute Gefühl beim Einschlafen.

Levitra: Die Bayer-Pille funktioniert so ähnlich wie Viagra, ist aber viel kleiner. Auch hier hält der Wirkstoff etwa fünf Stunden an.

Beim Praxistest gab’s keine nennenswerten Unterschiede. Ganz ehrlich: Der Kick im Kopf macht selbstbewusst und ausdauernd. Unsere Psyche spielt halt auch eine Rolle (wenn man nicht unter erektiler Dysfunktion leidet).

Cialis:"Für Cialis am besten das nächste Wochenende reservieren", meint der Gesundheitsredakteur, "die hält bis zu 36 Stunden." Nach etwa einer Stunde kribbelt’s in der Lendengegend, als ich beim Zappen bei einer Sex-Reportage auf RTL2 hängen bleibe.

Eine Stunde später, bei den Tagesthemen, tut sich nix – Anne Will ist eben nicht so spannend. Nachts merke ich in Sachen Wirkungsdauer und Refraktärzeit keinen Unterschied zu Viagra und Levitra. Die erstaunlich harte Morgenerektion hält sich jedoch außerordentlich lange. Als ich nachmittags ins Fitness-Studio gehe, verzichte ich sicherheitshalber auf den Saunabesuch. Ich möchte ja nicht unangenehm mit einer Beule unter meinem Handtuch auffallen.

Der Abend verläuft entspannt. Man könnte ja schließlich noch mal, wenn man nur wollen würde – das macht den Kopf frei. Die folgende Morgenerektion ist zwar noch vorhanden, sie hält allerdings nicht mehr so lange wie am Tag zuvor. Das war ja schon beinahe nervig.

Fazit: Alle diese drei Pillen haben erstklassig funktioniert. Wer will, der kann bei ausreichend sexueller Reizung wie auf Knopfdruck eine Erektion herbeizaubern. Ich würde Viagra und Levitra von Montag bis Donnerstag einsetzen – und die Cialis dann freitags und samstags. Sonntag muss auch mal Sexpause sein!

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