Antioxidantien : Vitaminpillen bremsen Sporteffekt

Vitaminpillen heben den Trainingseffekt teilweise auf
Vitaminpillen nach dem Sport können den Trainingseffekt für die Gesundheit aufbremsen

Vitaminpräparate sind für Sportler möglicherweise nicht sinnvoll. Sie unterdrücken einen Teil der Trainingswirkung und erhöhen das Diabetes-Risiko

Vitaminpräperate unterdrücken offenbar die positive Wirkung von Sport auf die Gesundheit. Zudem steigt die Gefahr an Diabetes zu erkranken, so eine Studie aus den USA und Deutschland.

Während einer sportlichen Tätigkeit entstehen in den Muskeln so genannte freie Radikale. Diese eigentlich als schädlich angesehenen Sauerstoffverbindungen sind der Grund dafür, warum Zellen altern. Eine große Anzahl von freien Radikalen kurz nach einer sportlichen Belastung ist jedoch nicht gefährlich, sondern kann gesundheitsfördernd wirken, erklärt Michael Ristow von der Universität Jena. Vermutlich erhöhen diese freien Radikale die Insulinempfindlichkeit des Körpers und verringern so das Risiko an Diabetes vom Typ 2 zu erkranken, meinen die Forscher. Das Problem: Schluckt man entsprechend nach dem Sport die so genannten Antioxidantien, wie zum Beispiel Vitamin C und E, können diese die Bildung von freien Radikalen unterdrücken.

Die Forscher ließen Freiwillige vier Wochen lang ein Sportprogramm absolvieren. Bei Probanden, die Vitamin C und E bekamen, zeigte sich nach dem Sport keine Mengenveränderung der freien Radikale. Bei den anderen Probanden erhöhte sich hingegen die Menge dieser aggressiven Sauerstoffverbindungen. Zudem hatte sich nach vier Wochen Training die Insulinempfindlichkeit nur bei den Probanden verbessert, die kein Vitamin C und E erhalten hatten.

Die Aussagen beziehen sich allerdings nur auf Vitaminpräparate, so Ristow. Dass Obst und Gemüse die Gesundheit fördert, bleibe unbestritten.

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