Für und wider: Vitamin C kann schädlich sein

Die Vitamin-C-Frage
Chemie vs. Natur – 0:1

Das oft als Allheilmittel gehandelte Vitamin C schützt vermutlich nur zusammen mit anderen Naturstoffen vor Krebs. In isolierter Form könnte es mehr schaden als nutzen

Der Schutz vor Krebs, Herzinfarkt und Diabetes wurde dem Wundervitamin zugeschrieben. Der Nobelpreisträger Linus Pauling nahm es grammweise und wurde 93 Jahre alt. Die Frage lautet nur: "Deswegen oder trotzdem?"

In einer aktuellen Studie, die jetzt im Wissenschaftsjournal Science erschien, berichten Forscher von der University of Pennsylvania, dass Vitamin C in Laborexperimenten zur Entstehung eines Giftstoffs beitrug, der die menschliche Erbinformation DNS schädigen kann – was in lebenden Zellen theoretisch Krebs auslösen könnte.

Das Ergebnis beweist zwar nicht, dass Vitamin C Krebs erzeugen kann, so der Hauptautor Ian Blair, aber sie stellen eine deutliche Warnung vor dem Gebrauch von Vitamin-C-Präparaten dar.

Der Mix macht's
Statt auf Pillen und Pulver zu vertrauen, bekommt man alle Nährstoffe die der Körper benötigt, durch eine ausgewogene Ernährungsweise mit Obst, Gemüse und Getreideprodukten – davon sind heute immer mehr Experten überzeugt.

In den Naturprodukten stecken vermutlich auch die Begleitsubstanzen, die zusammen mit dem ebenfalls enthaltenen Vitamin C einen vorbeugenden Effekt ergeben: "Man kann nicht einfach eine Substanz aus einem gesunden Nahrungsmittel herauspicken. Die ganze Nährstoffzusammensetzung ist wichtig", sagt Blair.

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