Workout-Methoden: Vibrationstraining im Praxistest

Fitness-Studio-Trend Vibrationstraining
Krafttraining findet bei einer Frequenz von zirka 30 Hertz statt

Raus aus der Routine. Der Fitness-Studio-Trend Vibrationstraining ist nicht nur ein guter Cool-Down, sondern stärkt auch Ihre Muskeln. Wir haben’s getestet

Sie müssen sich nicht auf Ihre Waschmaschine setzen, um zu wissen wie sich Vibrationstraining anfühlt. Viele Fitness-Studios bieten Vibro-Trainer an, mit denen Sie Ihre Muskeln ordentlich durchschütteln und gleichzeitig trainieren können. Wir haben Vibrations-Krafttraining anhand eines Hometrainers von VibroGym getestet.

So funktioniert’s
Die vom kleinen Elektromotor erzeugten Schwingungen übertragen sich auf Ihren Körper. Durch die Bewegungen der Platte werden die Muskeln abrupt gedehnt. Dazu kommt es zu einer reflexartigen Kontraktion des Muskels. Wichtig ist die Frequenz, also die Geschwindigkeit, mit der die Platte senkrecht auf und ab vibriert. Krafttraining findet bei einer Frequenz von zirka 30 Hertz statt. Bei diesen schnellen Wiederholungen ist der Muskel quasi ständig unter Spannung.

VibroGym im Praxistest
Trainieren sollten Sie anfangs ein bis zwei Mal in der Woche. Unser Tester hat sich sogar drei Mal die Woche drauf gestellt. Das Gefühl auf der vibrierenden Platte ist durchweg angenehm. Besonders im Massagemodus ist das Gerät sehr zu empfehlen. Die meisten Übungen werden statisch durchgeführt. Kniebeugen, Liegestützen oder Trizepsdrücken lassen sich auch dynamisch ausführen, es ist nur wesentlich anstrengender und daher gut für Fortgeschrittene geeignet. Bein- und Armmuskulatur lassen sich am einfachsten trainieren. Bauch- und Rückenübungen wie Crunches oder Rückenstrecker sind weniger angenehm, da man sich mit dem Körper auf die kleine Platte zwängen muss. Abhilfe schafft hier ein Kissen oder Zusatzpodest.

Fitness-Studio-Trend Vibrationstraining
Bein- und Armmuskulatur lassen sich am einfachsten trainieren

Wichtig: Übertreiben Sie nicht. Einheiten a 30 Sekunden bis eine Minute mit einer Minute Pause sind ideal. 20 Minuten Training (inklusive Pausen) verursachte bei unserem Tester schon mal einen ordentlichen Muskelkater. Pluspunkt: Das Gerät ist eine gute Abwechslung zum normalen Training oder Workout: Es macht Spaß und trainiert tiefer liegende Muskelfasern, die sich durch normales Training schwer erreichen lassen. Wichtig hierbei ist vor allem, das Training zu variieren (Frequenz der Schwingung und Trainingszeit ändern) Aber: Das Gerät ist nicht für alle Übungen gleich gut geeignet. Das Sitzen oder Liegen auf der Platte (wie etwa bei Bauchübungen) ist etwas unangenehm und unbequem und daher nicht zu empfehlen.

Fazit: Vibrationstraining ist eine sinnvolle Abwechslung zum Studiotraining. Die Geräte gibt es auch als Hometrainer ab 3000 Euro. Wer allerdings im zweiten Stock oder aufwärts wohnt, könnte sich bei seinen Nachbarn etwas unbeliebt machen. Bei schlechter Deckenisolierung hören sich die Schwingungen der Vibrotrainer eine Etage tiefer etwa so angenehm an wie eine Waschmaschine im Schleudergang. Daher immer auf eine passende Untermatte achten.

Die VibroGym Domestic wiegt 53 Kilo (Maße: 600 mm x 700 mm x 1300 mm) und kostet zirka 3900 Euro. Das Trainingsgerät erzeugt eine vertikale Vibration.

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