von A bis Z: Das ABC der Beziehung

Verliebt, verlobt, verloren – auf die traute Zweisamkeit ist schon lange kein Verlass mehr. In Beziehungen wird gelogen, betrogen und abgezockt. Aber nicht mit Ihnen, wofür gibt es schließlich Gesetze. Wir verlesen Ihnen Ihre Rechte – und Pflichten.

Für das Gelingen einer Partnerschaft gibt es keine Garantie. So ist das Leben nun einmal. Menschen verlieben sich und trennen sich. Doch wie sauber so eine Trennung über die Bühne geht, ist keine Frage des Schicksals. Wer rechtzeitig mit dem Schlimmsten rechnet, hat später die besten Karten. Und dabei hilft Ihnen sogar der Gesetzgeber. Die perfekte Vorsorge für eine Partnerschaft – und die Zeit danach. In alphabetischer Reihenfolge.

A bis D
Annullierung: Wenn Ihre Liebste Sie mit dem Jawort irgendwie aufs Kreuz gelegt hat, gibt es Hintertürchen, durch die Sie ohne großen bürokratischen Aufwand dem Bund fürs Leben wieder entfliehen können. Annullierung heißt das Zauberwort. Allerdings müssen Sie nachweisen, dass Sie das Ja im Zustand der Bewusstlosigkeit flüsterten, nicht wussten, was da tatsächlich abging (arglistige Täuschung), oder aber unter Drogen standen (und das dürfte ja machbar sein).

Beischlafpflicht: Keine Sorge, eine vorgeschriebene wöchentliche Koitus-Quote gibt es nicht, allerdings kann zuwenig Geschlechtsverkehr als Indiz für mangelndes Interesse am Anderen gewertet werden. Scheidungsrichter sehen das so: Wer mit seinem Partner keinen Sex mehr will, hat auch kein Interesse mehr an einer ehelichen Gemeinschaft. Ergo wird der Lustmangel einer Ehefrau gerne als Scheidungsgrund akzeptiert.

Cash: Bei unverheirateten Paaren bestehen keine gegenseitigen Unterhalts- und Abfindungsansprüche. Wenn Ihre Freundin clever ist, macht sie einen Karriereverzicht wegen Beziehungs- und Hausfrauen-Engagements von einer privaten Abfindungsregelung abhängig. Die schriftliche Vereinbarung regelt, wie der Haushaltsjob im Fall einer Trennung honoriert wird. Vorsicht also bei plötzlichen Unterschriftenforderungen!

Doppelbett: Wer mit seiner Partnerin zusammenzieht, spart sicherlich eine schöne Stange Geld. Voraussetzung ist allerdings, dass der Vermieter mit dem Zuzug einverstanden ist. In der Regel muss er den neuen Mitbewohner dulden. Einzige Ausnahme: Es handelt sich um eine Zehn-Quadratmeter-Bude, dann kann er auf Unzumutbarkeit pochen. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird er es sich nicht nehmen lassen, bei zwei Personen höhere Nebenkosten zu kassieren. Ohne vertragliche Regelung sollten Sie sich aber auf keinen Fall auf das gemeinsame Wohnprojekt einlassen. Ein Untermietvertrag ist immer das Mindeste, sonst kann Sie Ihr Schatz täglich rausschmeißen. Wirklich gleichberechtigt sind Sie nur, wenn Sie als zweiter Hauptmieter im Vertrag stehen. Dann sind Sie allerdings auch in Sachen regelmäßiger Mietzahlung und anfallender Renovierungskosten mit in der Haftung. Beim kollektiven Auszug hätten Sie als Untermieter nicht mehr zu tun, als ihre Koffer zu packen – anders als Mitmieter: Die Kosten für anstehende Schönheitsreparaturen gingen auch zu Ihren Lasten, egal, ob die schon vor Ihrem Einzug notwendig waren oder nicht.

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