Nackte Realität

Sex ist wichtiger als Alkohol
Was heißt hier "Sex in der Öf- fentlichkeit"? Es war SEIN Auto.

Pornos zeigen nicht nur schöne Frauen und geilen Sex. Sie verändern auch Lebenseinstellung und Weltbild der Zuschauer, sagen Münchener Forscher.

Die Arbeitsgruppe um Prof. Hans Bernd Brosius von der Universität München hatte sich 92 Pornos und 69 Softsexfilme angeschaut und inhaltlich analysiert. Die gezeigte Realität in den Filmen unterscheide sich stark von der Wirklichkeit, so die Wissenschaftler: Die handelnden Personen suchten sich ihre Partner nur in zehn Prozent der Fälle aus Liebe aus; 70 bis 80 Prozent der Nummern würden mit Zufallsbekanntschaften, Arbeitskollegen, Bekannten geschoben. Der Sex finde meist an öffentlichen Orten statt; und wer gerade keinen Partner greifbar habe, spräche Fremde an.

Eine amerikanische Studie habe bewiesen, dass diese Porno-Realität Lebenseinstellung und Weltbild das Publikums beeinflusse, folgerte Prof. Brosius: Pornokonsumenten fänden ihre eigenen Partner weniger attraktiv, mäkelten mehr am eigenen Sex herum. Sie forderten mildere Strafen für Vergewaltiger und wollten weniger Kinder bekommen - vor allem weniger Mädchen. Die Versuchspersonen waren nach dem Pornokonsum auch eher gewillt, Hardcore-Ware anzusehen – ein Indiz dafür, dass Pornokonsum verrohe.

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