Minus 50 Kilo: Vom übergewichtigen Sport-Muffel zum Fitness-Trainer

Florian hat 50 Kilo abgenommen
Florian (24 Jahre; 1,71 m) nahm 50 Kilo ab: Vorher wog er 130 Kilo und nachher 80 Kilo

Applaus! 50 Kilo hat Florian abgenommen. Wie er es schaffte, von 130 Kilo auf 80 Kilo inklusive Waschbrettbauch zu kommen, erklärt er hier

Um 7 Uhr ging es auf den Bau, zum Frühstück gab es ein Croissant vom Bäcker, Sport stand überhaupt nicht zur Debatte. Florian war Gas-Wasser-Installateur — ein Beruf, der auf die Knochen geht. "Nach der Arbeit hing ich nur noch auf der Couch ab", erzählt er. Zufrieden war Florian mit seinem Alltag nicht. Ein Arbeitsunfall machte alles noch viel schlimmer. "Mein Chef gab mir den Auftrag, eine Heizung abzumontieren. Normalerweise macht man das gar nicht allein." Beim Runtertragen des Schwergewichts stürzte Florian. "Mein Arm steckte noch zwischen den Rippenrohren fest." Folgen: eine Schultereckgelenksprengung und mehrere Bänderanrisse.

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Auf die Arbeitsunfähigkeit folgte die Kündigung. Fast 3 Monate lang war er ans Bett gefesselt. "Mein Tag bestand nur noch aus Essen, Zocken und Schlafen. Für viele vielleicht eine tolle Vorstellung, für mich war es allerdings ein Teufelskreis." Als seine Waage 130 Kilo anzeigte, beschloss er, dass sich etwas ändern muss. Im Dezember 2013 meldete sich Florian im Fitness-Studio an. "Du machst das jetzt einfach!", ermunterte ihn sein Bruder, der ihn anschließend auf seinem Abnehmweg begleitete. Von da an war nichts mehr wie vorher.

 Januar 2014: Ernährungsumstellung
"Das ganze Leben drehte sich um 180 Grad. Wenn man das wirklich will, zieht man es auch durch." Zum Frühstück gibt’s nun Knäckebrot mit Frischkäse und Pute. Florian startet auch beim Sport durch. "Am Anfang muss man Mut haben. Da war ich nur mit einem Liegefahrrad unterwegs. Ich schwitzte viel, und alle sahen mich dabei an."

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April 2014: Mit Sport purzeln die Pfunde
Florian besucht erstmals die Fitness-Messe Fibo, ist gleich infiziert. Er ist weit entfernt von den Fitness-Models dort, aber sein Umfeld bemerkt seine Wandlung: "Der Leiter meines Fitness-Studios fragte mich irgendwann, ob ich nicht Lust dazu hätte, als Aushilfe dort zu arbeiten." Parallel dazu beginnt der damals 21-Jährige, sein Fachabitur nachzuholen. 

Juli 2014: Bauchmuskeln werden sichtbar
Die ersten Sixpack-Ansätze  sind zu sehen. "Ich dachte nur: ‚Wow, so schnell?`, und war völlig überrascht!" Mittlerweile hat Florian 30 Kilo verloren.

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April 2016: Florian passt in seine alten Hosen doppelt rein
Jetzt steht Florian zum ersten  Mal selbst auf der Bühne der Fibo — neben dem bekannten Youtuber Road to Glory — und präsentiert seine alten Hosen, in die er fast 2-mal reinpasst. 50 Kilo weniger wiegt er nun. Er will sein Hobby zum Beruf machen, hat schon eine Website (www.ebo-coaching.de) und strebt eine Qualifikation zum Ernährungsberater an. "Ich will aber nicht für viel Geld Ernährungspläne verkaufen, sondern anderen helfen, die unglücklich sind und gemobbt werden. Geld ist nicht die Welt, hat meine Oma immer gesagt."

Seine Devise: Man muss sich auch mal entspannen können. "Wenn ich wegen Urlaub oder Krankheit eine Sportpause einlege, setze ich mich nicht selbst unter Druck, sondern verzichte auf mein gewohntes 3er-Split-Training. Ich ruhe mich erst mal richtig aus, um anschließend mit Ganzkörpertraining wieder reinzukommen." Wie das aussieht, zeigt die folgende Tabelle.

ÜbungWiederholungenSätze
Kniebeugen103
Beinstrecker203
Bankdrücken203
Butterflys203
Langhantel-Rudern103
Enges Rudern am Turm203
Military Press103
Bizeps-Curls103
Trizepsdrücken am Seilzug103

Zwischen den Sätzen nur kurze Pausen machen. "Wer dann noch Power hat, probiert Supersätze aus", rät Florian, also: direkt nach einem Satz von einer anderen Übung möglichst viele Wiederholungen machen. "Das bringt die Muskeln zum Weinen."
Auch beim Essen lässt Florian mal fünf gerade sein. "Sonntags treffe ich mich mit Freunden, wir gucken zusammen Football und gönnen uns Pizza. Dabei schalte ich ab und mache mir vor allem keinen Stress wegen Kalorien."

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