Das große Lexikon Frau Teil 4: Von Schmusen bis Zunge

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Im 4. Teil unseres großen Lehrbuchs zur Frau lüften wir ihre letzten Geheimnisse

S: Sadismus, der

Auch wenn der Begriff von seinem Namen abgeleitet ist: Erfunden hat der Marquis de Sade (vornamentlich Donatien Alphonse François, 1740-1814) das Zufügen von Schmerzen zum Lustgewinn ganz sicher nicht

Und auch wenn es bei Monsieur de Sade zuvorderst Männer sind, die hauen, und die es erdulden Frauen, kennt auch er das sadistische "Weibsbild", wie etwa die Figur der maßlosen Madame Delbène. Nicht zuletzt ist die bekannteste figürliche Ausgestaltung der prügelnden Sexgestalt eine Frau: die Domina.

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S: Sappho, die (Name)

Haben Sie sich je gefragt, warum all diese Internetseiten mit den einander küssenden, fistenden, neckenden und vorzugsweise leckenden Lesbenmädchen mit dem Begriff "Sapphic" jonglieren?

Nein, vermutlich nicht. Wir erklären es Ihnen trotzdem. Sappho lebte im 6. Jahrhundert vor Christus auf der Insel Lesbos und gilt als bedeutendste Lyrikerin der Antike. In ihren Schriften ist die homosexuelle Liebe unter Frauen ein gängiges Thema. Ob sie die Filme, die unter ihrem Namen vertrieben werden, so geil fände, sei mal skeptisch in den Raum gestellt.

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S: Scheide, die

Ja, dieses völlig sexlose Wort ist tatsächlich die politisch korrekte Bezeichnung für das primäre weibliche Geschlechtsmerkmal

Da möchte man doch lieber gleich „primäres weibliches Geschlechtsmerkmal“ sagen. Ein Trauerspiel. Zumal der Begriff in erster Linie auf das "Ausscheiden" Bezug nimmt. Aber was will man machen? Nein, wir rufen jetzt nicht zum Wettbewerb ums schönste deutsche Mumu-Wort auf. Ihre ganzen F-Wort-Einsendungen wollen wir uns ersparen.

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S: Schmusen, das

Damit kann vieles gemeint sein, und darum fürchten viele Männer diesen Begriff mehr als manchen anderen

Wenn sie sagt, sie will schmusen oder gar kuscheln – was meint sie dann? Und wenn sie nur meint, was sie sagt, wie unterscheidet Mann das von einem Schmusen, aus dem auch mehr werden kann? Und wie bekommt er im Falle eines Missverständnisses ganz schnell seine Erektion wieder weg? Neuere Umfragen zeigen: Die Männer haben resigniert. Den Zahlen nach finden 57 Prozent der Frauen Kuscheln besser als Sex. So weit, so wenig überraschend. Der tragische Teil: Mittlerweile finden das auch 43 Prozent der Männer. Die sagen sich inzwischen: bloß keinen Stress. Lieber mal locker abhängen. Im wahrsten Sinne des Wortes.

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S: Schuh, der

Fetisch, Freund und Finanzierungsobjekt Nummer eins

Wir müssen das jetzt hier nicht noch einmal auswalzen, oder? Nur so viel: Nach Angaben des Branchendienstes Schuhmarkt-News.de liegt der Marktanteil von verkauften Damenschuhen bei 54 Prozent, Herrenschuhe bringen es auf 32 Prozent. Noch Fragen?

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S: Single, der

Er ist meist weiblich

26 Prozent aller deutschen Frauen leben ohne Partner, aber nur 18 Prozent der Männer.

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S: Striptease, der

Es gibt viele Dinge, zu denen ein Mann eine Frau nicht mal eben so auffordern sollte

Dazu gehören

  1. das Zubereiten von Schnitzel mit Pommes
  2. Bad putzen
  3. spontanes Hinknien zum Oralverkehr sowie
  4. Tanzen, und zwar allein, und zwar kombiniert mit langsamem Ausziehen.


Kann in den ersten drei Fällen die umgekehrte Eigeninitiative des Mannes durchaus dazu führen, dass sie sich revanchiert, ist davon im vierten Fall eher abzuraten. Strippende Männer sind in der Natur nicht vorgesehen und verursachen nachweislich unheilbare Augenleiden und Gehirnkrämpfe. Anders gesagt: Weder ist die weibliche Lust so optisch orientiert wie die männliche, noch hat der männliche Körper in der Regel das gleiche Augenfutter zu bieten wie der weibliche. Ihrer schon? Na dann: Tun Sie sich keinen Zwang an. Alle anderen fragen sich: Wie kriege ich sie sonst dazu? Sie müssen über Bande spielen. Zeigen Sie ihr eine DVD (etwa "9 1/2 Wochen" oder "Showgirls") und sich selbst beeindruckt von den dort dargebotenen Strip-Künsten. Wecken Sie ihren Ehrgeiz! Vielleicht haben Sie Glück.

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S: Swinger, der

Gäbe es davon keine weiblichen Exemplare, dann gäbe es wohl auch keinen einzigen entsprechenden Club

Die Frage aber ist: Gäbe es keinen einzigen entsprechenden Club – würde auch nur eine Frau ihn dann vermissen?

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T: Tabu, das

Die Herkunft des Begriffs liegt in der Südsee

Einige Völker Polynesiens kennen Begriffe wie "tapu" oder "tambu", und sie alle bedeuten etwas wie "heilig", aber auch "verboten". In unseren Sprachgebrauch kam das Wort durch den guten alten Onkel Freud, der damit eine mal begründete, mal unbegründete Unantastbarkeit bestimmter Bereiche durch bestimmte Gesellschaften oder gesellschaftliche Gruppen klassifizierte, besonders im Feld des Sexuellen. Kein Tabu hält ewig, immer wieder entstehen neue, und häufig werden Tabus nur von den Angehörigen der Gemeinschaft oder des jeweiligen Kulturkreises verstanden. Offenkundig haben Tabus auch mit der Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppen zu tun: Für eine 45-jährige Pfarrersfrau ist "tabuloser Sex" möglicherweise etwas anderes als für einen Stammgast im Swinger-Club.

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T: Tantra, das

Müsste ein unwissender Außenstehender Tantra beschreiben, würde er wohl von nahezu bewegungslosem Dauersex bei Khmer-Musik reden

Allerdings ist diese Form der körperlichen Vereinigung nur ein unwesentlicher und noch nicht einmal weithin anerkannter Teil des Tantrismus. Dieser ist eine Ausprägung des Hinduismus und auch des Buddhismus, deren Anhänger nach dem Erringen von Erkenntnissen über Sein und Bewusstsein streben. Ja, genau: was Esoterisches. Eine von den Anhängern des Tantrismus eher selten praktizierte Form der Seinsforschung ist das Schwelgen im ritualisierten Geschlechtsakt. Darauf wiederum fährt natürlich der sexflippige Westteil der Welt extrem ab und speit Buch um Buch dazu auf den Markt. Warum dieser esoterische Kuschelschmu nun gerade bei Frauen so beliebt ist – keine Ahnung. Aber wenn Ihre Liebste demnächst mit einer Tantra-Fibel bei Ihnen aufkreuzt, dann haben wir eine Super-Ausrede für Sie: Traditionell dürfen Techniken des Tantrismus nur von eigens darin geschulten Gurus gelehrt werden – nie aus Büchern oder in VHS-Kursen.

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T: Telefon, das

Als der US-Erfinder Alexander Graham Bell den Apparat, den er entgegen allgemeiner Annahme nicht einmal selbst erfunden hatte, 1876 zum Patent anmeldete, war er nicht verheiratet

Und als er dann 1877 heiratete, war die (mehr oder weniger) Glückliche die gehörlose Tochter seines Anwalts. Sie telefonierte also eher selten. So wusste Bell wohl nicht, was er anrichtete. Wir heute wissen es: In 62 Prozent der Haushalte führen Frauen die längsten Privattelefonate. Dabei liegen sie bevorzugt auf dem Sofa, wie Studien belegen. Zum Glück gibt es heute so etwas wie Flatrate.

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T: Trans-

Ein Transvestit hat schlicht und einfach Freude daran, sich in den Kleidern des anderen Geschlechts zu zeigen

Manchen genügt es auch, die entsprechende Wäsche unter ihren "normalen"Kleidern zu tragen. Transsexuell ist eine Frau, die sich als Mann fühlt oder umgekehrt. Viele Transsexuelle gehen einen harten Weg über Selbstfindung, Psycho- und Hormontherapie und mehrere Operationen, bis sie sich in ihrem Wunschkörper wiederfinden. Weder Neumann noch Neufrau sind reproduktions-, sprich: zeugungsfähig, werden aber in ihrem neuen Geschlecht rechtlich anerkannt und dürfen ihren Namen entsprechend ändern. Der Begriff „Geschlechtsumwandlung“ ist in diesem Falle irreführend, denn wirklich umwandeln lässt sich da nichts. Treffender ist es, von einem dauerhaften Wechsel der Geschlechtsrolle zu sprechen. Die Ursachen für Transsexualität sind unbekannt, vermutet werden sowohl rein psychische als auch hormonelle wie auch kombinierte Gründe. Sehr unterhaltsames Ansichtsmaterial zum Thema bietet der Film "Transamerica" (USA, 2005) mit Felicity Huffman.

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T: Traum, der

Haben Frauen als Kinder feuchte Träume? Ja, nur sind sie nicht so feucht

Träumt jede Frau von einer Traumhochzeit? Ja, aber jede Frau träumt sie anders. Träumen Frauen anders als Männer? Ja, Studien zeigen, dass Männer eher von Arbeit, Gewalt und Sex träumen, Frauen hingegen von Familie, Gefühlen und Ängsten. Was will Ihnen eine Frau mitteilen, die sagt, sie habe von Ihnen geträumt? Das hängt a) vom Verhältnis ab, in dem Sie zu der Frau stehen, und b) ob es ein Alptraum war oder nicht. Ist es eine wunderhübsche Frau, die Sie nur flüchtig kennen, die Ihnen schmachtend diese Information anvertraut, dann sagen Sie nicht "Ich hoffe, nur Gutes!" und greifen Sie sich nicht in den Schritt. Da geht was!

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T: Treue, die

Das Kernmerkmal jeder funktionierenden Beziehung

Unabdingbar. Sagen über 80 Prozent aller Deutschen. Über 60 Prozent sind sich sicher: Untreue zerstört die Beziehung. Darum sind auch nur 45 Prozent der Männer bereit, Fehltritte zu verzeihen. Und 72 Prozent der Frauen. Ist das vielleicht die Macht der Gewohnheit?

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U: Unterleib, der

"Wieso eigentlich mit dem Unterleib?", fragt sich der Held in Max Frischs Roman "Homo Faber" und findet es absurd, dass Mann und Frau sich so vereinen

Eine Frau würde antworten: Damit wir uns dabei in die Augen sehen können. Und Sie sagen bitte nicht: Aber nur, wenn du vor einem Spiegel kniest.

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V: Vagina, die

Wissenschaftlich korrekter und im Gegensatz zu "Scheide" auch unverklemmterer Begriff für das primäre weibliche Geschlechtsmerkmal

Allerdings auch unvollständig, denn die Vagina ist letztlich nur der Schlauch im Unterleib der Frau, zwischen Muttermund und Scheidenvorhof, der beim Sex den Penis des Mannes aufnimmt – und darüber hinaus vor allem als Geburtskanal dient. Was in der Bezeichnung fehlt, sind die Schamlippen, die Klitoris und vieles mehr. Andererseits: Ist bei "Schwanz" genauso, oder?

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V: Vertrauen, das

Alle Umfragen sagen es, und nicht zuletzt darum braucht man keine Umfragen: Ohne Vertrauen keine funktionierende Partnerschaft zwischen Mann und Frau

Warum sollte es unter Liebenden in dem Punkt laxer zugehen als zwischen Boss und Angestellten? Vertrauensbildende Maßnahmen sind dementsprechend auch ganz ähnlich wie bei der Arbeit: Pünktlichkeit, sich an Absprachen halten, füreinander da sein, den anderen gegenüber Angriffen von außen schützen, Loyalität und Treue, nicht schlecht übereinander reden. Nein, die pünktliche Zahlung des Bruttogehalts spielt in dem Falle keine Rolle. (Ja, richtig: Genauso wenig wie der regelmäßige sexuelle Vollzug des Arbeitsverhältnisses im anderen Falle.)

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V: Video, das

Neulich bei Nachbars. Er fragt: "Schatz, wo ist die Videokamera?" Sie: "Auf dem Stativ vor dem Bett."

Er holt sie, schaut sich die Aufnahmen vom Vorabend an und lächelt still in sich hinein. Damit ist Ihre Frage "Was sind das für Leute, die sich selbst beim Sex filmen?" hinreichend beantwortet. Diese Leute werden immer mehr, zu bestaunen auf einschlägigen Internet-Portalen – und es sind erstaunlich viele Frauen dabei, die sich filmen lassen. Es steht zu befürchten, dass diese Welle gerade erst Fahrt aufnimmt. Wieso befürchten? Nun, so spannend der Gedanke auch sein mag, die eigenen Nachbarn beim Sex sehen zu können: Es bleibt immer etwas hängen. Denken Sie an die Arbeitgeber, die bei Facebook und Co. Bewerber ausforschen. Wer sagt, dass die nicht auch anderswo schauen? Sie will trotzdem unbedingt so einen Film drehen? Nun gut, hier 3 Tipps: 1. Lassen Sie Ihre Hauptdarstellerin eine kleine Maske tragen. Oder eine Perücke. 2. Filmen Sie im subjektiven POV-Modus (Point of View) und ohne Stativ. Durch die Verwacklungen wirkt das Ganze zwar weniger professionell, hat aber auch mehr Charme, mehr Spannung – und Ihre Liebste ist nicht so gut zu erkennen. 3. Wenig, am besten gar nicht sprechen.

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V: Vorspiel, das

Was ist der Unterschied zwischen einem Bühnenstück und Sex? Auf der Bühne kommt zuerst das Vorspiel, danach das Theater

Beim Sex hingegen gibt es das Theater vor allem, wenn das Vorspiel ausfällt. Der aus der Dramentheorie entliehene Begriff (Präludium) ist Dreh- und Angelpunkt der weiblich-männlichen Sexualproblematik. Platt gesagt könnten wir behaupten: Je länger das Vorspiel, desto besser. Aber: Jedes Blatt lässt sich überreizen. Gerne und schnell sind ambitionierte Sex-Ratgeber mit einer Zahl zur Hand: 15, 20, 25 Minuten Vorspiel seien ideal. Tatsache ist allerdings: Individuen sind verschieden. Darum raten wir Ihnen: Sprechen Sie sich am besten vorher ab. Wenn sie genug Vorspiel hatte, dann sollte sie Ihnen in deutlichen Worten (die Sie am besten ebenfalls im Vorhinein absprechen) mitteilen, dass es nun an der Zeit ist, mit dem Hauptakt zu beginnen.

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W: Waffe, die

Waffen einer Frau – was ist damit eigentlich gemeint?

In dem Streifen "Mit den Waffen einer Frau" (En cas de malheur, Frankreich 1958) demonstriert Brigitte Bardot eindrucksvoll die üblichen Verdächtigen: Busen, Beine, Po. Sowie: Schmollmund, Augenaufschlag, animierendes Säuseln. In heutigen Zeiten würde so mancher Mann, der die eigenen Waffen strecken musste, wahrscheinlich hinzufügen: Gleichstellungsgrundsatz, Eherecht, Scheidungsrecht, Unterhaltsrecht.

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W: Wechseljahre, die

Klingt doch erst mal sehr aufregend: Jahre, in denen sich viel verändert

Immer was los und so. Hmm, das sehen die Betroffenen meist anders. Die Wechseljahre sind die Zeit der hormonellen Umstellung während der Menopause, bei den meisten Frauen zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr. In dieser Zeit "wechselt" die Frau vom geburtsfähigen ins nicht mehr geburtsfähige Stadium. Nach einer künstlichen Befruchtung ist allerdings auch später noch eine Geburt möglich – der Rekord liegt bei knapp 67 Jahren.

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W: Weib, das

Ja klar, der Begriff ist veraltet, richtig, genau

Wir wollen ihn auch gar nicht zurückhaben, schon weil er sächlich ist, und das sollte doch fürs Auto reserviert sein, nicht wahr? Nein, worum es uns geht: Warum heißt es zwar Frau Ministerin und Frau Müller – aber immer noch weibliches Geschlechtsmerkmal? Warum sind Jahrzehnte der Emanzipation an diesem Be¬griff vorbeigegangen? Und warum heißt "fraulich" etwas ganz anderes? Liebe Alice Schwarzer, wir wollen ja nicht drängeln, aber Sie müssen sich schon ein bisschen beeilen, wenn Sie nicht wollen, dass Men’s Health vor Ihnen eine Kampagne zur Feminisierung der deutschen Sprache anstößt!

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W: Wonderbra, der

Normalerweise lautet unser Credo: Natur pur

Also kein Silikon, keine Salzwasser-Polster, keine gepolsterten und mit Drahtbügeln verstärkten Büstenhalter, sprich: keine Push-up-BHs. Aber der Effekt dieser so simplen wie genialen Vorrichtung auf das Selbstvertrauen von Millionen Frauen ist nicht zu leugnen – und das Selbstvertrauen ist es, was sie sexy macht. Also sagen wir: danke Natur. Und ein bisschen: danke Wonderbra!

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XYZ: X-Chromosom, das

Was macht eine Frau zur Frau? Klar, Sie sagen: schöne große Brüste, schmale Taille, lange Beine, knackiger Po

Aber wir müssen Sie enttäuschen: Das allein ist es nicht. Sie müssen tiefer schürfen. Nein, nicht zwischen den langen Beinen. Auf zellulärer Ebene. Dort stellen Sie fest, dass Ihre Liebste 46 Chromosomen hat – das ist bei Mann und Frau gleich. Davon sind 22 Chromosomenpaare so genannte Autosome – auch die haben Männer wie Frauen. Dann gibt es noch 2 Geschlechts-Chromosomen, bei Frauen 2 X-Chromosomen, bei Männern 1 X- und 1 Y-Chromosom. Diese Biester sind gerade mal ein paar Mikrometer lang, wie sollen die eine Frau ausmachen? Nun, vielleicht haben wir uns unklar ausgedrückt: Diese 2 X-Dinger stecken in jeder Zelle ihres Körpers. Also auch in jeder Zelle ihrer schönen großen Brüste, ihrer schmalen Taille, ihrer langen Beine, ihres knackigen Pos.

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XYZ: XXX

Hier ein kleines Quiz: Was bedeutet es, wenn Sie in den USA auf einer DVD den Aufdruck "XXX" vorfinden?
  1. Der Film wurde von der Motion Picture Association of America (MPAA) als "absolut nicht jugendfrei" bewertet.
  2. Der Film ist ein Hardcore-Streifen. Die Triple-X-Bewertung unterscheidet ihn von einem XX-Film (Softcore) und einem etwas härteren "normalen" Film (X).
  3. XXX soll den perversen Titel überdecken.


Die Antwort lautet: d) Nichts von alledem. Die MPAA hat zwar bis in die 80er-Jahre ein „X-Rating“ vergeben, aber nie mehrere Xe, die dann auch noch verschiedene Kate¬gorien angegeben hätten. Als Porno in den 80er Jahren chic wurde, haben die Hersteller ihre Packungen mit immer mehr "X"-Aufdrucken versehen, um sie als besonders krass zu markieren. Da das "X" nie ein staatlich kontrolliertes Zensursiegel war, konnte es frei für diese Werbezwecke genutzt werden. Anders in Frankreich: Dort verdammt die Bewertung „X“ einen Film in die wenigen Erwachsenenkinos bzw. zum Verkauf in speziellen Läden. Andere mögliche Bedeutungen von XXX: kurz für "kiss kiss kiss" als Abschiedsformel bei SMS, der Codename von Anya Amasova in dem James-Bond-Film "Der Spion, der mich liebte" und die römische Zahl 30.

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XYZ: Y-Chromosom, das

Anfrage des Obersten Marsianischen Rates beim Terra-Kontrollposten 323:

"Was treiben die Erdlinge so?“ Antwort: "Ein großer Teil streitet immer noch darüber, was die männlichen Menschen von weiblichen unterscheidet."
"Aber das sieht doch jeder unter dem Mikroskop: Diese komischen Y-Chromosomen. Vielleicht hätten wir sie doch nicht immer betäuben sollen während unserer Experimente. Over and out."
Der kleine Unterschied zwischen Mann und Frau ist in Wahrheit also ein ganz winzig kleiner (siehe auch: X-Chromosom). Mit gravierenden Folgen: Weil beim Mann etliche Gene nur auf einem Chromosom vorliegen, kann bei einem Gendefekt nicht auf ein intaktes Gen auf einem anderen Chromosom zurückgegriffen werden. Ein komplettes Ersatzteillager haben nur Frauen. Daher gibt es eine Reihe von Erbkrankheiten, unter denen ausschließlich Männer leiden, etwa eine Variante der Bluterkrankheit, die so genannte Duchenne’sche Muskeldystrophie oder auch die Rot-Grün-Blindheit.

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XYZ: Yoni, die

Wir sprachen bereits darüber, dass es kein wirklich zufriedenstellendes Wort zur Bezeichnung der weiblichen Geschlechtsorgane gibt

Hier nun der Vorschlag aus der neotantrischen Sex-Lehre. Das alte Sanskrit-Wort bezeichnet nicht nur das Ensemble der weiblichen Fortpflanzungsmaschinerie, sondern ist auch ein Symbol für die schöpferische Kraft im Allgemeinen. Wir sagen: Viel gewollt, aber es klingt ganz hübsch. Ein wenig nach Jogurt, ein wenig mehr nach Yogi-Bär.

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XYZ: Zehen, die

Es soll ja Kerle geben, die es mögen, wenn ihnen ihre Frauen mit den Füßen einen runterholen

Bevor Sie sich auf ihre pedikürten Reizgebiete stürzen, bedenken Sie: 1. Die meisten Frauen sind da unten sehr kitzelig. 2. Eine Fußreflexzonenmassage kann – Placebo-Effekt hin oder her – unglaubliche Wirkungen haben. Informieren Sie sich darüber, bevor Sie anfangen, an ihr herumzudrücken. 3. Bei aller Liebe: Auch Frauenfüße stecken schon mal 10 Stunden am Stück in Turnschuhen. Darum: Bevor Sie ihr gründlich die Zehen ablutschen, empfehlen wir ein Fußbad, mit einer Duftessenz, die Sie antörnt.

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XYZ: Zeit, die

Wann ist die richtige Zeit für Sex?

Für morgens spricht, dass Sie eh gerade leicht bekleidet und bereits im Bett sind. Aber Sie sehen zerknautscht aus, riechen schlecht und haben gerade von Ihrem Chef oder einem Monster geträumt. Abends ist die Stimmung oft besser, Sie können ein Glas Wein zum Auflockern trinken, ein wenig tanzen ... Also abends. Das sagen auch 27 Prozent der Deutschen, für morgens plädieren nur 14 Prozent, mitten in der Nacht treiben es nur 12 am liebsten.

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XYZ: Zonen, die

Reden wir nicht lange drumherum, Sie kriegen ja Ihre Liste mit den erogenen Zonen der Frau

Aber Vorsicht: Wir haben 3 kleine Fehler eingebaut*. Damit Sie nicht stupide das Gelernte runterrattern, sondern mit dem Herzen dabei sind. Hier also die Liste, von oben nach ¬unten: Haargrenze (Stirn), Augenbrauen, Augen, Ohrmuscheln, Mittelohr, Nase, Nasenflügel, Mund (Lippen, Zunge, Mundwinkel). Hals, Genick, Achselhöhlen, Brustkorb, Rippenfell, Brust, Warzenvorhöfe und Brustwarzen. Arminnenseiten, Finger, Handflächen. Rücken und Rückgrat (insbesondere im Bereich des Kreuzbeins), Lenden, Bauch. Venushügel, große und kleine Schamlippen, Klitoris, G-Punkt (in der Scheidenvorderwand in der Nähe der oberen Harnröhre), U-Punkt (im Scheidenvorhof, Bereich der Harnröhrenöffnung), A-Punkt (Bereich im Scheidengewölbe in der Nähe des Gebärmutterhalses), Muttermund. Damm und Anus, Gesäß und Schenkel (vor allem Oberschenkelinnenseiten), Meniskus. Füße und Fußsohlen.

**Okay, sicherheitshalber: Mittelohr, Rippenfell und Meniskus sind natürlich Quatsch!

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XYZ: Zubehör, das

Womit spielen Frauen am liebsten?

34 Prozent der Frauen, die regelmäßig zum Orgasmus kommen, nutzen Sexspielzeug. Beliebt sind kleine, glatte, nicht zu aufwendig gestaltete Vibratoren (vor allem nicht zu laut!). 32 Prozent nutzen Gleitgel, damit’s besser flutscht. 8 Prozent aller Frauen gucken sich täglich einen Porno an. 12 Prozent haben nichts gegen Pornos mit gewalttätigen Anteilen. 52 Prozent der Frauen tragen gern Dessous. Und 100 Prozent der Frauen, die diese Geschichte gelesen haben, finden sie toll.

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XYZ: Zunge, die

Wir müssen Ihnen nicht sagen, was Sie damit alles anstellen können, oder?

Klitoris nie mit der Spitze, immer mit der flachen Zunge lecken, zum Beispiel. Auch nicht, was sie gerne hätte, was Sie damit tun könnten? (Zunge auch mal um ihre Nippel tanzen lassen, auch mal länger, ja: auch mal nur die Spitze.) Und schon gar nicht, was sie damit tun kann, was Ihnen gefiele, nicht wahr? (Wenn Sie viel Glück haben, macht sie es Ihnen mal nur und ausschließlich mit ihrer Zunge.) Dann eben etwas anderes. Etwa: Die längste Zunge der Welt ist 9 Zentimeter. Klingt wenig? Messen Sie mal Ihre eigene! Richtig ins Schwärmen geraten wir aber bei einem Blick ins Tierreich: Die Zunge der tropischen Fledermaus Anoura fistulata ist zirka 1,5-mal so lang wie das Tier selbst. Stellen Sie sich das bei Ihrer Liebsten vor. Bei 1,65 Metern Körpergröße wären das etwa 2,4 Meter Zunge!

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S: schwanger

Woran sie es merkt: Ihre Periode bleibt aus

Der Streifen im Schwangerschaftstest verfärbt sich von rot nach blau oder zeigt ein "I" und keine "0". Woran Sie es merken: Ihr ist dauernd schlecht, überall liegen Vornamen-Bücher herum, sie klagt noch öfter, sie habe nichts Passendes anzuziehen – und spätestens ab dem 4. Monat stimmt das auch! Regen Sie sich jetzt nicht auf, machen Sie sich nicht verrückt, das ist es schließlich, wofür wir dieses ganze Theater hier veranstalten, der Grund, warum Frauen und Männer auf der Welt sind. Wichtig sind jetzt 3 Dinge: 1. Stehen Sie ihr bei, und sei die Situation noch so albern oder seltsam (Stichwort: Geburtsvorbereitungskurs). 2. Äußern Sie ruhig Zweifel und Bedenken – aber nur an den sehr, sehr guten Tagen. Oder wenn sie gerade tief und fest schläft. 3. Keine Panik!

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U: unten

Wo wer beim Sex liegt, das ist große Politik

Also: immer schön darüber abstimmen. Aber Ihr Schlafzimmer ist ja nun kein Parlament. Also auch immer schön der Lust gehorchen. Bei mehr als 70 Prozent der Frauen ist die Missionarsstellung die beliebteste Sexposition.

 
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