D: Von Daguerreotypie bis DVD-Video

Daguerreotypie: Eine rote Kupferplatte wird auf einer Seite mit einer reinen Schicht Silber überzogen, geschliffen und poliert. Anschließend kommt die Platte in eine Schachtel mit jodierten Kristalllen. Dort bleibt sie 5 bis 30 Minuten den Dämpfen ausgesetzt, bis sie sich gelb einfärbt: Die Platte ist jetzt lichtempfindlich. Zur Entwicklung der belichteten Platte dient Quecksilberdampf. Das Silber reagiert an den belichteten Stellen mit dem Quecksilber, und es bildet sich ein weißes Silberamalgam. Das Bild ist nun sichtbar, muss aber noch in eine Kochsalzlösung, damit es haltbar wird. Das Silberamalgam gibt die hellen Flächen wieder, und dunkle Bildteile stellt die polierte Platte.

Densität/Schwärzung: Der Grad der Opazität, also der Undurchsichtigkeit.

Diaaufsatz (Scanner): Normalerweise digitalisieren Flachbettscanner nur Papierbilder. Für Dias müssen Sie deswegen den Scannerdeckel gegen einen Durchlichtaufsatz (Lichtwanne) tauschen. Die Ergebnisse sind bei Kleinbildfilmen jedoch sehr schlecht mit einer viel zu geringen Auflösung. Ein Scanner mit 300 x 600 ppi Auflösung (ppi) unterscheidet bloß 240 000 Bildpunkte pro Kleinbilddia. Und auch ein 600 x 1200-ppi-Scanner liefert nur 960 000 Pixel. Erst wenn Sie ein 6 x 6-Dia mit 600 x 1200 ppi scannen, bekommen Sie mäßige 3,8 Millionen Bildpunkte. Profiscanner arbeiten mit 2000 x 2000 ppi – genug für akzeptable Kleinbildscans mit 5,3 Millionen Bildpunkten. Damit die Schatten Zeichnung zeigen, sollte die Farbtiefe mindestens 30 Bit betragen.

Digitalkamera: Statt eines Negativs oder Dias liefern Digitalkameras eine digitale Bilddatei. Trotz einiger wesentlicher Unterschiede ähnelt ihre Bedienung der konventioneller Modelle. Die Unterschiede. Erstens: In konventionellen Kameras nimmt ein lichtempfindlicher Film das Bild auf. Bei digitalen Modellen sitzt hier ein lichtempfindlicher Chip (CCD). Filme erzielen eine Auflösung von 10 bis 20 Millionen Bildpunkten. Bei digitalen Kompaktkameras sind es derzeit bis zu 80 Millionen (je nach Seitenformat). Die digitale hat also die analoge Technik überholt. Da die meisten Chips kleiner als Filme sind, arbeiten die Digitalkameras mit entsprechend kürzeren Brennweiten. Zweitens: Der Film nimmt das Bild nicht nur auf, sondern „speichert“ es auch. Sie transportieren den Film weiter und machen sofort die nächste Aufnahme. Das Bild ist und bleibt auf einer bestimmten Stelle des Films. In digitalen Kameras nimmt immer derselbe Chip das nächste Bild auf. Die Geschwindigkeit aufeinander folgender Aufnahmen ist also abhängig von der Fähigkeit des Chips, Bilder als Dateien abzuspeichern und für eine neue Aufnahme bereit zu sein. Drittens: Der Film muss entwickelt werden, bevor Sie ein Foto betrachten können. Es liegt erst dann dann als Bild vor Ihnen. Die Bilder der Digitalkamera sind hingegen nach der Aufnahme sofort fertig. Sie können die Bilder ohne Entwicklung auf dem Monitor Ihrer Kamera betrachten, in den PC übertragen, bearbeiten und dann entwickeln lassen.

Digitalzoom: Das Digitalzoom lässt die Brennweite des Objektivs unverändert. Statt dessen vergrössert die Kamera elektronisch einen Bildausschnitt auf die volle Bildgröße. Gleichzeitig fallen alle überschüssigen Pixel am Bildrand weg. So erhält man zwar denselben Bildwinkel und Bildausschnitt wie bei einem echten Zoom, allerdings verschlechtert sich bei Kameras mit niedrigem Auflösungsvermögen die Bildqualität, da Bildinformationen verloren gehen. Bei einem digitalen Zweifachzoom löscht die Kamera drei von vier Bildpunkten.

Dmax/Dmin: Der Punkt der maximalen bzw. minimalen Densität in einer Vorlage.

Dots per Inch (dpi): Maßeinheit für die Anzahl von Druckpunkten pro Inch (1 Inch = (2,54 cm) für Drucker. Ein Drucker mit einer horizontalen Auflösung von beispielsweise 300 dpi druckt demnach auf einem Inch Länge (1 Inch = (2,54 cm) 300 Druckpunkte nebeneinander.

dpi: Maßeinheit für die Anzahl von Druckpunkten pro Inch (1 Inch = (2,54 cm) für Drucker. Ein Drucker mit einer horizontalen Auflösung von beispielsweise 300 dpi druckt demnach auf einem Inch Länge (1 Inch = (2,54 cm) 300 Druckpunkte nebeneinander.

Dual-Laser: Manche Laufwerke für optische Medien besitzen zwei Laserdioden mit unterschiedlichen Wellenlängen. Diese sind an die unterschiedlichen Reflexionseigenschaften diverser optischer Datenträger angepasst.

Dual-Plate-Technik: Dual-Plate-Scanner besitzen zwei getrennte Vorlagenebenen für Papierbilder und Filme (Dias und Negative). Papierbilder kommen wie gewohnt oben auf die Glasplatte des Scanners. Für Dias gibt es dagegen eine spezielle Schublade, so dass kein Glas den Strahlengang stört. Mit der Schublade können auch gerahmte Dias und Filmstreifen über glaslose Vorlagenhalter eingescannt werden, was die Handhabung vereinfacht.

Durchlichtaufsatz (Scanner): Normalerweise digitalisieren Flachbettscanner nur Papierbilder. Für Dias muss der Scannerdeckel gegen einen Durchlichtaufsatz (Lichtwanne)getauscht werden. Das Auflösevermögen von Scannern liegt mittlerweile deutlich höher als die Auflösung der zu scannenden Dias.

DVD (Digital Versatile Disc): Digitales Speichermedium mit den gleichen Abmessungen wie die CD. Durch eine höhere Schreibdichte sowie zwei Schichten pro Seite bietet die doppelseitig beschreibbare Scheibe eine maximale Speicherkapazität von 17 Gigabyte.

DVD+RW: Von der Firma Philips erfundenes Format für wiederbeschreibbare DVDs (Speicherkapazität: 4,7 GB), vom DVD-Forum bisher nicht als Standard anerkannt. Die DVD+RW sieht keine Funktionen nach dem „Video Recording Format“ vor, Video-Nachbearbeitung auf der Disc ist somit nicht möglich. DVD+RW soll mit fast allen DVD-Playern und auch mit DVD-ROM-Laufwerken in Computern kompatibel sein.

DVD-R: Von der Firma Pioneer erfundenes Format für einmal beschreibbare DVDs mit einer Speicherkapazität von 4,7 Gigabyte pro Seite. Wird überwiegend im professionellen Bereich für das Mastering von DVDs genutzt.

DVD-RAM: Von Panasonic favorisiertes Format für wiederbeschreibbare DVDs (Speicherkapazität: 4,7 GB/Seite). Die DVD-RAM ist für den Einsatz in DVD-RAM-Laufwerken im PC standardisiert, und steckt wie eine Computerdiskette in einer Schutzhülle (Cartridge). DVD-RAM erfüllt wie DVD-RW alle Anforderungen des Video Recording Format - die Video-Nachbearbeitung auf der Disc ist daher theoretisch möglich.

DVD-ROM: DVD- Format, von dem nur gelesen werden kann. Mutter aller DVD-Formate und physikalisch identisch mit DVD-Video und DVD-Audio. Unterscheidet sich lediglich durch ihre auf die Logik eines Computers ausgelegte Datenstruktur. Wird als Träger für Computerdaten, -programme, Datenbanken und Multimedia-Anwendungen genutzt.

DVD-RW: Von Pioneer entwickeltes Format für wiederbeschreibbare DVDs (Speicherkapazität: 4,7 GB). Die DVD-RW entspricht dem Standard fürs Video Recording Format.

DVD-Video: Nicht überschreibbares DVD.Format. Wird vor allem für Spielfilme genutzt. Erlaubt im Gegensatz zu VHS-Bändern die Speicherung von anamorphen Bildern und digitalem Mehrkanalton. Einseitig und mit einer Datenträgerschicht bespielt, reicht ihre Speicherkapazität von 4,7 Gigabyte (GB) für einen Spielfilm von 135 Minuten Länge. Das Maximum: je zwei bespielte Schichten auf jeder Seite der DVD (17 GB).

Quelle: colorfoto.de

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